Die Kultur geht auf Reisen

Bericht: Gudrun und Dieter Kalt

 

Kultur trifft auf viel Kultur – Konzert und Kabarett. Wo? In Berlin. Am 6. April 2011 fuhren 18 Pensionäre früh morgens mit dem ICE von Hamburg nach Berlin. Das unbeschwerte Plaudern und Lesen wurde jäh unterbrochen, als der Zug etwa 60 km vor Berlin in einem Waldabschnitt eine Notbremsung vollzog. Grund war ein „Personenschaden“ und Folge die Sperrung der ICE-Strecke Hamburg-Berlin. Letztlich fuhr der Zug nicht weiter und musste „evakuiert“ werden, so der DB-Sprachgebrauch. Mit Unterstützung der herbeigerufenen Feuerwehr verließen wir den Zug über eine Treppe und wanderten mit unserem Gepäck eine gute 1/4 Stunde durch den Wald zur Straße, wo zwischenzeitlich Busse bereit standen, die uns dann zum Berliner Hauptbahnhof brachten.

 

Von dort fuhren wir mit der S-Bahn weiter zum Ostbahnhof, an dem unser Hotel lag. Trotz der mehr als zweistündigen Verzögerung konnten wir im Hotel unser verspätetes Mittagessen noch in Ruhe einnehmen und uns auf den abendlichen Kulturgenuss vorbereiten.

Da der Kartenverkauf für das Konzert limitiert war, konnten nur 8 Pensionäre die Einführung in die Musik (Purcell, Mahler) und das anschließende, total ausverkaufte Konzert der Berliner Philharmoniker unter ihrem Dirigenten Sir Simon Rattle besuchen. Die anderen Pensionäre hatten ihren Spaß im Kabarett ‚Distel’.

 

Danach trafen wir uns alle noch an der Hotelbar und ließen das eindrucksvolle Konzerterlebnis sowie die frechen, teilweise mit scharfem Humor gewürzten, amüsanten kabarettistischen Vorträge noch einmal Revue passieren.

Am nächsten Vormittag fuhren wir mit der S-Bahn zur Museumsinsel und besuchten das Neue Museum.

 

Dort erlebten wir eine sehr lebendige, anschauliche und instruktive Führung mit einer Kunsthistorikerin durch die ägyptische Abteilung mit dem wohl bekanntesten Exponat der Nofretete.

Die Rückfahrt mit dem aus Budapest kommenden EC verlief planmäßig und ohne Zwischenfälle, so dass wir pünktlich in Hamburg eintrafen. Zwei erlebnisreiche Tage gingen zu Ende, die dank der wie immer hervorragenden Planung und Durchführung von Frau Carlsson und Frau Kalt noch lange nachwirken werden.