Frühlingskonzert in der Laeiszhalle

Bericht: Gudrun und Dieter Kalt

 

Wir konnten am Sonntagmorgen einem einzigartigen Konzert lauschen.
Zu hören waren:

 

Ludwig van Beethoven, "Die Weihe des Hauses"

geschrieben zur Wiedereröffnung des Josefstädter Theaters, Wien, 1822.

 

Felix Mendelssohn Bartholdy, "Ein Sommernachtstraum"

Auszüge aus der Bühnenmusik u.a. mit dem Rüpeltanz und dem bekanntesten Stück, dem Hochzeitsmarsch.

 

Die HOG spielte vehement auf. Vor dem geistigen Auge konnten wir die Rüpel tanzen und herumtollen sehen und um später gemessenen Schrittes zum Traualtar zu schreiten. Ein gelungener Frühlingsanfang für die Zuhörer.

Nach der Pause musizierte der "Neuer Chor Hamburg" (43 Sänger) zum ersten Mal mit der HOG zusammen. Zur Aufführung kam das Oratorium "Der Durchzug durchs Rote Meer" von Johann Nepomuk Hummel.

Hummels Oratorium lässt sich mit Joseph Haydns "Die Schöpfung" vergleichen, eine Komposition, die er selbst 1804 in Eisenstadt geleitet hatte, aber auch mit thematisch ähnlich gelagerten Werken wie Georg Friedrich Händels "Israel in Egypt" und Carl Philipp Emanuel Bachs "Die Israeliten in der Wüste". Das ca. einstündige Werk Hummels ist eher eine szenische Kantate, wobei der Autor der Textvorlage unbekannt ist.

 

Die stimmliche Präsenz der fünf Solisten (Hanna Zumsande, Marlen Korf, Sopran, Joachim Duske, Tenor, Andreas Heinemeyer, Ronaldo Steiner, Bariton) einschließlich des Chores überzeugten uns alle, was aus der kurzen andächtigen Stille nach dem letzten Ton ersichtlich war, ehe der Beifallssturm losbrach.

Als Schmankerl gab es noch eine Zugabe, den Chor der Landleute aus "Die verkaufte Braut". Es war ein schönes, hörenswertes Konzert an diesem Sonntagmorgen!