Dauerhaft haarfrei mit Licht

November 4, 2010

(pd) Lästiges Rasieren oder Epilieren ist ab sofort Geschichte – ein neues Gerät von Philips entfernt Körperhaare mit Licht: schmerzfrei, dauerhaft und schnell.

 

Vor 20.000 Jahren haben Männer ihre Barthaare mit Muscheln oder Steinen aus dem Gesicht geschabt. Vor 13.000 Jahren entfernten Harz, Pech, Eselsfett oder Fledermausblut lästige Körperhaare, Cleopatra indes soll ein Bronzerasiermesser benutzt, Caesar hingegen seine Bartstoppeln einfach ausgerupft haben. Tatsächlich begleitet der Traum von einem unbehaarten Körper die Menschheit bereits seit Jahrtausenden – und ist auch heute noch Teil eines Schönheitsideals, allem voran bei Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts.

 

Mehr als 80 Prozent aller Frauen zwischen 18 und 30 Jahren entfernen sich die Haare an mindestens einer Körperstelle. Das hat eine Studie der Universität Leipzig im vergangenen Jahr ergeben. Obwohl die Methoden heutzutage deutlich schonender und besser entwickelt sind als vor 20.000 Jahren, dürfte die Haarentfernung noch lange nicht zu den Lieblingstätigkeiten der Menschen gehören: „Epilation schmerzt, chemische Enthaarungscremes greifen die Haut an und das Rasieren ist lästig, denn schon wenige Tage später sind bereits wieder Stoppeln zu sehen“, sagt Roland Waldner, Senior Function Development Manager am Klagenfurter Competence Center, der Ideenschmiede von Philips. Um das zu ändern hat der Entwickler Lumea erfunden – ein Gerät, das die Haare mit Licht entfernt, und zwar dauerhaft, schmerzfrei und schonend. In Spanien bereits seit einem Jahr auf dem Markt ist das kleine Gerät seit September auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Verkaufsregalen zu finden.


Philips Lumea

 

13 Jahre Entwicklung und Forschung hat der „professionelle Erfinder“ – wie Waldner sich selbst bezeichnet – in das neue Gerät gesteckt. „Damals waren die Epilierer grade auf den Markt gekommen“, sagt er, aber die Frauen seien auch mit dieser modernen Methode nicht gänzlich zufrieden gewesen. Deswegen hat Waldner sich gemeinsam mit Wissenschaftlern und Dermatologen auf die Suche nach einer ganz neuen Technologie begeben. Diese ist mit Lumea nun auf dem Markt: In Form und Größe ähnelt das Gerät einem Haartrockner, aus dessen Öffnung jedoch auf Knopfdruck keine Luft, sondern ein kurzer heller Lichtimpuls kommt. Trifft dieses Intense Pulsed Light (IPL) auf die Haut, wirkt es auf das Pigment Melanin, das für die Färbung von Haut und Haaren verantwortlich ist. Melanin wandelt das Licht wiederum in Wärme um, die Haarwurzel wird entsprechend so stark erhitzt, dass das Haar schließlich ausfällt. 

 

Dass Licht die Lösung sein würde, war Waldner relativ schnell klar geworden, nachdem er seine Suche begonnen hatte: In der professionellen Haarentfernung in Kosmetikstudios oder Schönheitssalons war es damals bereits gang und gäbe, Haare per Laser, Röntgenstrahlen oder IPL zu entfernen. Weder Röntgenstrahlen noch Laser eigneten sich aber für den Hausgebrauch. „Röntgenstrahlen sind zu gesundheitsschädlich und der Laser entfernt die Haare nur punktuell“, sagt er. Auch das IPL musste Waldner noch auf die Anwendung zuhause anpassen: Die Strahlung der bis dato nur im professionellen Bereich genutzten Geräte war zu stark, zudem waren sie zu groß und viel zu kompliziert zu bedienen. „Auch der erste Prototyp, den ich vor acht Jahren gebaut habe“, sagt Waldner, "war noch halb so groß wie ein Schreibtisch.“


