Juni 2022

Studie: Gute Mundgesundheit minimiert das Risiko negativer Schwanger­schafts­verläufe

 
  • Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können sich negativ auf die mütterliche Mundgesundheit auswirken
  • Pilotstudie deutet auf einen Zusammenhang zwischen gründlicher Zahnpflege und einer geringeren Frühgeburtenrate hin

Hamburg – Der Mund wird oft als „Tor zum Körper“ und „Spiegel der Gesundheit“ bezeichnet, da er so viel über den allgemeinen Gesundheitszustand einer Person aussagt. Im Jahr 2021 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Erklärung verabschiedet, die unterstreicht, dass der Erhalt eines gesunden Mundraums das Risiko weitreichenderer Gesundheitsprobleme verringern kann. Gerade für schwangere Frauen ist eine gute Mundgesundheit von besonderer Relevanz, wie verschiedene Studien verdeutlichen. 

Die Pflege von Zähnen und Zahnfleisch ist in jeder Lebensphase wichtig. Das Journal of Dental Research stellt in seinem Artikel aus dem Jahr 2019 fest, dass Parodontitis – eine schwere Form der Zahnfleischentzündung, die sich in der Regel aus einer milderen Entzündung des Zahnfleischs (Gingivitis) entwickelt – mit über 50 Erkrankungen in Verbindung gebracht wird, darunter Diabetes und Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems. Das Fachmagazin erwähnt für schwangere Frauen zusätzliche Aspekte, die auf einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und negativen Schwangerschaftsverläufen hinweist, wie ein niedriges Geburtsgewicht des Säuglings, Frühgeburten oder ein übermäßig hoher mütterlicher Blutdruck (Präeklampsie).¹

Rückgang der Frühgeburtenrate und systemischen Entzündungen

Eine randomisierte, kontrollierte Pilotstudie aus den USA, an der 67 schwangere Frauen mit schlechtem Parodontalstatus teilnahmen, untermauert die These. Die Teilnehmerinnen hatten sich während der Schwangerschaft einer nicht-chirurgischen Zahnsteinentfernung und Wurzelglättung (Tiefenreinigung der Zähne) unterzogen und gleichzeitig eine elektrische Zahnbürste von Philips Sonicare zur Anwendung zu Hause erhalten. Die vorläufigen Ergebnisse deuten auf einen 3,8-fachen Rückgang der Frühgeburtenrate und eine Verringerung verschiedener molekularer Marker für systemische (Ganzkörper-)Entzündungen hin.²

60 bis 75 Prozent von Schwangerschaftsgingivitis betroffen

Eine Schwangerschaft mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch zu beginnen, ist von großem Vorteil. Frauen sollten zusätzlich während der Gestation auf eine Verschlechterung ihrer Mundgesundheit achten. Denn durch hormonelle Veränderungen kann es zu einer Mundtrockenheit kommen, die wiederum zu einer Veränderung der Pufferkapazität des Speichels führt, was die Ausbreitung des Plaque Biofilms begünstigt. Dadurch kommt es – genau wie durch Veränderungen des Gewebes der Mundschleimhaut – vermehrt zu einer Gingivitis. Diese so genannte „Schwangerschaftsgingivitis“ betrifft nachweislich 60 bis 75 Prozent der Schwangeren³. In einigen Fällen kann sie zu einer Parodontitis fortschreiten, welche das Risiko eines ungünstigen Schwangerschaftsverlaufs und anderer gesundheitlichen Beeinträchtigungen erhöht⁴. Umso wichtiger ist es, die Mundgesundheit zu erhalten und genau zu kontrollieren.

