Accenture und Philips demonstrieren die Steuerung elektronischer Geräte durch Gedanken, Augenbewegungen und Sprache

August 5, 2014

Machbarkeitskonzept verbindet das Headset Emotiv Insight Brainware mit einem tragbaren Display und ermöglicht die Steuerung des Beleuchtungssystems hue, der medizinischen Lösung Lifeline und Philips SmartTV. Dadurch soll vor allem Patienten mit der Nervenerkrankung ALS geholfen werden, ein unabhängigeres Leben zu führen.

 

Royal Philips und Accenture gaben heute bekannt, dass sie eine Proof-of-Concept-Software entwickelt haben, die ein tragbares Display mit dem Headset Emotiv Insight Brainware verbindet und so Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS) und anderen neurodegenerativen Erkrankungen mehr Unabhängigkeit verleihen könnte. Mehr als 400.000 Menschen erkranken jedes Jahr* an ALS, auch bekannt als Lou-Gehrig-Syndrom. Die Erkrankung schädigt Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark und führt zu einer allmählichen Abnahme der willkürlichen Muskelaktivität. Patienten im Spätstadium sind häufig vollständig gelähmt, während ihre Gehirnfunktionen jedoch erhalten bleiben.

 

„Dieser Machbarkeitsnachweis veranschaulicht, wie Menschen, Geräte, Daten und Technologien so zusammengeführt werden können, dass sie möglicherweise dazu beitragen können, die Lebensqualität von Menschen über Krankenhausgrenzen hinweg zu verbessern – ganz gleich, in welcher Phase ihres Lebens diese sich gerade befinden“, sagte Jeroen Tas, CEO des Bereichs Healthcare Informatics Solutions and Services von Philips. „Philips wird weiterhin mit innovativen Technologieunternehmen wie Accenture zusammenarbeiten, um neue tragbare und sensorbasierte Lösungen zu erforschen, die das Leben der Menschen verändern und für eine gesündere Zukunft sorgen.“

 

Wie es funktioniert

Das Emotiv Insight Brainware, das EEG-Gehirnströme scannt, und das tragbare Display werden mit einem Tablet-PC verbunden. So lassen sich über gedankliche Befehle im Gehirn das individuelle drahtlose Beleuchtungssystem Philips hue, die medizinische Lösung Philips Lifeline Medical Alert Systems & Service und Philips SmartTV (mit TV Vision) bedienen. Der Tablet-PC ermöglicht außerdem die Steuerung dieser Produkte mithilfe von Augenbewegungen und Sprachbefehlen. In beiden Fällen können vorkonfigurierte Nachrichten versendet, medizinische Betreuung anfordert sowie TV-Geräte und Leuchten gesteuert werden. Accenture und Philips haben die Software entwickelt, die die Integration und Interaktion zwischen diesen unterschiedlichen Technologien ermöglicht.

 

Die Proof-of-Concept-Anwendung zeigt, wie bestehende Technologie verwendet werden könnte, um die Lebensqualität von ALS-Patienten zu verbessern. Wenn Patienten die Kontrolle über ihre Muskeln und die Fähigkeit der Verfolgung mit den Augen verlieren, haben sie dennoch weiterhin die Möglichkeit, mithilfe von Befehlen über das Gehirn die miteinander verknüpften Philips Produkte in ihrer häuslichen Umgebung zu bedienen. Bei der Emotiv-Technologie kommen Sensoren zum Einsatz, die die vom Gehirn des Trägers erzeugten elektrischen Signale, und damit seine Gedanken und Gefühle in Echtzeit, erfassen. Das tragbare Display liefert eine visuelle Rückmeldung, die es dem Nutzer ermöglicht, durch das Anwendungsmenü zu navigieren.

 

Die Accenture Technology Labs in San Jose, Kalifornien, haben mit dem Philips Digital Accelerator Lab in den Niederlanden gemeinsam an der Entwicklung einer Software gearbeitet, die mit der Emotiv Insight Brainware und der tragbaren Anzeige interagiert. Fjord, eine zu Accenture Interactive gehörige Designberatung, hat die Benutzeroberfläche des Displays gestaltet.

