Harte, grüne Zahlen: Arbeitskultur und Geschäftsmodelle werden wichtiger


Philips veröffentlicht den Nachhaltigkeitsreport 2012

Februar 25, 2013

Seit bereits fünf Jahren und als eines der ersten großen Technologieunternehmen verknüpft Philips im jährlichen Geschäftsbericht Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Als Konsequenz werden die Zahlen zur Erfolgsmessung des Nachhaltigkeitsprogramms nach den gleichen strengen Standards geprüft werden wie die betriebswirtschaftlichen Zahlen. Und bereits zum dritten Mal sind auch Bonuszahlungen an diese „harten“ Nachhaltigkeitszahlen geknüpft. Dabei tragen auch solche Maßnahmen zur Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele bei, die man allgemeinhin nicht unbedingt damit in Verbindung bringt. Dazu gehören zum Beispiel innovative Geschäftsmodelle und eine moderne Arbeitskultur.

Die Nachhaltigkeitsziele für ökologische Parameter wie Energieeffizienz und CO2-Emmissionen, die oft für industrieweite Vergleiche herangezogenen werden, lauten:

  • Steigerung der Energieeffizienz aller auf dem Markt abgesetzten Produkte um 50% bis 2015 und im Vergleich zu 2009
  • Reduzierung der CO2-Emissionen um 25% bis 2012 und im Vergleich zu 2007
  • Verdopplung der Wiederverwendung von recycelten Materialien und Verdopplung der Sammlung von Altmaterialien zur Wiederaufbereitung bis 2015 und im Vergleich zu 2010

 

Grüne Geschäftsmodelle
Innovative, nachhaltige Geschäftsmodelle können sowohl zur Schließung der Materialkreisläufe als auch zur schnelleren Verbreitung energieeffizienter Technologien beitragen. 

Die Entwicklung ultraenergieeffizienter Lösungen allein hat keinen Effekt auf die Umweltbilanz eines Unternehmens. Solche Technologien müssen auch großflächig Verbreitung finden. Bei investitionsintensiven Gütern wie der LED-Straßenbeleuchtung stellt dies aufgrund der mitunter schwierigen Finanzlage der kommunalen Kassen eine besondere Herausforderung dar. „Grüne Geschäftsmodelle“ - allen voran das Energie-Performance-Contracting – können die Anschaffung dieser Technologien erleichtern: Auf Basis eines langfristigen Vertrages übernimmt Philips die Anschaffungskosten der LED-Straßenbeleuchtung und finanziert diese über die Stromeinsparungen in den Folgejahren. Andere Geschäftsmodelle wie Pay-Per-Lux (Betreibermodell) ermöglichen es Philips als Eigentümer einer Lichtanlage auch die Rückführung dieser in den Materialkreislauf zu 100% kontrollieren zu können.

 

Reduzierung der CO2-Emissionen 

In 2012 wurde das Ziel der EcoVision erreicht, zwischen 2007 und 2012 den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid um 25% zu verringern (Annual Report 2012: Seite 61). Allein gegenüber 2011 konnten die CO2-Emissionen um 9% verringert werden (Annual Report 2012: Seite 193). In den folgenden Jahren wird eine jährliche Reduktion von 5% angestrebt.

  • Logistik (Warentransport): Der Transport von Waren über den Luftweg verursacht über 30-mal so viel CO2 pro Reisekilometer wie der Schiffstransport. Philips stellt daher überall dort auf Seeweg um, wo es möglich ist. Auch die effizientere Nutzung von Containern spielt eine Rolle.
  • Industrielle Anlagen (Produktionsanlagen, Werke): Der Anteil von Ökostrom am Energieverbrauch konnte auf 47% erhöht werden. In einigen Modellprojekten setzt Philips auf die autarke, regenerative Stromgewinnung: So zum Beispiel die 2-Megawatt Windkraftanlage für den Standort Philips Lightolier in Fall Rivers, USA. Diese Anlage erzeugt 70% der dort benötigten Energie.
  • Nichtindustrielle Anlagen (z.B. Büros): Das Programm „Work-Place Innovation“ fördert eine moderne Arbeitskultur und ermöglicht u.a. das Arbeiten von Zuhause (Home-Office), was wiederum die laufenden CO2-Emissionen von Büroflächen verringert. Auch in den nichtindustriellen Anlagen konnte der Anteil von Ökostrom erhöht werden.
  • Geschäftsreisen: Auch hier leisten eine moderne Arbeitskultur und moderne Kommunikationsmittel einen wesentlichen Beitrag. Telefon- und Videokonferenzen, sowie das Video-Streaming interner Town-Meetings und der Austausch unter Mitarbeitern via firmeninternes soziales Netzwerk haben die Notwendigkeit von Geschäftsreisen verringert. Innerhalb eines Jahres konnten die Flugreisen um 24% reduziert werden. Seit vielen Jahren verfolgt Philips zudem eine grüne Flottenpolitik für verbrauchsärmere Geschäftsautos. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die CO2-Emissionen um 9%. Eine Reihe von Modellprojekten zum CO2-effizienten innerstädtischen Transport fördert auch hier das Umdenken in der Unternehmenskultur: Dazu gehören z.B. die beiden E-Cars für die österreichischen Standorte Wien und Klagenfurt.

 

Schließung der Materialkreisläufe

Die Verwendung recycelter Materialien (vor allem von Metallen und Kunststoffen) konnte im Vergleich zum Vorjahr von 10.000 Tonnen auf 12.000 Tonnen gesteigert werden. Im Vergleich zu 2010 konnten mit 5.500 Tonnen sogar 60% mehr Materialien wiederverwendet werden.

