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Unterschiedliche Stufen der Beikosteinführung

Die Einführung von Beikost ist ein Lernprozess. Babys werden neue Geschmäcker und Beschaffenheiten nur dann annehmen und mögen, wenn sie diese probieren dürfen.

So entwickelt sich Ihr Kind


Basierend auf "Clinical Paediatric Dietetics", 3. Ausgabe, 2007

 

Wenn Ihr Kind mit fester Nahrung vertraut ist, sollten Sie jeden Tag verschiedene Lebensmittel aus vier Lebensmittelgruppen anbieten, damit es alle Nährstoffe erhält. Im Idealfall handelt es sich dabei um ausgewogene Kost, die die ganze Familie zu sich nimmt.

 

Die vier Lebensmittelgruppen sind:

 

  • Stärkehaltige Lebensmittel – Kartoffeln, Reis, Hafer, Nudeln und andere Getreideprodukte
  • Fleisch, Fisch, Eier, streichzartes Nussmus und Hülsenfrüchte, z. B. Linsen oder Hummus
  • Obst und Gemüse
  • Vollmilchjoghurt und Vollfettkäse. Beim Kochen kann auch Vollmilch verwendet werden.

Welche Lebensmittel ab wann?

Stufe 1: 4 bis 6 Monate


Jedes der folgenden Lebensmittel kann als erste Beikost eingeführt werden, die meisten Mütter beginnen jedoch mit Getreide, Wurzelgemüse oder Obst, vermischt mit Muttermilch oder Milchpulver.

 

Alle Gemüsesorten

 

Alle Obstsorten

 

Alle Getreidesorten auf Basis von Reis, Hafer, Weizen und Mais

 

Mageres Fleisch, Geflügel oder Fisch – gut durchgegart

 

Eier – gut durchgegart

 

Linsen, Hummus, Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte

 

Nüsse – gemahlen oder als Nussmus, z. B. gemahlene Mandeln und streichzarte Erdnussbutter

 

Quark und Naturjoghurt

 

Geriebener Käse, mit dem warme Mahlzeiten überbacken werden

 

Konsistenz

 

Starten Sie die ersten Versuche mit einem weichen Püree. Gehen Sie dann zu dickflüssigeren Pürees oder Breien über, sobald Ihr Baby das Essen gut vom Löffel nimmt.

 

Zu erlernende Fähigkeiten:

 

  • Mahlzeiten vom Löffel aufnehmen
  • Mahlzeiten im Mund nach hinten schieben und schlucken
  • Dickflüssige Pürees und Breimahlzeiten aufnehmen

Stufe 2: 6 bis 9 Monate

 

Sie können alle oben genannten Lebensmittel anbieten, dazu kommt:

 

Leber – aber nur eine kleine Portion pro Woche, da Leber sehr viel Vitamin A enthält.

 

Konsistenz

 

Brei mit weichen Stücken und weiches Fingerfood. Fleisch muss wahrscheinlich noch püriert oder sehr fein zerkleinert werden.

 

Zu erlernende Fähigkeiten:

 

  • Stücke im Mund hin- und herbewegen
  • Stücke kauen
  • Mit Händen und Fingern selber essen
  • An einem Becher nippen
 

Beispiele für weiches Fingerfood

 

Stücke von weichem Obst, z. B. Mango, Melone, Banane oder reifem Obst, z. B. Pfirsich, Aprikose, Papaya und Kiwi

 

Gekochte Gemüsestangen, z. B. Karotten, grüne Bohnen, Zucchini, Kartoffeln und Süßkartoffeln

 

Gekochte Gemüsestücke, z. B. Blumenkohl und Brokkoliröschen

 

Gekochte Nudelstücke

 

Brot- oder Toastbrotrinde

 

Käsewürfel

 

Geröstete, weiche Gemüsestangen, z. B. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken, Paprika, Karotten, Zucchini

 

Getränke

 

Wasser zu den Mahlzeiten schluckweise aus einem Becher – die Mahlzeiten sollten mit Milch oder Dessert aus Milch beendet werden

 

Stark verdünnter Fruchtsaft aus einem Becher, wodurch die Eisenaufnahme aus vegetarischen Mahlzeiten verbessert wird

Stufe 3: 9 bis 12 Monate


Zusätzlich zu den oben aufgelisteten Lebensmitteln können Sie Familienkost anbieten, die ohne Salz und Zucker zubereitet wurde.

 

Konsistenz

 

Kleine Stücke und Fingerfood (z. B rohes Obst oder Gemüsestangen) sowie Familienkost wie belegte Brote oder Toast.

 

Zu erlernende Fähigkeiten:

 

  • Fein gehackte Stücke kauen
  • Erste Versuche, mit einem Löffel selber zu essen

Älter als 1 Jahr


Ab dem ersten Geburtstag können die meisten Kleinkinder von der Familienkost essen, die entsprechend ausgewogen sein sollte. Dabei lassen sich auch Lebensmittel verwenden, die nicht für Kinder unter einem Jahr empfohlen werden:

 

Honig

 

Mit Salz konservierte Lebensmittel, z. B. Speck oder Konserven, denen Salz zugesetzt wurde

 

Nicht pasteurisierter Weichkäse

 

Lebensmittel, denen Zucker zugesetzt wurde – zur Vermeidung von Zahnschäden sollten diese nur zu Mahlzeiten angeboten werden

 

Getränke

 

Ab dem ersten Geburtstag können Sie Ihrem Kind Vollmilch geben. Fettarme Milch sollten Sie erst nach dem zweiten Geburtstag anbieten.

 

Alle Angaben in diesen Artikeln sind nur als allgemeine Informationen zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Beratung. Wenn Sie oder Ihre Familienmitglieder an ernsten oder lang anhaltenden Symptomen oder Krankheiten leiden oder Sie medizinische Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Philips Avent kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die aus der Anwendung der auf dieser Website enthaltenen Informationen entstehen.

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