Maßnahmen zum Erhalt der Mundgesundheit

Zahnmediziner sagen, dass zweimal täglich zwei Minuten gründliches Zähneputzen und regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen die besten Mittel sind, um die Bildung von Zahnbelag zu bekämpfen und Schwangerschaftsgingivitis zu verhindern⁵. Es gibt jedoch weitere Maßnahmen, um eine gute Mundgesundheit zu erhalten: beispielsweise die regelmäßige Verwendung von Zahnseide oder der Wechsel von einer Handzahnbürste zu einem elektrischen Modell. Schwangere, die unter morgendlicher Übelkeit leiden, sollten außerdem nach dem Erbrechen den Mund mit Wasser ausspülen und dann mindestens eine Stunde warten, bevor sie sich die Zähne putzen.⁶ Denn: Der durch den Säurerückfluss entstehende niedrige pH-Wert im Mundraum greift die Schmelzoberfläche an. Dies kann bei sofortigem Zähneputzen zu Zahnschmelz- und Dentinabrasion führen, während das Spülen mit Wasser die Säure sofort verdünnt, den pH-Wert anhebt und neutralisiert.


Weitere Informationen unter: https://www.philips.de/c-e/pe/dental-professionals/zahnmedizinische-indikation/oral-and-overall-health und: www.philips.com/hebammen

¹ Beck JD, Papapanou PN, Philips KH, Offenbacher S. Periodontal Medicine: 100 Years of Progress. J Dent Res. 2019 Sep;98(10):1053-1062. doi: 10.1177/0022034519846113. PMID: 31429666.

² Offenbacher S, Lin D, Strauss R, McKaig R, Irving J, Barros SP, Moss K, Barrow DA, Hefti A, Beck JD. Effects of periodontal therapy during pregnancy on periodontal status, biologic parameters, and pregnancy outcomes: a pilot study. J Periodontol. 2006 Dec;77(12):2011-24. doi: 10.1902/jop.2006.060047. PMID: 17209786

³ Steinberg BJ. Women's oral health issues. J Dent Educ. 1999;63(3):271-275.

⁴ Sanz M, Kornman K; working group 3 of the joint EFP/AAP workshop. Periodontitis and adverse pregnancy outcomes: consensus report of the Joint EFP/AAP Workshop on Periodontitis and Systemic Diseases. J Periodontol. 2013;84(4 Suppl):S164-S169. doi:10.1902/jop.2013.1340016

⁵ https://www.nhsinform.scot/ready-steady-baby/pregnancy/looking-after-yourself-and-your-baby/looking-after-your-teeth-and-gums-in-pregnancy

⁶ https://www.nhs.uk/pregnancy/related-conditions/common-symptoms/bleeding-gums/

Nachhaltigkeit bei Royal Philips

Royal Philips agiert in allen Geschäftsprozessen CO2-neutral und bezieht Elektrizität zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Im Jahr 2020 erzielte das Unternehmen mehr als 70 Prozent seines Umsatzes mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen und recycelte mehr als 90 Prozent seiner Betriebsabfälle. Philips liegt auf den vorderen Plätzen des Dow Jones Sustainability Indexes, steht seit acht Jahren auf der CDP Climate Change A-Liste und belegte im Jahr 2020 den zweiten Platz auf der Liste der 100 am nachhaltigsten geführten Unternehmen der Welt des Wall Street Journal. Philips setzt sich für die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks über die gesamte Wertschöpfungskette ein und hat sich bis 2025 noch ambitioniertere Ziele gesetzt: Das Unternehmen verpflichtet sich zu 100 Prozent EcoDesign, erhöhter Energieeffizienz, verstärkter Nutzung von erneuerbaren Energien und Lösungsansätzen für die Kreislaufwirtschaft und leistet damit einen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Bis 2025 wird Philips 75 Prozent seines Gesamtenergieverbrauchs, einschließlich Kraftstoff, aus erneuerbaren Quellen beziehen. Mehr Informationen im Internet: www.philips.de/nachhaltigkeit

Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Health Continuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal, Konsumentinnen und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucherinnen und Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 79.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte 2021 einen Umsatz von 17,2 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de/presse

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Svenja Eggert

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In der Schwangerschaft besteht bei Frauen ein gesteigertes Risiko für Zahnfleischerkrankungen.

Frühe Anzeichen von Zahnfleischerkrankungen sollten zahnärztlich behandelt werden.

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