  • Haushaltselektronik: Erfahrung aus der Entwicklung von Cradle-to-Cradle inspirierten Produkte (z.B. die u.a. aus CDs und DVDs hergestellte Kaffeemaschine SENSEO® Viva Café Eco oder die Staubsauger-Reihe Performer EnergyCare) wird auf weitere Produktkategorien übertragen: Allein die Verwendung recycelter Kunststoffe für die Plastikverkleidung von Staubsaugern wird bis 2013 zur Wiederverwendung von 300 Tonnen recycelter Kunststoffe führen.
  • Wiederverwendung wertiger Komponenten in der Medizintechnik: Wiederverwertungsgrad bei Röntgenstrahlern erreicht im Hamburger Werk für Retouren und Recycling rund 70%. 
  • Investitions- und Materialintensive Medizintechnikgeräte: Philips ist der einzige Hersteller, der MRT-Geräte nicht nur aufarbeitet (refurbished systems), sondern auch in Neusystemen einen recycelten Magneten einsetzt. Der Magnet selbst ist das mit Abstand rohstoffintensivste Bauteil.
  • Modular aufgebaute Straßenleuchten reduzieren den Materialeinsatz bei einer Aufrüstung von Bestandsanlagen: Nur noch das eingesetzte LED-Modul (das Leuchtmittel) und der Treiber werden ausgetauscht. Auch die längere Lebensdauer von LEDs trägt zur Ressourcenschonung bei: Der Materialaufwand für die sonst anfallenden Ersatzlampen entfällt.
  • Bereits 2012 wurden 78% der Materialien aller Philips Lichtprodukte in den Recyclingkreislauf zurückgeführt (Annual Report 2012: Seite 80).

 

Energieeffizienz der verkauften Produkte um 50% steigern

Licht ist für 19% des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich. Und unter allen von Philips im Markt befindlichen Produkten, sind Lichtlösungen sogar für 97% des absoluten Stromverbrauchs verantwortlich (Annual Report 2012: Seite 59). Auf der anderen Seite sind LEDs um bis zu 80% energieeffizienter als herkömmliche Lichttechnologien. Das bedeutet, wenn der Anteil von LED-Verkäufen am Gesamtumsatz mit Lichttechnologien erheblich steigt, verringert das die durchschnittliche Energiebilanz aller von Philips im Markt befindlichen Produkte deutlich. Insgesamt hat sich die Energiebilanz der Philips Produkte im Vergleich zum Vorjahr um 7%, und im Vergleich zu 2010 um 12% verbessert.

  • In 2012 hat das Unternehmen mit LED-Lösungen ein Wachstum von 43% gegenüber dem Vorjahr erreicht. Damit trugen LED-Lösungen bereits zu 25% des Lichtumsatzes und wesentlich zur Steigerung der Energieeffizienz des Gesamtportfolios bei.  
  • Große Medizintechnikanlagen sind besonders Energieintensiv. Der Tagesbetrieb eines MRT-Geräts entspricht in etwa dem monatlichen Stromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushalt (250 kWh). Der volldigitale MRT Ingenia verbraucht etwa ein Viertel weniger Strom als der Marktdurchschnitt und wurde vom neutralen Industrieverband COCIR als führend in Sachen Energieeffizienz ermittelt.

 

Auszeichnungen

Zahlreiche unabhängige Organisationen haben Philips Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt ausgezeichnet. Hervorgehoben werden in der Regel die große Transparenz im Nachhaltigkeitsreporting und die frühe Verknüpfung von geschäftlichen und ökologischen Zielen. Erst vor kurzem wurde Philips in dem globalen Nachhaltigkeitsindex von Corporate Knights als einziges Technologieunternehmen in den Top10 verortet. Dieses Ranking wird von Analysten und Investoren wegen seiner Unabhängigkeit und breiten Datenbasis besonders beachtet.

 

Den vollständigen Nachhaltigkeits-Report inklusive aller sozialen, ethischen und ökologischen Parameter finden Sie hier: www.annualreport2012.philips.com 

LED Lampen

Auf Seiten der Verbraucher machen Lichtlösungen unter allen Philips Produkten 97% des Stromverbrauchs aus. LED-Lampen sind um bis zu 80% energieeffizienter als herkömmliche Leuchtmittel, haben also einen großen Anteil an der Verbesserung der Energiebilanz des Gesamtportfolios.

Philips MRT

 Der Tagesbetrieb eines MRT-Geräts entspricht in etwa dem monatlichen Stromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushalt (250kWh). Der volldigitale MRT Ingenia 1.5T verbraucht etwa ein Viertel weniger Strom als der Marktdurchschnitt.

Philips Staubsauger

 Da recycelte Kunststoffe derzeit meist grau oder schwarz sind, werden sie vor allem für interne Bauteile verwendet. Die Kunststoffteile des Staubsaugers Philips Performer Eco bestehen aus mindestens 50% recyceltem Material oder Biokunststoffen. Letztere bieten mehr Farb-Freiheit.

Infographik nachhaltige Innovationen

 

Weitere Informationen für Journalisten:

Philipp T. Hinz

Unternehmenskommunikation
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Email: Philipp.Hinz@philips.com

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Über Philips

Royal Philips Electronics (NYSE: PHG, AEX: PHIA), mit Hauptsitz in den Niederlanden, ist ein
Unternehmen, das auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. Im Fokus steht die
Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen
Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting. Philips beschäftigt etwa 118.000 Mitarbeiter in
mehr als 100 Ländern und erzielte in 2012 einen Umsatz von 24,8 Milliarden Euro. Das
Unternehmen gehört zu den Marktführern in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin,
Gesundheitsversorgung für zuhause sowie energieeffizienten Lichtlösungen. Außerdem ist
Philips einer der führenden Anbieter von Rasierern für Männer, mobilen
Entertainmentprodukten und für die Zahnpflege.

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