Wien-Reise vom 22. bis 26. August 2012

Bericht: Werner Massow

Es begann am Terminal 1 am Hamburger Airport, wir stellten uns einander vor, gaben unsere Namen am "check in" bekannt und saßen danach alle im Flieger nach Wien, eine perfekte Vorbereitung von unserer Suse Carlsson.

 

In Wien Schwechat angekommen, ging es mit den Öffentlichen direkt zu unserem Hotel am Westbahnhof. Eine kleine Minderheit, versuchte mit Hilfe von Mobilphon, Navigationsgeräten und weiterem technischen Equipment das Ziel, unser Hotel zu verfehlen. Es half nichts, dank Suses Organisationstalents konnten wir unsere Zimmer aufsuchen und uns auf das abendliche Schnitzelessen freuen.

 

Im Kneipenviertel am Spittelberg war bereits für uns alles reserviert, wir saßen draußen bei sommerlichen Temperaturen an kleinen Vierertischen, die für die bestellten Portionen kaum reichten. Sehr satt und müde kehrten wir in unser Hotel zurück. Einige Unentwegte tranken noch einen Absacker, auf östereichisch "Fluchtachterl" an der Hotelbar.

 

Gutgelaunt traf sich die Reisegruppe am nächsten Morgen beim Hotelfrühstück und dann eroberten wir in einer 3-stündigen Stadtrundfahrt die Donaumetropole per Bus. Mittags bei schönstem Wetter kehrten wir im traditionellen Café / Restaurant Griensteidl ein. Der Nachmittag reichte noch für eine kleine Exkursion rund um den Stephansdom.

Der sonnige Abend lockte zum Heurigen "Hans Maly" nach Grinzing.

Kleine Gruppen unserer Pensionäre schaukelten bei Schrammelmusik, plauderten im Garten bei Hausmannskost und frischem Grünen Veltliner-Wein bis zum letzten Abfahrtstermin der Straßenbahn.

Am nächsten Morgen erwartete uns eine schöne Busfahrt ins Benediktiner Kloster nach Melk. Zur Klosterführung begrüßte uns Barbara und zeigte uns im ersten Teil die Geschichte und Gegenwart des Hauses und im zweiten Teil die größten und schönsten Räume mit dem Marmorsaal und der Bibliothek. Bei strahlendem Sonnenschein wurde uns ein leichtes sommerliches Menü im barocken Garten im Stiftsrestaurant serviert.

 

Erwartungsvoll machten wir uns auf den Weg zur gemütlichen Schifffahrt durch die Wachau. Am Anleger von Melk am Donauufer bestiegen wir die MS Prinz Eugen. Nach dem Ablegen, wo gab es das denn schon einmal, stand zum Abschied winkend unser Busfahrer am Ufer. Wir genossen eine zauberhafte Fahrt auf der Donau an Dürnstein vorbei nach Krems.

Im engen körperlichen Kontakt auf einer durchgeschüttelten, kurvenreichen Fahrt, es war sehr heiß, brachte uns der Kremser-Wachau-Express durch die Gassen von Krems. Dabei waren Gassen und Winkel von Krems, die wir bei den herrschenden Temperaturen zu Fuß nie erreicht hätten.

Schon während der Ausflüge träumte und schwärmte manch einer vom Kaiserschmarren. Umgesetzt haben wir unseren Traum am Abend im Spittelmarkt, in einem Heurigen Restaurant und waren sehr glücklich.

 

Der nächste Vormittag stand zur freien Verfügung, einige besuchten das Leopold Museum mit der Ausstellung des Künstlers Gustav Klimt, einer der wichtigsten europäischen Künstler, andere den Stephansdom, oder den traditionellen Naschmarkt, ein wenig Shopping war auch dabei, und sicher wurde der eine oder andere verlängerte Braune zum Erholen auch getrunken.

Nachmittags war unser Ziel das Schloss Schönbrunn. Zuerst sind wir in kaiserlicher Umgebung durch den Park spaziert, zwischendurch gab es für uns im Cafe Restaurant Residenz, a la carte Sachertorte, Marillentorte und ein Kännchen Braunen.

Es folgte für unsere Gruppe die romantische Führung durch die kaiserlichen Gemächer des Schlosses Schönbrunn, das Flair von Kaiser Franz Josef und seiner Frau Elizabeth umgab uns in den verstaubten Räumen.

 

Danach wurden wir zum Abendessen im Schloss-Restaurant-Residenz zum Tafelspitz gebeten. Das Essen und die Atmosphäre waren ausgezeichnet, jedoch war das anschließende Konzert in der Orangerie ein absoluter Höhepunkt. An einem warmen sommerlichen Abend, im historischen Ambiente präsentierte das Schlossorchester die schönsten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Strauß. Wir hörten Ouvertüren, Arien und Duette aus Mozarts Opern und im zweiten Teil hörten wir Walzer und Polkas und den berühmten Radetzkymarsch vom Johann Strauß ( Vater ). Dargeboten vom Orchester, zwei Opernsängern und ergänzt durch zwei Ballett-Tänzer in historischen Kostümen.

 

Im prächtigen Bau der Spanischen Hofreitschule verbrachten wir den nächsten Vormittag vor unserer Abreise. Wir waren begeistert von der Hohen Schule der klassischen Reitkunst, dem "Ballett" der Lipizzaner und ihrer Bereiter.

Mühelos, schwebend wie auf einem Pferderücken, fuhren wir zum Flughafen Wien-Schwechat und trafen abends glücklich mit vielen Erinnerungen in Hamburg wieder ein.

 

Es war eine wunderschöne Reise, wir waren eine fröhliche Gruppe, die Organisation und Planung waren perfekt, das alles verdanken wir unserer Suse Carlsson - und dafür sagen wir danke.