Geesthang-Höhenweg

Bericht: Waltraud und Hagen Schramm

 

Am 6. Oktober 2011 trafen sich 14 Wanderlustige und ein Hund um 10:15 Uhr auf dem neuen Bussteig am Bergedorfer Bahnhof. Mit dem 12er-Bus ging es in Richtung Geesthacht bis Escheburg. Die Fahrt dauerte nur 18 Minuten. Jetzt hieß es, auf dem Geesthang-Höhenweg in ca. 3 Stunden nach Bergedorf zurückzuwandern. Trotz angesagter Regenwahrscheinlichkeit von 95% hatten wir trockenes Wanderwetter; zumindest bis 13:00 Uhr.
Gleich zu Beginn musste der erste kräftige Anstieg gemeistert werden. Es ging vorbei an Türki-schem Baumhasel, einer besonderen Haselnussart. Frisch heruntergefallene Äpfel lockten zum Mitnehmen für unterwegs. Im ständigen Auf und Ab folgten wir dem sehr gut gekennzeichneten Wanderweg von Escheburg über Börnsen nach Bergedorf.

Unsere Wanderstrecke gehört zum Wanderweg Nr. 30, der von Bergedorf nach Lauenburg führt und insgesamt 37 km umfasst. Übrigens wollen wir im nächsten Wanderjahr das Teilstück zwi-schen Tesperhude Strand und Lauenburg erwandern!
Der Wanderweg war streckenweise dicht mit Bucheckern übersät. Das war bei den steilen Auf- und Abstiegen nicht ganz unproblematisch, da man leicht hätte ausrutschen können.

Diese Passagen wurden von den erfahrenen VPP-Wanderprofis ohne Schwierigkeiten gemeistert.

 

Wir bestaunten die Dallbek-Schlucht mit ihrem tiefen Einschnitt in das holstein-lauenburgische Geestplateau. Bei einem Waldspielplatz nutzten wir die Bänke für eine Erholungspause. Zwischen Börnsen und Bergedorf wanderten wir auf einem Natur- und Geschichtspfad, wo wir durch Hinweisschilder auf geologische, botanische und geschichtliche Besonderheiten hingewie-sen wurden.

Imposant sind die Reste des historischen Grenzwalls zwischen Hamburg (H) und Preußen(P). Auf einem preußischen Grenzstein von 1880 waren diese Initialen noch gut erhalten.

 

Auch ein alter Grenzbaum - eine dicke dreiteilige Eiche -, ein ehemaliger Zollgraben und ein Hügelgrab wurden gesichtet. Kurz vor Erreichen der Bergedorfer Sternwarte ging es auf einer recht steil zur B5 abfallenden Strecke durch den reinsten Urwald. Solch eine Naturlandschaft erwartet man nicht vor den Toren Hamburgs. Von der Sternwarte, deren Gebäude zwischen 1906 und 1912 auf dem Gojenberg errichtet wurden, war leider nicht allzu viel zu sehen, da hier gera-de renoviert wird.

Gegen 13:00 Uhr machten wir noch einmal Halt, um auf die nun folgenden Kunstobjekte aufmerksam zu machen. Bei dieser „Kristallformation“ von Roland Meyer wurden wir wie aus heiterem Himmel von einem kräftigen Wolkenbruch überrascht.

 

Nach 10 Minuten konnten wir unseren Weg entlang der Schulenbrooksbek fortsetzen. Vorbei an der Rückseite des Bergedorfer Rathauses, einer ehemaligen Villa, gelangten wir durch die Fuß-gängerzone zu unserem Wanderziel, dem BLOCK HOUSE am Sachsentor. Dieser ehemalige „Gasthof Stadt Hamburg“, mit reichem Schnitzwerk aus dem 16. Jh. versehen, ist Hamburgs ältester Gasthof.

 

Für uns als Wanderführer war es die 20. Wanderung seit unserem Einstieg im Jahr 2002. Durch diese VPP-Aktivität haben wir von Hamburg und seiner Umgebung sehr viel Neues für uns ent-decken können.