UN-Klimakonferenz COP21 - Philips ruft Unternehmen zum ambitionierten Klimaschutz auf

Dezember 15, 2015

Bis zum Jahr 2020 will Philips klimaneutral sein. Das gab das Unternehmen auf der jüngsten Weltklimakonferenz COP21 in Paris bekannt. Gleichzeitig richtete das Unternehmen den dringenden Appell an weltweit führende Unternehmen, sich ehrgeizigere Energieeffizienzziele zu setzen, um den Kohlendioxidausstoß zu begrenzen und einen „katastrophalen“ Klimawandel abzuwenden. Um seinen Beitrag dazu zu leisten, verpflichtete sich Philips, in dem genannten Zeitraum die eigene CO2-Bilanz auf null zu verringern. Diese Ankündigung machte Eric Rondolat, CEO von Philips Lighting, während der UN-Klimakonferenz am COP21 Energy Day.

 

Philips geht davon aus, dass man seine Kohlendioxidbilanz in dem Zeitraum von 2007 bis zum Jahresende 2015 um 40 Prozent verbessern wird. Die Bemühungen zur Emissionssenkung sollen jedoch weiter verstärkt und beschleunigt werden, um in den kommenden fünf Jahren das angestrebte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Dabei verfolgt das Unternehmen einen mehrgleisigen Ansatz beim Energieverbrauch. Das bedeutet konkret, Philips will den Energieverbrauch in den eigenen Betrieben verringern, indem die Energienutzung reduziert, Logistikprozesse optimiert und die Zahl von Geschäftsreisen minimiert werden.

 

Eine bereits in diese Richtung ergriffene Maßnahme ist die Teilnahme von Philips am RE100 Program, einer gemeinschaftlichen Initiative einflussreicher Unternehmen, die sich zur hundertprozentigen Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen verpflichtet haben. Philips hat bereits seinen Anteil beim Einsatz erneuerbarer Energien innerhalb von sechs Jahren, im Zeitraum von 2008 bis 2014, von acht auf 55 Prozent erhöht.

 

„So, wie die Dinge derzeit stehen“, stellte Eric Rondolat fest, „müssen wir in puncto Klimawandel abrechnen und erkennen, dass sich alle Bemühungen weltweit als unzureichend erwiesen haben, um einen möglicherweise katastrophalen globalen Temperaturanstieg zu verhindern. Ambitionierte Ziele sind weltweit dringend nötig, um die Energieeffizienz insgesamt deutlich zu erhöhen. Es wäre bereits viel getan, wenn LED-Beleuchtung schneller angenommen und die beschleunigte Renovierung bestehender städtischer Infrastrukturen sowie eine stärkere Nutzung von solarbetriebenen LED-Leuchten vorangetrieben würden.“

 

Studien zufolge wird bei den Intended Nationally Determined Contributions (INDCs), den geplanten Beiträgen zur Verminderung von Treibhausgasen, von den an der COP21 teilnehmenden Ländern, eine globale Erwärmung in der Größenordnung von zwischen 2,7 und vier Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts vorausgesagt. Das ist gegenüber dem Szenario ohne emissionswirksame Maßnahmen mit einem Anstieg von 6,5 Grad zwar eine Verbesserung, doch liegt diese Annahme weit unter dem weltweit vereinbarten Ziel von zwei Grad. Laut den Forschungsergebnissen könnte die Welt den Prozentsatz, um den sich die Energieeffizienz jährlich verbessert, durch den Einsatz bereits erhältlicher nachhaltiger Technologien jedoch verdoppeln. Auf diese Weise ließen sich die erforderlichen Emissionssenkungen für das geforderte Ziel halbieren.

 

Eric Rondolat unterstrich die Bedeutung der Beleuchtungsbranche bei der Verbesserung der Energieeffizienz, da sie 19 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs ausmacht. Philips ist mit der Entwicklung vernetzter LED-Beleuchtungssysteme einen Schritt weiter gegangen: Damit ist eine fernbedienbare Beleuchtungsverwaltung sowie die bedarfsgerechte Beleuchtungssteuerung möglich. So können Energieeinsparungen von bis zu 8o Prozent erreicht werden. Das Unternehmen hat seit 2011 weltweit über 260 Projekte mit vernetzten Straßenbeleuchtung verwirklicht, sei es in malerischen Städtchen Italiens oder in Metropolen wie Los Angeles.

 

Rondolat betonte, dass auf dem Beleuchtungssektor enorme Fortschritte erzielt werden. Selbst wenn die globalen Trends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und die wachsende Mittelschicht bis zum Jahr 2030 zu einem Anstieg der Beleuchtungspunkte um 35 Prozent führen, könnten umfangreiche Verbesserungen bei LED- und vernetzter Beleuchtung einen Beitrag dazu leisten, dass CO2-Emissionen stärker als vorhergesagt reduziert werden. Durch den Umstieg auf LED-Beleuchtung können bis 2030 Energieeinsparungen von bis zu 53 Prozent gegenüber dem Szenario ohne emissionswirksame Maßnahmen erzielt werden.

 

Nach Rondolats Meinung führen neue Geschäftsmodelle, Finanzierungsoptionen, Anreize und eine Umstellung auf Kreislaufdienstleistungsmodelle zu kürzeren Erneuerungszyklen. Er fügte jedoch hinzu, dass staatliche Regulierungsbehörden bereit sein müssten, hohe, aber erreichbare Energiestandards festzulegen, um eine schnellere Akzeptanz zu fördern.

Straßenbeleuchtung Los Angeles, USA

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Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA), mit Hauptsitz in den Niederlanden, ist ein Unternehmen, das auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. Im Fokus steht die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting. Philips beschäftigt etwa 106.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2014 einen Umsatz von 21,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört zu den Marktführern in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin, Gesundheitsversorgung für zuhause sowie energieeffizienten Lichtlösungen und neuen Lichtanwendungen. Außerdem ist Philips einer der führenden Anbieter im Bereich Mundhygiene sowie bei Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de 

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