Rustikaler Hafentörn

Bericht: Uwe Lüdemann

 

Am 11. August trafen sich 26 VPP-Mitglieder, um eine Zeitreise durch den

Hamburger Hafen mit zu erleben.

Pünktlich um 10:45 Uhr wurden wir von der Tourmanagerin Maike Brunk am „Alten Elbtunnel“ freundlich empfangen. Die „Reise“ sollte insgesamt 3,5 Std. dauern.

 

Los ging es mit dem Abstieg/Abfahrt in den 24 Meter unter der Elbe liegenden

„Alten Elbtunnel“.

---Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung im Hafenbereich wurde im Jahre 1901 ein Planungsauftrag an die Firma Philipp Holzmann gegeben. In 1907 konnte der erste Spatenstich erfolgen. Vier Jahre später, im September 1911, fand die Eröffnung unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Demzufolge findet in diesem Jahr die „Hundertjahrfeier“ statt. ---
Nachdem wir den Abstieg erfolgreich gemeistert hatten, begaben wir uns auf einen 426,5 Meter langen Fußmarsch durch eine der 6 Meter breiten, gekacheltenTunnelröhren, um in Steinwerder wieder das Tageslicht zu erreichen.

Nach ein paar Metern hatten wir die Aussichtsplattform am Elbstrom erreicht und genossen die Aussicht auf das Hafen- und Stadtpanorama. Leider spielte das Wetter nicht mit und ein leichter Nieselregen lies die schöne Aussicht in ein tristes Grau versinken. Schnell machten wir uns wieder auf den Rückweg, um nach nochmaliger Unterquerung der Elbe die Landungsbrücken zu erreichen.

 

Hier bestiegen wir die Barkasse „Ballinstadt“ und schipperten zunächst an den großen Schwimmdocks von Blohm und Voss vorbei und passierten das Container-Terminal „Toller Ort“. Durch die Ellerholzschleuse ging es weiter zum Spreehafen, wo heute Hausboote und kleine Gewerbebetriebe ansässig sind. Nächster Anlegepunkt war der neue Anleger „Ballinstadt“ im Müggenburger Zollhafen. Über den Seehafen gelangten wir in den Hansahafen und bestaunten die historischen Kaianlagen mit den Kränen und Kähnen des Hafenmuseums. Weiter entlang der 50er Schuppen passierten wir am Hansahöft die gigantischen Schwimmkräne der HHLA.

 

Wir erreichten die Norderelbe und hatten einen tollen Ausblick auf die Hafencity mit der dominierenden „Elbphilharmonie“. Nach Umrundung der Baustelle kamen wir in den Sandtorhafen, auch Traditionsschiffhafen genannt.

 

Über den Zollkanal gelangten wir zu unserem maritimen Endpunkt, dem Anleger „Speicherstadt“.

 

Kurze Erklärung durch unsere Reiseleiterin Maike und wir starteten unseren Rundgang durch die Speicherstadt und Hafen-City.

Die hundertjährige, denkmalgeschützte Speicherstadt ist eine der Hauptattraktionen der Hamburger Sehenswürdigkeiten. Es ist der weltgrößte, zusammenhängende Lagerhauskomplex. Hier lagern hochwertige Güter, wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Tabak, Computer und das größte Orientteppichlager der Welt. Ebenfalls befindet sich hier das „Miniatur-Wunderland“ mit der weltweit größten Modellbahnanlage.

Eine Attraktion für alle Altersstufen!

 

Wir erreichten die „Hafen-City“ und bestaunten ganz im Gegensatz zur Speicherstadt „modernste Architektur“. Es ist das zurzeit größte innerstädtische Entwicklungsprojekt Europas. Wie wir feststellen konnten, hat sich die Infrastruktur nach anfänglichen Problemen stark verbessert. Es gibt eine cityeigene Schule mit Pausenfläche auf dem Gebäudedach, Einzelhandelsgeschäfte, Bäckereien, Eisdielen u.v.m. Daneben die modernen Bürokomplexe, Banken, Versicherungen sowie das Kreuzfahrt-Terminal, die Magellan- und Marco-Polo-Terrassen, der Traditionsschiffhafen und das zukünftige Aushängeschild Hamburgs, die „ELBPHILHARMONIE“.

 

….und dann kommt ja auch noch die neue U-Bahnlinie, die die Hafen-City mit der Innenstadt verbindet.

 

Es war eine sehr informative „Zeitreise“ durch das Hamburger Hafengebiet.

 

Vielen Dank an Frau Distel und Maike Brunk!