Studie: Wie die Deutschen (mit Licht) wohnen wollen – gutes Licht ist wichtiger als die Einrichtung


Studie: Wie die Deutschen (mit Licht) wohnen wollen – gutes Licht ist wichtiger als die Einrichtung

April 6, 2011

Gemütlich, praktisch, mit eigenem Stil und angenehm beleuchtet – so wünschen sich die Deutschen ihre Wohnung. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag von Philips in diesem Frühjahr durchgeführten repräsentativen Forsa-Umfrage*. Die Umfrageergebnisse wurden heute im Rahmen des Philips Trend Panels, einer Podiumsdiskussion mit Licht- und Wohnraumexperten, vorgestellt.

 

Experten verschiedener Disziplinen präsentierten und diskutierten über aktuelle Trends und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Wohnen und Licht. Mit Prof. Dipl.-Ing. Rudolf Schricker, dem Präsidenten des Bundesverbands Deutscher Innenarchitekten, dem Lichtdesigner Tobias Link, Prof. Iska Schönfeld, Lichtspezialistin von Philips und Prof. Dr.-Ing. Roland Greule, Leiter des Lichtlabors an der HAW Hamburg, war das Panel hochkarätig besetzt. Die von Iska Schönfeld vorgestellten neuesten Studienergebnisse sorgten für Diskussionsstoff unter den Experten. Kaum jemand hatte erwartet, dass Licht und Beleuchtung bei den repräsentativ Befragten so hoch im Kurs stehen.

 

Denn neben der Gemütlichkeit (98%) ist für die Deutschen eine angenehme Beleuchtung (95%) wichtig oder sehr wichtig, wenn es um das heimische Lebensumfeld geht. Für jeweils 87% soll die Wohnungseinrichtung praktisch sein oder den individuellen Stil ausdrücken. Hochwertige Möbel und Textilien sind für 60% wichtig, ein günstiger Anschaffungspreis der Einrichtung für 57%.

 

Wir kennen viel – wissen aber wenig
Besonders beim Aspekt Beleuchtung wollte Philips – als weltweit führendes Unternehmen in diesem Segment – von den Deutschen mehr Details wissen. Vor dem Hintergrund, dass zukünftig die klassische Glühbirne wegen gesetzlicher Vorgaben aus den Verkaufsregalen verschwinden wird, war gefragt, wie gut die verschiedenen Alternativen zur Glühbirne bekannt sind und welche Eigenschaften diesen zugeschrieben werden. Dabei zeigte sich, dass die Alternativen grundsätzlich gut bekannt sind (Energiesparlampe 98%, Halogenlampe 84%, LED-Lampe 79%) und auch genutzt werden (Energiesparlampe 82%, Halogenlampe 47%, LED 32%), doch noch häufig Unkenntnis über ihre Eigenschaften und ihre Lichtwirkung besteht.

 

Energie sparen und nachhaltiges Handeln sind den Deutschen wichtig
Die Mehrheit der Deutschen (91%) unternimmt Anstrengungen, um im Haushalt Energie einzusparen. Sie löschen das Licht in Räumen, in denen sie sich nicht aufhalten (94%), achten beim Kauf von neuen Elektrogeräten auf stromsparende Modelle (92%) und verwenden abschaltbare Steckdosenleisten (77%). 68% tauschen Glühlampen gegen effizientere Leuchtmittel aus.

 

Grundsätzlich stehen nachhaltige Aspekte beim Lampenkauf hoch im Kurs. Wichtig oder gar sehr wichtig ist für 95%, dass ein Leuchtmittel lange hält, einen geringen Stromverbrauch hat (92%) und keine Schadstoffe enthält (86%) – Aspekte wie gute Farbwiedergabe (73%) oder verzögerungsfreies Hellwerden (69%) folgen erst danach. Allerdings werden den alternativen Leuchtmitteln häufig „falsche“ Merkmale zugeschrieben. Rund ein Drittel der Deutschen glaubt zum Beispiel, dass Halogenlampen Schadstoffe enthalten, 16% schreiben diese Eigenschaft auch LED-Lampen zu – beides ist allerdings falsch.


