Philips initiiert Forschungsverbund für klinisches Magnetic Particle Imaging


Philips initiiert Forschungsverbund für klinisches Magnetic Particle Imaging

Dezember 21, 2010

Hamburg - Philips gab heute bekannt, dass das Unternehmen ein Konsortium zur Erforschung von Geräten und Tracer-Materialien für klinisches Magnetic Partikel Imaging (MPI; Magnetpartikeltomographie) initiiert hat. Unterstützend werden im Verbund die Kombination von MPI und MRT (Magnetresonanztomographie) zu hybriden Systemen untersucht, um MPI mit morphologischen Bildinformationen aus dem MRT zu verbinden. Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Partner des Konsortiums mit 10.6 Millionen Euro. Das Gesamtbudget des Konsortiums, das aus Beiträgen der Bundesregierung und denen der öffentlichen und privaten Partner besteht, liegt bei etwa 20.3 Millionen Euro.

 

Philips hat sich zum Ziel gesetzt, modernste Bildgebungstechnologien zu entwickeln, die helfen, Krankheiten früh zu erkennen, zu diagnostizieren und zu behandeln. Die Erforschung zukünftiger Bildgebungstechnologien wie MPI unterstreicht dieses langfristige Engagement des Unternehmens. MPI wurde von Philips-Wissenschaftlern im Jahr 2001 erfunden und seitdem stetig weiterentwickelt. Die Technik nutzt die magnetischen Eigenschaften von Eisenoxid-Nanopartikeln (den sogenannten Tracern), die in die Blutbahn injiziert werden, zur Bildgebung. Ein MPI-System erkennt diese Eisenoxid-Nanopartikel räumlich und quantitativ und kann so ein dreidimensionales Bild ihrer lokalen Konzentration, auch im Verlauf von physiologischen Prozessen erstellen. Die Technologie hat sich bereits in vorklinischen Untersuchungen bei der Aufnahme präziser Echtzeit-3D-Bilder von Blutfluss und Herzbewegung bewährt.

 

„Als Teil unseres Open Innovation-Konzepts hat Philips das MAPIT-Konsortium (MAgnetic Particle Imaging Technology) ins Leben gerufen, um die Übernahme dieser innovativen neuen Bildgebungstechnologie in die klinische Praxis zu beschleunigen“, so Dr. Michael Kuhn, Vice President Technology Strategy von Philips Healthcare. „Die Umsetzung des vollen Potenzials von MPI, die Prozesse zu erhellen, die mit bestimmten Krankheiten verbunden sind, erfordert eine integrierte Herangehensweise und gemeinschaftliche Bemühungen. Ich bin überzeugt, dass das multidisziplinäre MAPIT-Konsortium gut positioniert ist, die MPI-Entwicklung in Bereichen wie Geräteausstattung, Tracer-Materialien sowie Anwendungsforschung voranzutreiben.“

 

Auch Radiologen, die Spezialisten der klinischen Bildgebung sehen in der Technologie Potential: „Die permanente Weiterentwicklung der medizinischen Bildgebung hat die Gesundheitsversorgung stetig verbessert. Auf Basis der in prä-klinischen Studien erzielten Ergebnisse betrachte ich die MPI-Technologie als ein neues, verbessertes Verfahren, welches das Potential besitzt, die diagnostische Bildgebung in der Kardiologie und Onkologie weiter zu verbessern. Zusätzlich ist es eine großartige Methode für die gesamte Weiterentwicklung der molekularen Bildgebung im Allgemeinen, “ betont Professor Bernd Hamm, Direktor des Instituts für Radiologie und Chefarzt der Radiologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

 

Philips und die Universität Lübeck, zwei der drei Konsortium-Partner im Bereich der Instrumentierung, werden sich auf die Entwicklung von experimentellen Systemen für Ganzkörper-MPI konzentrieren. Der dritte Partner, die Bruker Corporation (Nasdaq: BRKR), wird die Entwicklung des hybriden Systems vorantreiben.

 

Im Bereich der Tracer-Entwicklung streben die Partner Bayer Schering Pharma AG, Miltenyi Biotec, Charité - Universitätsmedizin Berlin und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) an, magnetische Nanopartikel-Materialien zu entwickeln, die für erste, vielversprechende medizinische Anwendungen optimiert sind. Dabei sollen im Verbund stellvertretend zwei grundlegende medizinische Anwendungen aus dem Bereich der kardiovaskulären Diagnostik und Therapie untersucht werden: Zum einen funktionale Bildgebung am Beispiel der Durchblutung des Herzmuskels in der Diagnostik von Herzerkrankungen, und zum anderen die Verwendung von MPI zur Durchführung von interventionellen Eingriffen in der Therapie der Herzerkrankungen, einschließlich spezieller Instrumente, die im MPI-Bild sichtbar gemacht werden.

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