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08. Mai 2019

Philips entwickelt intensivmedizinische IT-Lösungen zur Arbeitsentlastung und zur Unterstützung von Versorgungsteams mit zusätzlichen Spezialisten und Know-how

  • Klinische Entscheidungsunterstützung mit der KI-gestützten IT-Lösung IntelliSpace Console: Sie konsolidiert und analysiert die Datenflut der ITS und stellt die Ergebnisse organbasiert auf patientenzentrierten Dashboards dar.
  • Ortsunabhängiger Einsatz von intensivmedizinischen Spezialisten mit IntelliSpace Consultative Critical Care: Die telemedizinische Lösung sichert qualitativ hochwertige Patientenversorgung auf Intensivstationen – bei personellen Engpässen und jenseits der Ballungsräume.

Hamburg/Leipzig – Immer mehr Patienten in einer alternden Gesellschaft führen zu einem höheren Bedarf an Intensivbetten und zur Belastung sämtlicher Ressourcen. Dem gegenüber steht eine sinkende Zahl qualifizierter Spezialisten, die schon längst nicht mehr den heutigen Bedarf deckt. Besonders in ländlichen Regionen kann eine angemessene intensivmedizinische Versorgung manchmal nur durch eine Verlegung der Patienten sichergestellt werden. Philips adressiert mit zwei neuen IT-Lösungen in der IntelliSpace-Familie die Verbesserung der Intensivpflege, die zugleich zu einer Entlastung des intensivmedizinischen Personals führen soll. Sie werden neben Lösungen für die nicht-invasive Beatmung und das Patienten-Monitoring auf dem Deutschen Anästhesiecongress (DAC) vom 9. bis 11. Mai in Leipzig in Halle 2, Stand 7 vorgestellt.

 

Die Digitalisierung der klinischen Prozesse und die damit verbundene Vernetzung ist ein wesentlicher Hebel, um Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit im Krankenhaus zu erhöhen. „Gut strukturierte digitale Daten können zu aussagekräftigen Informationen über den Patientenzustand führen und machen die Nutzung künstlicher Intelligenz möglich“, erklärt Gerrit Schick, Business Group Manager Healthcare Informatics und Population Health Management, Philips GmbH Market DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz). So sind heutige IT-Lösungen in der Lage, digitale Daten unterschiedlicher Datenquellen zusammenzuführen, zu analysieren und entsprechende Handlungsempfehlungen zu geben. „Die Intensivmedizin kann in vielerlei Hinsicht von der Digitalisierung profitieren“, ergänzt Daniel Ulmer, Business Manager Patient Care Analytics, Philips GmbH Market DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz). „IntelliSpace Console übernimmt zum Beispiel das Management der intensivmedizinischen Daten und IntelliSpace Consultative Critical Care erlaubt bei hohem Patientenaufkommen oder geringer Personaldecke einen schnellen Zugriff auf zusätzliche Spezialisten.“

Klinische Entscheidungsunterstützung mit IntelliSpace Console (ISC)

Schätzungen zufolge fallen auf Intensivstationen pro Patient am Tag mehr als 1.200 Datenpunkte an.1 Eine enorme Datenmenge, auf dessen Basis das Fachpersonal handeln muss. ISC organisiert diese Daten in Organsystemen und stellt dies übersichtlich auf einem patientenzentrierten Dashboard dar. Im Vergleich zu einer klassischen ePA lassen sich mit dieser Lösung der Zeitaufwand für die Erledigung von Aufgaben, die kognitive Belastung und die medizinische Fehlerquote bei der Überprüfung der Gesundheitsdaten von Intensivpatienten durch das intensivmedizinische Team verringern.2,3 Datenquellen für das Dashboard sind medizinische Geräte, Krankenhausinformationssysteme und die elektronischen Patientenakten. Zusammengeführt und analysiert bilden diese Daten eine dynamische Darstellung des Patientenzustandes ab und tragen so zu einer fundierten und effizienten Handlungsentscheidung bei.

Ortsunabhängige Intensivversorgung mit IntelliSpace Consultative Critical Care (ISCCC)

IntelliSpace Consultative Critical Care ist eine Lösung zur telemedizinischen Überwachung von Patienten auf Intensivstationen. Sie vernetzt das Krankenhaus mit einem telemedizinischen Zentrum und übermittelt den Teleintensivmedizinern alle nötigen Patientendaten. Dazu gehören Vitalparameter und -kurven genauso wie KIS- bzw. ePA-Daten mit Anamnese, Laborwerten, Aufnahmedaten und verordneten Medikamenten. Die Daten werden aggregiert und beispielsweise in Trendgrafiken dargestellt. Je nach Betten- und Belegungszahl lässt sich ISCCC skalieren und beispielsweise mit einem Rund-um-die-Uhr-Zugang zu einem Expertenteam den Gegebenheiten vor Ort anpassen. Angeschlossene Intensivstationen können damit von einem zusätzlichen Paar Augen, proaktiven Hinweisen und Eskalationsempfehlungen bei sich verschlechternden Werten profitieren oder die Möglichkeit nutzen, die schwierige Entscheidung mit weiteren Spezialisten zu diskutieren. Dass eine Unterstützung mit teleintensivmedizinscher Überwachung von Vorteil sein kann, zeigt auch eine multizentrische Studie mit 118.990 erwachsenen Patienten auf 56 Intensivstationen. Patienten, bei denen telemedizinisch interveniert wurde, konnte eine verminderte Mortalität und eine kürzere Aufenthaltsdauer festgestellt werden.4

 

Weitere Informationen zu IntelliSpace Consultative Critical Care (ISCCC) finden Sie hier.

1 Manor-Shulman, O., Beyene, J., Frndova, H., & Parshuram, C.S. (2008). Quantifying the volume of documented clinical information in critical illness, Journal of Critical Care, 23(2), 245-250

2 Pickering, B.W, Herasevich, V., Ahmed, A., & Gajic, O. (2010). Novel representation of clinical information in the ICU: developing user interfaces which reduce information overload. Appl Clin Inform, 1(2), 116-131

3 Ahmed, A., Chandra, S., Herasevich, V., Gajic, O., & Pickering B.W. (2011). The effect of two different electronic health record user interfaces on intensive care provider task load, errors of cognition, and performance. Critical Care Medicine, 39, 1626-34

4 Lilly CM, McLauglin JM, et al A Multicenter Study of ICU Telemedicine Reengineering of Adult Critical Care. Chest 2014 March; 145(3):500-507

Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 77.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2018 einen Umsatz von 18,1 Milliarden Euro.
Mehr über Philips Health Systems im Internet: www.philips.de/healthcare

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