 

„Dieser Machbarkeitsnachweis zeigt das Potenzial von am Körper tragbaren Technologien auf eindrucksvolle Weise – sie helfen Menschen mit schweren Erkrankungen und Mobilitätsproblemen dabei, durch digitale Innovationen eine gewisse Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen“, sagte Paul Daugherty, der Chief Technology Officer von Accenture. „Dies ist ein weiterer Nachweis dafür, wie Accenture und Philips in Zusammenarbeit mit anderen Technologie-Innovatoren darum bemüht sind, das Leben von Menschen mit gesundheitlichen Problemen zu verbessern.“

 

„Es ist die zentrale Aufgabe der ALS Association, Menschen mit Lou-Gehrig-Syndrom ein erfüllteres Leben zu ermöglichen“, sagte Ineke Zaal, die Sprecherin von Stichting ALS in den Niederlanden. „Wir freuen uns sehr über das Potenzial, das dieser Machbarkeitsnachweis besitzt, um Menschen mit ALS mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität zu geben, während wir weiterhin aktiv nach einer Heilungsmöglichkeit suchen.“

 

Weitere Informationen zu der Proof-of-Concept-Anwendung  (in englischer Sprache) unter: http://www.philips.com/braincommand. Beteiligen Sie sich auch an der fortlaufenden Diskussion auf LinkedIn in der Philips Innovations in Health Group.

 

*Quelle: International Alliance of ALS/MND Associations

 

 

Infografik

 Infografik zur Funktionsweise der Proof-of-Concept-Anwendung

Proof-of-Concept

 

Proof-of-Concept

 

Proof-of-Concept

 

Video: Steuerung elektronischer Geräte durch Gedanken

Weitere Informationen für Journalisten:

Philips GmbH, Unternehmenskommunikation

Anke Ellingen

Lübeckertordamm 5, 20099 Hamburg

Tel.: +49 40 2899-2190, Fax: +49 40 2899-72190

E-Mail: anke.ellingen@philips.com 

 

Accenture Pressestelle

Christoph Weissthaner

Campus Kronberg 1, 61476 Kronberg im Taunus

Tel.: +49 (0) 6173 94-68997

E-Mail: c.weissthaner@accenture.com

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Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA), mit Hauptsitz in den Niederlanden, ist ein Unternehmen, das auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. Im Fokus steht die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting. Philips beschäftigt etwa 113.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2013 einen Umsatz von 23,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört zu den Marktführern in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin, Gesundheitsversorgung für zuhause sowie energieeffizienten Lichtlösungen. Außerdem ist Philips einer der führenden Anbieter im Bereich Mundhygiene sowie bei Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer.

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Philips feiert 100 Jahre Forschung

1914 gründeten die Unternehmer Anton und Gerard Philips im niederländischen Eindhoven das erste Philips Forschungslabor. Unter der Leitung des renommierten Physikers Dr. Gilles Holst wurde sich im „Natuurkundig Laboratorium (NatLab)“ zunächst auf die Entwicklung neuer Lichtquellen und Funktechnik und Elektronik konzentriert. Heute – 100 Jahre später – unterhält Philips eine der weltweit größten unternehmenseigenen Forschungseinrichtungen. Mit dem in Eindhoven angesiedelten Hauptsitz und sechs internationalen Standorten in Nordamerika, Europa und Asien beschäftigt Philips Research mehr als 1.500 Mitarbeiter aus 50 Ländern und hat bisher über 100.000 Patente angemeldet. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Über Accenture

Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit rund 293.000 Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Als Partner für große Business-Transformationen bringt das Unternehmen umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein. Accenture erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2013) einen Nettoumsatz von 28,6 Mrd. US-Dollar. Die Internetadresse lautet www.accenture.de.

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Über Emotiv

Emotiv ist ein Bioinformatikunternehmen, das eine einzigartige Plattform für die durch Crowdsourcing finanzierte Gehirnforschung anbietet. Emotiv nutzt Cloud Computing, Big Data und Mobiltechnologie, um wertvolle persönliche Einblicke zu bieten und die Gehirnforschung weltweit voranzutreiben. Die Internetadresse lautet www.emotiv.com.

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