Steuerliche Betrachtung

Hinsichtlich der Besteuerung der Beiträge hat ein Mitglied folgende Möglichkeiten:

 

1.  Steuerbefreiung durch Entgeltumwandlung nach § 3 Nr. 63 EStG

Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung sind steuer- und sozialabgabenfrei. Dadurch unterliegt die Rentenleistung der nachgelagerten Versteuerung. Erst wenn diese Grenze ausgeschöpft ist, kommen andere Steuervergünstigungen zum Tragen.

Der Arbeitnehmer hat bei unterjährigem Arbeitgeberwechsel (auch innerhalb Philips) die Möglichkeit § 3 Nr. 63 mehrfach voll auszunutzen.

 
2.  Pauschalversteuerung
Mitglieder der Pensionskasse, die bis zum 31.12.2004 erstmals eine Entgeltumwandlungsvereinbarung mit ihrem Arbeitgeber abgeschlossen haben/hatten sog. Altzusagen, können zusätzlich zu den Förderbeiträgen aus 1. einen Betrag von bis zu 
1.752,- € pro Jahr mit einem Steuersatz von 20 % versteuern.
 
Die Rentenleistung ist nur mit ihrem Ertragsanteil zu versteuern. Der jeweilige Ertragsanteil ist vom Alter des Rentenempfängers bei Rentenbeginn abhängig. Die zusätzliche Steuerfreiheit (vgl. 3.) kann nicht genutzt werden.
 
3.  Zusätzliche Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 63 EStG
Mitglieder der Pensionskasse, die ab dem 01.01.2005 erstmals eine Entgeltumwandlungsvereinbarung mit ihrem Arbeitgeber abgeschlossen haben (sog. Neuzusagen) können zusätzlich zu den Förderbeiträgen aus 1. einen Betrag von bis zu 1.800 € pro Jahr ebenfalls steuerfrei (aber sozialabgabenpflichtig) einbringen. Die Pauschalversteuerung (vgl. 2.) kann nicht genutzt werden.
 
Die Rentenleistung unterliegt der nachgelagerten Versteuerung.
 
4.  Individuelle Versteuerung ("Riester-Rente")
Die staatliche Förderung (sog. “Riester-Rente”) setzt voraus, dass der Arbeitnehmer seinen Beitrag aus individuell versteuertem Entgelt leistet.
 
Auf Antrag wird eine vom Familienstand und der Zahl der Kinder abhängige Zulage gewährt, die im Zusammenhang mit der individuellen Steuererklärung seitens des Finanzamtes gegen die Vorteile des Sonderausgabenabzugs verglichen wird. Die für den Steuerpflichtigen günstigere Lösung wird durchgeführt.
 
Die Rentenleistungen unterliegen der vollen nachgelagerten Besteuerung sowie der Sozialabgabenpflicht.