Earth Hour: Aufruf zur Dunkelstunde


Licht ausschalten reicht nicht

März 21, 2013

Am Samstag, den 23. März um 20.30 Uhr ist es wieder soweit. Der WWF-Aufruf zur Earth Hour erinnert daran, dass die Umstellung auf energieeffiziente Lichttechnologien eine der großen Herausforderungen im Klimawandel ist. Doch was gibt es Neues in Sachen Lichtwende?

 

  • Millionen ineffiziente Quecksilberdampflampen auf deutschen Straßen könnten praktisch „gratis“ auf effizientere Lichttechnologien umgestellt werden – mittels Energie-Einspar-Contracting.

 

  • Die bereits sehr hohe Einsparung von LED-Technologie kann dank Vernetzung und Digitalisierung um weitere 30% gesteigert werden.

 

  • Das Licht auszuschalten macht auch auf jene aufmerksam, die es gar nicht erst anschalten können: In Afrika leben 600 Millionen Menschen ohne Stromnetz.

 

 

Weltweit entfallen 19% aller elektrischen Energie auf Beleuchtung. In Europa beträgt der Anteil am Gesamtenergieverbrauch rund 14%, in Entwicklungsländern bis zu 86%. Lichtlösungen haben also einen großen Einfluss auf die Umweltbilanz eines Landes, eines Unternehmens oder eines Haushalts.

 

Zu den vielen guten Nachrichten gehört, dass sich die energieeffiziente LED-Technologie im Jahr 2013 auch im privaten Wohnraum durchsetzt. Denn inzwischen gibt es LED-Lampen, die nicht nur genauso schönes Licht machen, sondern auch fast genauso aussehen wie die Glühfadenlampe. Die LED-Lampen sind inzwischen so erschwinglich, dass sie sich allein schon wegen der bis zu 25fachen Lebensdauer rechnen. Hinzu kommt, dass die neue Technologie nur ein Fünftel des Stroms verbraucht. Weil LED auf digitaler Technologie basieren und so funktionieren wie ein Computer, wird man sich schon bald nicht mehr ans „Licht ausschalten“ erinnern müssen. Schon heute kann das Licht von unterwegs ausgeschaltet werden: mit den Smartphone gesteuerten LED-Lampen Hue. Demnächst publiziert Philips die dazugehörige App mit Geofencing. Dann erlischt das Licht Zuhause automatisch, wenn der Letzte die Wohnung verlässt.

 

Gratis auf LED umstellen
Weit mehr noch als die Verbraucher stehen Industrie und Gewerbe im Fokus. Das Umweltbundesamt hat berechnet, dass in Deutschland über 70% des Stroms im professionellen Bereich verbraucht wird. Moderne Beleuchtung hat dabei das drittgrößte Einsparpotential nach Pumpensystemen und Prozesswärme. Mit innovativen Lösungen aus Leuchte und intelligenter Steuerung rechnet sich die Sanierung der alten Anlage oft binnen 2-4 Jahren.

 

Ein drastisches Beispiel ist die Straßenbeleuchtung: Immer noch basieren etwa ein Viertel (Schätzungen variieren zwischen 20% und 33%) der über 9,3 Millionen Lichtpunkte auf Quecksilberdampflampen, die doppelt so viel Energie verbrauchen wie sparsame LEDs. Sie dürfen deshalb ab 2015 in der EU nicht mehr in den Verkehr gebracht werden (Verordnung 245/2009). Es gibt aber kein Grund, nicht schon längst umgestellt zu haben: Denn die Kosten für eine neue LED-Anlage müssen heute kein Hindernis mehr sein. Moderne Finanzierungsmodelle wie die Energieeinsparfinanzierung ermöglichen Kommunen und Städten praktisch kostenlos „umzuschalten“. Philips übernimmt den Kaufpreis und finanziert sich über den Vertragszeitraum aus den jährlichen Stromkosteneinsparungen. In Wien konnten so mehrere Tausend Lichtpunkte ohne große Investitionen ausgetauscht werden.

 

Digitalisierung und Vernetzung für noch mehr Einsparungen

Wenn bereits effiziente Lichttechnik im Einsatz ist, können Vernetzung und digitale Steuerung den Energieeinsatz weiter reduzieren. Mit dem web-basierten Steuerungssystem CityTouch können Städte bei den aufgestellten Straßenlaternen (unabhängig von der zum Einsatz kommenden Technologie) weitere 30-40% Energie sparen. CityTouch vernetzt die Straßenleuchten zu einem Smart Grid, damit die Lichtpunkte nur dann und nur so viel leuchten, wie es nötig ist - abhängig vom Verkehrsaufkommen, den Wetterverhältnissen und urbanen Aktivitäten. Zudem reduziert CityTouch den Wartungs- und Verwaltungsaufwand, denn die Lampen melden sich automatisch, wenn sie nicht mehr funktionieren. Das Entwicklerteam für diese innovative Lösung sitzt übrigens in Aachen. CityTouch kommt schon in vielen internationalen Metropolen zum Einsatz, in London, Rotterdam und Prag. Auch in Deutschland gibt es erste erfolgreiche Projekte: beispielweise die Stadt Rietberg. Sie spart dank CityTouch inklusive der neuen Leuchten insgesamt 50% Strom.  Und dass, obwohl beim Einsatz der neuen Anlage mehr Lichtleistung notwendig wurde: Denn die modernisierte Beleuchtung entspricht nun auch den Auflagen zur Behindertenfreundlichkeit und wertet darüber hinaus das Stadtbild durch Akzentbeleuchtung weiter auf.

 

Vom Stromnet abgeschnitten

Das Licht im Rahmen der Earth Hour auszuschalten, macht auch auf jene aufmerksam, die es gar nicht erst anschalten können. Noch immer gibt es Regionen, die vom Stromnetz komplett abgeschnitten sind. Dort können Menschen nach Sonnenuntergang das Licht nicht einfach anschalten. Allein in Afrika leben etwa 600 Millionen Menschen ohne Strom. Zusammen mit Partnern treibt Philips daher die Entwicklung solarbetriebener Leuchten weiter voran. Und indem Philips in Afrika 100 sogenannte Lichtzentren baut, stellt das Unternehmen vielen Off-Grid Regionen diese Leuchten kostenfrei zur Verfügung.

 

Bildmaterial finden Sie auf der Presseseite der Earth Hour

Weitere Informationen für Journalisten:

Philipp T. Hinz

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Über Philips

Royal Philips Electronics (NYSE: PHG, AEX: PHIA), mit Hauptsitz in den Niederlanden, ist ein
Unternehmen, das auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. Im Fokus steht die
Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen
Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting. Philips beschäftigt etwa 118.000 Mitarbeiter in
mehr als 100 Ländern und erzielte in 2012 einen Umsatz von 24,8 Milliarden Euro. Das
Unternehmen gehört zu den Marktführern in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin,
Gesundheitsversorgung für zuhause sowie energieeffizienten Lichtlösungen. Außerdem ist
Philips einer der führenden Anbieter von Rasierern für Männer, mobilen
Entertainmentprodukten und für die Zahnpflege.

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