Lichtbasierte Haarentfernung mit Lumea

Heute passt die ganze Technik in einen Bruchteil dieser Größe, und wird per Knopfdruck in Gang gesetzt sobald das etwa drei Quadratzentimeter große Sichtfenster auf der zu enthaarenden Hautstelle liegt. „Nach zwei Minuten sind die Achseln enthaart, nach acht Minuten der Bikinibereich und nach etwa einer Stunde beide Beine“, sagt Martina Unseld, die als Application Researcher die Produkttests in Klagenfurt überwacht. Insgesamt 4.000 Frauen haben sich während der vergangenen fünf Jahre unter ihrer Aufsicht die Haare mit der neuen Technologie entfernt. „Selten war das Interesse, an den Tests teilzunehmen so groß“, sagt sie, und selten seien die Probanden so begeistert gewesen wie bei diesem Produkt.

 

Jede Frau kann das Gerät über fünf Stufen auf ihre individuellen Bedürfnisse einstellen. Denn je weniger Melanin Haut und Haare enthalten – je heller sie also sind – desto intensiver muss der Lichtimpuls sein. Der ersten Orientierung dient eine mitgelieferte Tabelle. In der Regel jedoch ergibt sich die richtige Einstellung von selbst: „Sobald es zu warm wird, muss einfach eine Stufe runtergeschaltet werden“, sagt Unseld. Für Frauen mit besonders heller Haut oder besonders dunkler Haut sei Lumea nicht geeignet, sagt Unseld, denn die einen hätten zu wenig Melanin in den Haaren, so dass die Strahlen nicht wirken können, die anderen zu viel, so dass die Anwendung schmerzhaft würde. Auch bei Männern funktioniere das Gerät nicht, sagt Waldner, denn ihre Haarstruktur sei völlig anders als die von Frauen. Ernste Gefahr aber droht – anders als bei den Geräten im professionellen Bereich – für niemanden: „Die Energie von Lumea ist hoch genug, dass das Haar effektiv behandelt wird, gleichzeitig aber nicht so hoch, dass die Haut Verbrennungen davontragen könnte“, sagt Dr. Afschin Fatemi, Facharzt für Dermatologie und Phlebologie und Gründer und Leiter der deutschen S-thetic-Kliniken. Um auch Langzeitschäden auszuschließen, hat Waldner zudem einen UV-Filter eingebaut.

 

Angewendet werden muss das Gerät anfangs alle zwei Wochen. Nach zwei Monaten ist die Haut nicht nur unmittelbar nach der Behandlung haarfrei, sie bleibt es auch. Grund dafür ist, dass die Haare eines jeden Menschen in drei Phasen wachsen: In der Wachstumsphase nährt die Wurzel das Haar, in der Abbauphase schrumpft die Wurzel und bringt das Haar zum Ausfallen und in der Ruhephase wartet sie auf die nächste Wachstumsphase. Lumea wirkt auf zwei Arten: Das Gerät entfernt zum einen die Haare, die gerade in der Wachstumsphase sind. Zum anderen hindert es die Wurzel in der Ruhephase daran, in die nächste Phase überzugehen, so dass keine Haare mehr nachwachsen. Sobald dieses Stadium erreicht ist, muss Lumea zwar weiterhin regelmäßig angewendet werden, aber nur noch, um die Wurzel ruhig zu stellen. „Haare fallen dann keine mehr aus“, sagt Unseld, „zudem verlängern sich die Intervalle, in dem eine Behandlung nötig wird, auf bis zu vier Wochen.“ 

 

Nicht nur im Testzentrum von Philips ist Lumea gut angekommen, auch die spanischen Frauen sind begeistert: 82 Prozent derjenigen, die ihre Haare mit der neuen Technologie entfernen haben, gaben danach an, diese dem Waxing, Rasieren oder Epilieren vorzuziehen. „Wir stehen am Anfang einer neuen Technologie“, sagt Waldner. Sein Traum, den ganzen Körper in wenigen Sekunden von Haaren zu befreien, sei damit zwar noch nicht erfüllt, ein entscheidender Schritt aber sei getan – und die Haarentfernung damit endlich nicht mehr steinzeitlich.

 

 

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Philips Lumea

 

Lichtbasierte Haarentfernung mit Lumea