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Grundlagen des Stillens:

Überlebenstipps für junge Mütter

Seien wir ehrlich – beim Thema Stillen wird es Ihnen nie an guten Ratschlägen mangeln. Dieser Leitfaden soll Ihnen die wesentlichen Grundlagen näher bringen, sodass Sie sich zu einer selbstbewussten stillenden Mutter entwickeln, die ihren eigenen Weg findet.

Bequeme Positionen


Alle Tipps, die Sie von Ihrer Hebamme erhalten haben, scheinen sich in Luft aufzulösen, wenn Sie beim Stillen plötzlich allein auf sich gestellt sind. Wir zeigen Ihnen hier die beliebtesten Positionen in der Übersicht:

Wiegegriff
Halten Sie Ihr Baby so in Ihrer Armbeuge, dass der Kopf und der Körper zu Ihnen gerichtet sind. Manchmal finden es Mütter angenehmer, ein Kissen unter ihr Baby zu legen.

Rückengriff
Setzen Sie sich auf, "klemmen" Sie Ihr Baby unter den Arm, wobei die Füße zu Ihrem Rücken zeigen, und stützen Sie den Kopf mit einer Hand.

Seitenlage
Diese Position eignet sich besonders für Mütter mit Kaiserschnitt, da das Gewicht des Babys dabei nicht auf dem Bauch liegt. Legen Sie sich seitlich neben Ihr Baby, das Ihnen zugewandt ist.


Anlegen
Die richtige Methode zum Anlegen des Babys kann sich anfühlen wie der Schlüssel zum Still-Universum. Hier sind einige Tipps, die Ihnen den Anfang erleichtern:

 

  • Bieten Sie die gesamte Brust, statt nur der Brustwarze an.
  • Heben Sie Ihr Baby an die Brust heran, statt sich zu Ihrem Baby zu beugen.
  • Wenn Ihr Baby richtig anliegt, sollten Sie die Brustwarze und einen Großteil des Brustwarzenhofes nicht mehr sehen können.
  • Sehen und hören Sie, wie Ihr Baby schluckt und zwischen jedem Schluck eine kleine Pause einlegt.
  • Anfangs kann es etwas ziehen, das Trinken sollte jedoch schmerzfrei sein.
 

Wenn Sie fühlen, hören oder sehen, dass Ihr Baby nicht richtig anliegt, führen Sie Ihren Finger vorsichtig in den Mundwinkel des Babys, und lösen Sie den Mund von der Brust, wenn sich dieser öffnet. Wenn Sie dies von Anfang an tun, können wunde Brustwarzen vermieden werden.

 

Der Milchspendereflex
Der Milchspendereflex ist ein wahres Wunder der Natur. Durch das Saugen an der Brust löst Ihr Baby die Ausschüttung des Hormons Oxytocin im Körper aus. Es ist als Glückshormon bekannt, sorgt jedoch auch dafür, dass die Milchdrüsen sich zusammenziehen und Milch ausgeben. Viele Frauen nehmen dies als leicht ziehendes Gefühl in der Brust wahr oder bemerken, dass ihr Baby das Saugen verlangsamt.

Wie häufig sollte ich mein Baby füttern?


Am besten stillen Sie Ihr Baby, wann immer es danach verlangt, um eine gesunde Milchmenge aufrechtzuerhalten und den Bedürfnissen Ihres Babys gerecht zu werden. Durchschnittlich trinken Babys in den ersten paar Monaten 8 bis 12 Mal täglich, einige jedoch häufiger, andere nur 6 Mal am Tag.*

Sobald sich ein Rhythmus eingespielt hat, nehmen Häufigkeit und Länge meistens ab. Im Laufe der Zeit werden Sie beide routinierter, und Ihr Kleines kann bei einer einzelnen Sitzung mehr Milch zu sich nehmen. Eine kleine Vorwarnung: Wundern Sie sich nicht, wenn sich der Rhythmus plötzlich ändert. Gehen Sie im Gegenteil sogar davon aus! Wachstumsschübe, Trennungsängste, Zahnen oder eine einfache Änderung der Gewohnheiten können alles Gründe dafür sein, dass Ihr Baby mehr oder weniger als normal trinkt.

Ist es wichtig, welche Brust ich anbiete?


In der Welt des Stillens gilt: Doppelt hält besser. Genau wie häufiges Stillen führt das Anbieten beider Seiten ebenfalls zu einer vermehrten und stabileren Milchbildung. Außerdem haben Sie so immer eine Reserve parat, sollten bei einer Brust Probleme auftreten. Am besten Sie machen sich Notizen beim Stillen und bieten bei der nächsten Mahlzeit jeweils die andere Brust zuerst an. Lassen Sie Ihr Baby zuerst eine Brust leeren, bevor Sie die zweite Seite anbieten, 9 und sorgen Sie sich nicht zu sehr, wenn Ihr Baby nach nur einer Brust bereits genug hat. Einige Babys benötigen nur eine Brust, andere hingegen trinken regelmäßig von beiden.

Aufstoßen


Beim Aufstoßen kann überschüssige Luft entweichen, die Ihr Baby beim Trinken eingeatmet hat. Einige Mütter lassen Ihr Baby vor dem Wechsel zur zweiten Brust aufstoßen, andere warten bis zum Ende der Mahlzeit. Hier sind einige Tipps, wie Sie vorgehen können:

 

1. Halten Sie Ihr Baby an Ihre Schulter, und reiben Sie sanft den Rücken. Oder:

2. Setzen Sie das Baby so auf Ihren Schoß, dass es leicht nach vorne gebeugt ist. Legen Sie eine Hand als Stütze unter das Kinn, und reiben Sie mit der anderen Hand sanft den Rücken.

Woher weiß ich, ob ich es richtig mache?


Das ist die alles entscheidende Frage beim Stillen. Die Wahrheit ist, dass es beim Stillen mehr als einen richtigen Weg gibt. Es ist außerdem völlig normal, zu glauben, dass Sie den Dreh noch nicht raus haben, selbst wenn Sie alles richtig machen. Diese Anzeichen sprechen dafür, dass Sie sich auf dem richtigen Weg befinden:

 

  • Sie haben keine Schmerzen beim Stillen (es ist normal, wenn die Brust leicht weh tut).
  • Ihr Baby ist aufgeweckt und wächst wie erwartet.
  • Ihr Baby hat regelmäßig nasse Windeln.


Abschließender Hinweis

Scheuen Sie sich nicht, um Rat zu fragen, selbst wenn alles gut zu laufen scheint. Eine Stillberaterin oder Hebamme kann quälende Sorgen ausräumen und Ihnen bei bestimmten Herausforderungen helfen, z. B. dem Anlegen oder der richtigen Position. 

 

Alle Angaben in diesen Artikeln sind nur als allgemeine Informationen zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Beratung. Wenn Sie oder Ihre Familienmitglieder an ernsten oder lang anhaltenden Symptomen oder Krankheiten leiden oder Sie medizinische Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Philips Avent kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die aus der Anwendung der auf dieser Website enthaltenen Informationen entstehen.

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