Besichtigung der Elbphilharmonie

Bericht: Antonia Glede / Annegret Distel

 

Am 1. Juli 2011 besichtigten 22 VPP-Mitglieder die Großbaustelle der Elbphilharmonie. Nach Erhalt der Sicherheits-Gummistiefel und Helm ging es los.

 

Treffpunkt war vor der großen Eingangshalle. Eine Praktikantin von Hochtief mit beeindruckend feuerrotem Haarschopf, hat die Führung durchgeführt. Der Lärm der gigantischen Baumaschinen machte das Verstehen etwas schwierig und wir gingen in den Innenraum.

 

Seit 2007 wird der ehemalige Kaispeicher A umgebaut in die „Elbphilharmonie“, das neue Wahrzeichen Hamburgs an der Kehrwiederspitze in der neuen Hafencity.

 

Der Entwurf der Architekten Herzog und de Meuron sah vor, den Kaispeicher (der vorher als Lagerhaus für Kakaobohnen genutzt wurde) vollständig zu entkernen, 26 Etagen zu bauen und einen gläsernen Aufbau mit geschwungener Dachform zu errichten.

 

Die Gesamthöhe beträgt 110 Meter.
Die Baufirma Hochtief hat durch Ausschreibung den Zuschlag zur Durchführung des Projekts bekommen.

 

Der ursprünglich angegebene Preis von 77 Mio. € hat sich inzwischen auf knapp 400 € erhöht. Ob dies der Endpreis sein wird, darf bezweifelt werden.

 

Im Eingangsbereich befindet sich eine ca. 80 m lange gebogene Rolltreppe, die das Erdgeschoss mit der sogenannten Plaza verbindet. An den Wänden rechts und links der Rolltreppe sind funkelnde Kristalle zusehen. Diese stammen von den ätherischen Ölen der Kakaobohnen, die hier früher lagerten und sich jetzt daraus entwickelt haben. Außer der Rolltreppe stehen 29 Aufzüge zur Erschließung des Hauses zur Verfügung. Das Parkhaus mit seinen großen Rundungen und den eckigen Stützpfeilern bietet 550 PKW-Stellplätze und ist schon fast fertig.

 

Wir hatten das große Glück mit dem Bau-Fahrstuhl in die 23. Etage zu fahren. Hier befinden sich die großen Luxuswohnungen, teilweise über 3-Ebenen, von 130 bis 300 m². Preis pro m² beläuft sich zwischen 10.000,-- und 20.000,-- €. Der Ausblick über ganz Hamburg bei herrlichem Wetter war überwältigend. Man konnte von der noch nicht verglasten Seite in den großen Konzertsaal schauen, der zurzeit noch wie eine „Bohrinsel“ aussieht, voller Metallstreben, Stützen und Rohren. Man kann sich schwer vorstellen, dass dieses einmal ein Konzertsaal mit 2150 Plätzen sein wird. Inzwischen ist auch eine Orgel für den großen Konzertsaal angefertigt worden. Wann die mal eingebaut werden kann, steht noch in den Sternen. Der aktuelle Fertigstellungstermin wird immer um ein weiteres Jahr verschoben. Jetzt 2015? Das Akustikkonzept stammt von Yasuhisa Toyota, der nach Fertigstellung des Saales noch ca. ein halbes Jahr benötigt, um die Akustik von allen Plätzen sicherzustellen. Ein weiterer Konzertsaal mit 550 Plätzen wird gebaut, der für Kammermusik und andere Musikarten vorgesehen ist.
Vorgesehen ist auch ein Vier-Sterne Plus Hotel mit einem Wellnessbereich, der auch von externen Besuchern genutzt werden kann.

 

Eines der Herzstücke, außer den Konzertsälen, des Hotels, der Wohnungen, wird die PLAZA sein. Hier treffen wir uns nach Fertigstellung (?) der Elbphilharmonie zu Kaffee und Kuchen oder an der Bar (hoffentlich nicht mit Gehwagen!)
Das erste Wahrzeichen Hamburgs ist nach wie vor der „Michel“ und das zweite Wahrzeichen wird die „Elbphilharmonie“ – so Gott will!!!

 

Im Glaspavillon an den Magelanterrassen ist ein Modell des großen Konzertsaales aufgebaut. Sehr sehenswert.