DIVI und Philips unterstützen wissenschaftlichen Nachwuchs mit Forschungsförderpreis Delir-Management

01. Dezember 2016

Anlässlich des 16. DIVI-Kongresses haben die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensivmedizin und Notfallmedizin (DIVI) und das Unternehmen Philips die Auslobung eines gemeinsamen Forschungsförderpreises Delir-Management bekannt gegeben. Verliehen wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis erstmals im nächsten Jahr.

 

Das Delir ist die am häufigsten im Zusammenhang mit einer intensivmedizinischen Behandlung auftretende zerebrale Dysfunktion. Der Verwirrtheitszustand ist assoziiert mit einer längeren Verweildauer, erhöhter Mortalität und Morbidität sowie persistierenden kognitiven Defiziten. In vielen Fällen wird das Delir falsch oder gar nicht diagnostiziert, eine Behandlung ist nur eingeschränkt und symptomorientiert möglich. Intensivmedizinische Fachgesellschaften wie die DIVI sehen daher einen starken Handlungsbedarf auf diesem Gebiet. „Das Delir ist ein nur unzureichend verstandenes Phänomen. Für die Entwicklung neuer Managementstrategien ist Forschung dringend notwendig. Deshalb freuen wir uns über die Möglichkeit, zusammen mit Philips die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Krankheitsbild zu unterstützen“, erklärt Oberstarzt Prof. Dr. med. Andreas Markewitz, Generalsekretär der DIVI und Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz.

 

Das Delir besser verstehen

Der Forschungsförderpreis Delir-Management richtet sich an Nachwuchswissenschaftler, die bereits erste Arbeiten veröffentlicht haben und Forschungsvorhaben in den Bereichen Delir-Management, Delir-Screening oder nicht-pharmakologische Delir-Prävention planen. Die DIVI übernimmt die wissenschaftliche Begutachtung der Bewerbungen sowie die Auswahl des Preisträgers. Philips stiftet das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und unterstützt die Kommunikation zu dem Projekt. „Philips beschäftigt sich schon seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Delir. Wir wissen um die Komplexität und Tragweite der Erkrankung. Mit unserem multimodalen VitalMinds-Konzept verfolgen wir selbst einen präventiven nicht-pharmakologischen Ansatz. Wir sind froh und stolz, Forschungsvorhaben zu fördern, die Erkenntnisse für ein tieferes Verständnis des Delirs liefern“, so Marcus Bataryk, Business Group Manager PCMS für den Philips DACH-Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit seinem Engagement möchte Philips einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Management des Delirs leisten, der über die Bereitstellung von technischen Lösungen und Beratungsangeboten hinausgeht.

 

Ausführliche Informationen zum Forschungsförderpreis Delir-Management werden im kommenden Jahr auf der DIVI-Homepage www.divi.de veröffentlicht.

Fakten Philips Delir
Fakten Philips Delir
delir management philips divi
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Weitere Informationen für Journalisten:  

Larissa Vogt

Pressesprecherin

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensivmedizin und Notfallmedizin (DIVI)

Mobil: +49 (0) 173/6194422

E-Mail: pressestelle@divi-org.de

 

Kerstin Zimmermann
PR Managerin Health Systems
Tel.: +49 (0) 171/81 80 186
E-Mail: kerstin.zimmermann@philips.com

Fakten zum Delir

Ein Delir ist charakterisiert durch gleichzeitig bestehende Störungen des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, der Psychomotorik, der Emotionalität und des Schlaf-wach-Rhythmus‘.1 30 bis 80 Prozent der Patienten auf der Intensivstation sind von diesem Syndrom betroffen.2,3 In der Diagnostik unterscheidet man das hyperaktive Delir, das hypoaktive Delir und die Mischform, die mit Episoden der psychomotorischen Hyper- oder Hypoaktivität einhergeht. Das Auftreten eines Delirs verlängert die Behandlung im Krankenhaus um durchschnittlich fünf bis zehn Tage.4 Das Sterblichkeitsrisiko auf der Intensivstation wird durch ein Delir verdoppelt2, in den ersten sechs Monaten nach der Krankenhausentlassung ist es sogar verdreifacht3.

 

 

Der DIVI-Kongress 2016 „Präzision und Komplexität“

Der DIVI-Kongress ist der größte Kongress einer Fachgesellschaft zum Thema Intensiv- und Notfallmedizin im deutschsprachigen Raum. Unter dem Motto „Präzision und Komplexität“ findet er in diesem Jahr vom 30. November bis 2. Dezember in Hamburg statt. Der DIVI-Kongress 2016 bietet das gesamte Spektrum der Intensiv- und Notfallmedizin in verschiedenen Formaten an. Dazu gehören wissenschaftliche Symposien, Workshops und Fortbildungskurse. Weitere wichtige Elemente des Programms sind der durchgehende Pflegekongress sowie der Strang zu notfallmedizinischen Themen. Mehr über den DIVI-Kongress 2016 im Internet: www.divi2016.de

 

 

Über die DIVI

Die 1977 gegründete DIVI ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 2.000 Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmedizinern sowie Fachkrankenpflegern und entsprechenden Fachgesellschaften. Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus. Insgesamt bündelt die DIVI das Engagement von mehr als 30 Fachgesellschaften und persönlichen Mitgliedern. Mehr über die DIVI im Internet: www.divi.de

 

 

Über Royal Philips


Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 70.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte mit seinem Gesundheitstechnologie-Portfolio in 2015 einen Umsatz von 16,8 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de

1 http://www.icd-code.de/icd/code/F05.1.html

2 Ouimet S. et al., Intensive Care Med, 2007, 33(1):66-73

3 Ely E.W. et al., JAMA, 2004, 291(14):1753-62

4 Maldonado J.R., Crit Care Clin, 2008, 24(4):657-722