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05. Dezember 2018

DIVI und Philips verleihen Forschungsförderpreis zu Delir-Management


Multiprofessionelles Forschungsteam untersucht Effekte abendlicher Mobilisierung

Leipzig/Hamburg – Die Verleihung des Forschungsförderpreises Delir-Management der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Royal Philips geht in die zweite Runde. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stiftet Philips. Der Förderpreis wurde während des DIVI-Jahreskongresses in Leipzig überreicht und geht an Peter Nydahl (MScN, Pflegeforschung) und Dr. med. Matthias Kott, beide tätig an der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie an Dr. med. Rebecca von Haken, Oberärztin an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg. In ihrem gemeinsamen Forschungsprojekt betrachten sie die Effekte abendlicher Mobilisierung zur Prävention und Therapie des Delirs bei Patienten auf Intensivstationen. Auch im nächsten Jahr wird der Förderpreis wieder verliehen. Bewerbungen nimmt die DIVI bis zum 31. Mai 2019 entgegen. Weitere Informationen hierzu gibt es in der Rubrik Forschung/Preise und Ausschreibungen auf: www.divi.de.

 

„Die Effekte von Mobilisierung bei Delir sind gut belegt. Das Spannende an unserem Forschungsprojekt ist, ob sich mit einer Mobilisierung der Patienten zwischen 21 und 23 Uhr ein Delir besser verkürzen oder vermeiden lässt als mit Standardbehandlungen“, erklärt Dr. med. Rebecca von Haken. „Es ist großartig, dass die DIVI und Philips uns bei dieser Arbeit unterstützen“, so von Haken weiter. „Das Besondere an diesem Projekt ist neben der Fragestellung auch der multiprofessionelle Ansatz über zwei Kliniken hinweg. Wir erwarten interessante Ergebnisse zur Effektstärke und Kosteneffektivität der geplanten Intervention“, ergänzt Prof. Dr. med. Hans-Christian Hansen, Sprecher der Sektionsgruppe Bewusstseinsstörungen und Koma der DIVI.

Delir erforschen und Delir-Management verbessern

„Präventive und therapeutische Maßnahmen bei Delir werden bisher nur tagsüber empfohlen. Wir sind sehr neugierig, in welchem Maße eine Verlagerung der Mobilisierung in die späten Abendstunden die Dauer eines bestehenden Delirs verkürzen oder die Inzidenz präventiv senken kann“, erklärt Marcus Bataryk, Business Group Manager Monitoring, Analytics und Therapeutic Care für den Philips DACH-Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit seinem Engagement möchte Philips einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Management des Delirs leisten, der über die Bereitstellung von technischen Lösungen und Beratungsangeboten hinausgeht. Mit VitalMinds verfolgt das Unternehmen selbst einen präventiven, multimodalen Ansatz im Delir-Management.

Forschungsförderpreis Delir-Management 2019

Der Forschungsförderpreis wird auch im nächsten Jahr ausgeschrieben. Bis zum 31. Mai 2019 können Nachwuchswissenschaftler, die bereits erste Arbeiten veröffentlicht haben und Forschungsvorhaben in den Bereichen Delir-Management, Delir-Screening oder nicht-pharmakologische Delir-Prävention planen, ihre Projekte einreichen. Die DIVI übernimmt die wissenschaftliche Begutachtung der Bewerbungen sowie die Auswahl des Preisträgers.

 

Ausführliche Informationen zum Forschungsförderpreis Delir-Management erhalten Sie auf der DIVI-Homepage unter Forschung/Preise und Ausschreibungen.

Über die DIVI

Die 1977 gegründete DIVI ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von rund 2.500 Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmedizinern sowie Fachkrankenpflegern und entsprechenden Fachgesellschaften. Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus. Insgesamt bündelt die DIVI das Engagement von mehr als 30 Fachgesellschaften und persönlichen Mitgliedern. Mehr über die DIVI im Internet: www.divi.de

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Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 77.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2017 einen Umsatz von 17,8 Milliarden Euro. Mehr über Philips Health Systems im Internet: www.philips.de/healthcare

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