Überraschend ist ebenfalls, welche Lichtqualität den unterschiedlichen Leuchtmitteln zugeordnet wird. 39% glauben, dass Energiesparlampen ein kaltes, ungemütliches Licht erzeugen. Sogar 44% meinen, diese Eigenschaft trifft auf LED-Lampen zu. Auch den Halogenlampen – die in ihrer Lichtwirkung fast identisch mit Glühlampen sind – wird von einem Drittel der Befragten ein ungemütliches Licht zugeschrieben.

 

Technologie entwickelt sich schneller als das Wissen darüber
„Die Studie zeigt deutlich, dass noch sehr viele – auch längst überholte – Vorurteile gegenüber Leuchtmitteln existieren“, ordnet Professorin Iska Schönfeld, Lichtexpertin bei Philips, diese Ergebnisse ein. „Über viele Jahrzehnte war die Glühlampe im Privatbereich das alternativlose Standardleuchtmittel. Ihr warmes Licht kennen wir von Kindheit an. Sie ist ein simples, unkompliziertes Produkt und schafft mit ihrer an Feuer erinnernden Lichtwirkung Vertrauen und Sicherheit. Nur leider verschwendet sie Energie und ist damit nicht mehr zeitgemäß.

Heute gibt es verschiedene Alternativen zur traditionellen Glühlampe, die sich in den vergangenen Jahren und Monaten enorm weiterentwickelt haben. Als vor rund drei Jahren die ersten wirklich brauchbaren weißen LED-Lampen auf den Markt kamen, erzeugten diese tatsächlich ein eher kaltes Licht und ihre Lichtleistung war zu gering für die Allgemeinbeleuchtung. Das hat sich bei vielen Menschen eingeprägt. Doch die Entwicklung verlief rasant. Das warmweiße Licht heutiger Hochleistungs-LEDs ist selbst für Experten kaum noch vom gewohnten Glühlampenlicht zu unterscheiden“. Fazit der Lichtexpertin: „Mit allen ihren Eigenschaften wie der warmen Lichtfarbe, der Schadstofffreiheit und ihrer Langlebigkeit sind LEDs eigentlich die Wunschleuchtmittel der Deutschen. Das Problem ist nur, dass sie es nicht wissen, weil die tatsächlichen Eigenschaften der LEDs zu wenig bekannt sind.“

 

Für die meisten gilt: Elektrisches Licht soll in erster Linie hellmachen
Ob Licht nur als Mittel zum Zweck (= gute Sehbedingungen schaffen) oder auch bewusst zur Inszenierung des Wohnraums eingesetzt wird, war eine weitere Frage der Studie. Hier ist die Nation gespalten. Die Hälfte der Deutschen „setzt Licht bewusst ein“, die andere Hälfte macht sich über einen bewussten Einsatz keine großen Gedanken. Und auch diejenigen, die Licht bewusst einsetzen, tun dies eher pragmatisch – zum Beispiel beim Lesen oder Kochen (93%). Danach kommt das Stimmungslicht, wenn Besuch da ist (81%) oder beim schönen Abendessen zu zweit (79%). Auch zur besseren Entspannung (79%) und zur Konzentration (67%) setzen „die bewussten Lichtanwender“ die Beleuchtung ein.

 

Auf die Frage, mit welchen Lichtquellen denn Lichtstimmungen geschaffen werden, zeigten sich die Befragten recht traditionell: Kerzen (87%) standen an erster Stelle. Der Einsatz von Dimmern (64%) und Strahlern (63%) folgte dahinter. Farbige Beleuchtung wird nur von einem Fünftel der „Inszenierer“ eingesetzt.

