Geburtsstunde an der Charité: weltweit erste Entbindung im offenen Kernspintomographen von Philips


Geburtsstunde an der Charité: weltweit erste Entbindung im offenen Kernspintomographen von Philips

Dezember 8, 2010

Einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlern und führenden Medizinern der Charité-Universitätsmedizin Berlin gelang jetzt eine Weltpremiere: sie realisierten die Geburt eines Kindes in einem offenen  Hochfeld-Magnetresonanztomographen (MRT) von Philips. Erstmals konnten einzigartige Bilder vom Körperinneren der Mutter und der Bewegung des Kindes im Geburtskanal bis zum Austritt des Kopfes gewonnen werden. Die Geburt verlief ohne Komplikationen und Mutter und Kind sind wohlauf.

 

Dem Vorhaben ging eine zweijährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit der radiologisch-technisch ausgerichteten Arbeitsgruppe „offene Hochfeld-MRT“ voraus. „Wir mussten einen neuartigen fetalen Überwachungsmonitor entwickeln, dessen Messtechnik nicht vom extrem starken Magnetfeld des MRT beeinträchtigt wird,“ erklärt Felix Güttler als Projektleiter eine der Herausforderungen. Das so modifiziert zum Einsatz gebrachte schnurlose Überwachungssystem Philips Avalon CTS lieferte Ärzten und Hebammen während der Geburt stets wichtige Informationen über Herztöne und Bewegungen des Kindes, Wehenstärke, aber auch den Blutdruck der Mutter.

 

„Dass der Verlauf einer Geburt überhaupt in einem Magnetresonanztomographen verfolgt werden konnte, machte der offene Hochfeld-MRT von Philips möglich“, betont PD Dr. Ulf Teichgräber, Oberarzt am Institut der Radiologie der Charité. „Er hat, nicht wie andere konventionelle MRTs, eine typische  Röhrenform, sondern eine offene Konzeption, bei der Patient oder Patientin einen uneingeschränkten 360-Grad-Rundumblick haben.“ Diese offene Bauweise ermöglicht außerdem einen guten Zugang zu Mutter und Kind von allen Seiten während des gesamten Geburtsverlaufes – ein wichtiges Kriterium für die behandelnden Ärzte.


Spezialisten von Philips waren während des ungewöhnlichen Ereignisses ebenfalls anwesend, denn die medizinische Bildgebung des MRT musste speziell auf diese besondere Geburtsstunde angepasst werden. „Auch für Philips Healthcare war dies ein sehr besonderer Moment, denn solche Meilensteine in der
Medizin-Forschung, bei denen unsere Lösungen so im Fokus stehen, erleben wir nicht jeden Tag,“ sagt Ivar Nackunstz, Business Development Manager von Philips. „Die Arbeitsgruppe offenes Hochfeld-MRT an der Charité hat viele technische und klinische Lösungen für interventionelle Eingriffe in unserem Panorama entwickelt und mit dazu beigetragen, die herausragende Bildqualität der Kernspintomographie für ganz neue Anwendungsgebiete nutzbar zu machen.“
Aufgabe der interdisziplinären Forschergruppe ist es nun, die seit dem 19. Jahr-hundert erarbeiteten Vorstellungen über den Geburtsvorgang und die Bewegungen des ungeborenen Kindes im mütterlichen Becken anhand weiterer Untersuchungen zu überprüfen. Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist unter anderem, in Zukunft besser zu verstehen, warum bei 15 Prozent der Geburten ein Geburtsstillstand eintritt, der eine Kaiserschnitt-Entbindung notwendig macht.

 

Offenes Hochfeld-MRT, Anästhesist (links), Hebamme (Mitte) und Geburtsmediziner (rechts)

 

Seitliche Ansicht, Kind im Geburtskanal unmittelbar vor der Geburt

 

Radiologisches Team bestehen aus Felix Güttler (Projektleitung, vorne links), Virginia Ding-Reinelt (MTA, rechts vorne), Dr. Ulf Teichgräber (Radiologe, 2. Reihe rechts), Andreas Thomas (MTA, 2. Reihe links) Kerstin Lehmann (MTA, 3. Reihe)

Weitere Informationen nur Journalisten:

Annette Halstrick

Philips Healthcare
Pressereferentin
Lübeckertordamm 5
20099 Hamburg

 

Tel: +49 (0)40 2899 2196

Fax: +49 (0)40 289972196

Email: Annette.Halstrick@philips.com

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Über Royal Philips Electronics

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist ein Unternehmen mit einem vielfältigen Angebot an Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen zu verbessern. Als weltweit führender Anbieter in den Bereichen Healthcare, Lifestyle und Lighting integriert Philips – im Einklang mit dem Markenversprechen "sense and simplicity" – Technologien und Design-Trends in neue Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind und auf umfangreicher Marktforschung basieren. Philips beschäftigt in mehr als 60 Ländern weltweit etwa 118.000 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 23 Milliarden Euro im Jahr 2009 ist das Unternehmen marktführend in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin und bei der Gesundheitsversorgung zuhause ebenso wie bei energieeffizienten und innovativen Lichtlösungen sowie Lifestyle-Produkten für das persönliche Wohlbefinden. Außerdem ist Philips führender Anbieter von Flat-TVs, Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer, tragbaren Unterhaltungs- sowie Zahnpflegeprodukten. Philips erzielte 2009 in Deutschland einen Umsatz von knapp 3,4 Milliarden Euro und beschäftigt hier 6.900 Mitarbeiter.

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