 

„Beim Thema bewusster Einsatz von Licht herrscht eine große Kluft zwischen professionellen und privaten Anwendern“, so Lichtexpertin Schönfeld, die schon eine Reihe von Projekten in der professionellen Innen- und Außenbeleuchtung umgesetzt hat. „Der Profi weiß, dass Licht mehr kann, als die reine Funktion des Hellmachens zu erfüllen. Richtig eingesetzt, ist Licht auch ein Stimmungsaufheller und fördert das Wohlbefinden. Wenn Licht nicht stimmig ist, spüren das die meisten Menschen, aber nur wenige können sagen, was nicht passt.“ Ihre Emp-fehlung: „Wer keinen Experten zu Rate ziehen will, sollte einmal bewusst darauf achten, bei welcher Gelegenheit er oder sie sich mit welcher Lichtstimmung wohl fühlt. Und auch mal mit verschiedenen Beleuchtungsvarianten oder Lichtfarben experimentieren. Mit Licht ist es ähnlich wie mit Musik – da sind die Geschmäcker ja auch nicht gleich und was wir morgens zum Aufwachen hören, taugt selten zur Entspannung am Abend.“

 

Essen und Arbeiten sind wichtiger als gute Stimmung im Schlafzimmer
Auf die Frage, in welchen Räumen die Befragten bewusst mit Licht umgehen und auf Lichtqualität achten, zeigte sich der pragmatische Ansatz der Deutschen. „In der Küche, über dem Herd und der Arbeitsplatte“, sagten 84% der Frauen und auch 69% der Männer. Im Wohnzimmer ist gutes Licht für 64% der Männer und 58% der Frauen wichtig. Interessant im Geschlechtervergleich ist die Bewertung von gutem Licht im Arbeitszimmer (Männer 63% / Frauen 57%) und im Badezimmer (Männer 53% / Frauen 64%). Gleichauf liegen die Geschlechter wenn es um die Lichtbedeutung über dem Esstisch (56% achten auf gutes Licht) und im Flur oder Eingangsbereich (29%) geht. Gutes und damit angenehmes Licht im Schlafzimmer ist bei beiden Geschlechtern eher Nebensache – nur 15% (Männer 13% / Frauen 17%) achten hier auf gute Beleuchtung.

 

*Die von Philips beauftragte Studie wurde zwischen dem 9. und 24. Februar 2011 von forsa per Telefon durchgeführt. Befragt wurden 1.000 in deutschsprachigen Haushalten in Deutschland lebende Personen ab 18 Jahren. Die Studie wurde so gewichtet, dass sie das Verhältnis nach Region, Alter und Geschlecht in Deutschland widerspiegelt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten in der Gesamtstichprobe.

Download Sonderauswertung Philips Studie

Experten verschiedener Disziplinen präsentierten und diskutierten über aktuelle Trends und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Wohnen und Licht

v.l.: Prof. Roland Greule, Emine Cekirge (Moderation), Prof. Iska Schönfeld, Tobias Link und Prof. Rudolf Schricker

Experten des Philips Trend Panels

v.l.: Prof. Roland Greule, Emine Cekirge (Moderation), Prof. Iska Schönfeld, Tobias Link und Prof. Rudolf Schricker

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Über Royal Philips Electronics

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist ein Unternehmen mit einem vielfältigen Angebot an Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen zu verbessern. Als weltweit führender Anbieter in den Bereichen Healthcare, Lifestyle und Lighting integriert Philips – im Einklang mit dem Markenversprechen "sense and simplicity" – Technologien und Design-Trends in neue Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind und auf umfangreicher Marktforschung basieren. Philips beschäftigt in mehr als 60 Ländern weltweit etwa 119.000 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 25,4 Milliarden Euro im Jahr 2010 ist das Unternehmen marktführend in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin und bei der Gesundheitsversorgung zuhause ebenso wie bei energieeffizienten und innovativen Lichtlösungen sowie Lifestyle-Produkten für das persönliche Wohlbefinden. Außerdem ist Philips führender Anbieter von Flat-TVs, Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer, tragbaren Unterhaltungs- sowie Zahnpflegeprodukten. Philips erzielte 2009 in Deutschland einen Umsatz von knapp 3,4 Milliarden Euro und beschäftigt hier 6.900 Mitarbeiter.


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