Historie
     

    Philips - Anfänge in den Niederlanden

    philips personal eindhoven 1910

    Am 15. Mai 1891 wurde in Eindhoven in den Niederlanden der Grundstein für die mittlerweile 125-jährige Firmenhistorie von Philips gelegt. Der Leitgedanke des Unternehmens ist dabei seit über einem Jahrhundert derselbe: Das Wohl des Menschen steht bei Philips im Mittelpunkt aller Innovationen.

     

    Die Erfolgsgeschichte begann vor 125 Jahren mit der Fertigung von Glühlampen. Gemeinsam mit seinem Vater Frederik gründete der Maschinenbau-Ingenieur Gerard Philips das Unternehmen „Philips‘ Gloeilampenfabrieken". Sein Ziel: die Herstellung von 1.000 Glühlampen pro Tag. Bereits elf Jahre später konnten Gerard und sein Bruder Anton, der 1895 in das Geschäft mit einstieg, das ursprüngliche Ziel mit 3.600.000 produzierten Lampen um ein Vielfaches übertreffen: Philips wurde die zweitgrößte Glühlampen-Fabrik in Europa.

     

    In den folgenden Jahrzehnten gingen die Brüder entscheidende Schritte auf dem Weg zur weltweit agierenden Firma mit einem vielschichtigen Produktangebot. Ab 1914 intensivierte das Unternehmen seine Forschungsarbeit, die bei Philips über all die Jahre hinweg fester Bestandteil war und ist. Ein paar Jahre später entstanden in allen bedeutenden Ländern der Erde Vertriebsorganisationen.

    Philips feiert 125 Jahre Innovation
     

    Wir feiern die Vergangenheit und freuen uns auf die Zukunft. Sehen Sie sich das Video zu unserem Jubiläum an:   
    125 Jahre Philips Jubiläum

    Philips in Deutschland - Eine Chronik

     

    So wurde 1926 in Berlin die Deutsche Philips GmbH gegründet. Heute ist die Philips GmbH eine der größten und umsatzstärksten Tochtergesellschaften von Royal Philips – einem weltweit führenden Konzern für Gesundheit und Wohlbefinden. In Deutschland sind wesentliche Kompetenzen für Forschung, Entwicklung und Fertigung angesiedelt. Außerdem zählt das Unternehmen zu den Top Ten der deutschen Elektronikbranche, ist Marktführer in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin, Gesundheitsversorgung für zuhause und einer der führenden Anbieter im Bereich Mundhygiene sowie bei Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer.

    1926 – 1938

    Die Grundlagen

    philips fabrik

    Bei der Gründung von Philips in Deutschland vor rund 90 Jahren umfasste das Lieferprogramm ganze vier Produkte: Lautsprecher, Gleichrichter, Netzanschlussgeräte und Ersatzröhren. Schon ein Jahr später investierte Philips in Hamburg und erwarb die Firma C.H.F. Müller, bekannt als „Röntgenmüller“.


    Bereits zu Beginn der dreißiger Jahre war das Unternehmen Wegbereiter neuer Technologien. Im Jahr 1934 gründete Philips mit einer Rundfunkgerätefabrik den Standort Aachen. Aus der Aachener Produktion stammten zum Beispiel das erfolgreiche Rundfunkgerät „Aachen Super“ und das erste Rasiergerät „Philishave“. Beide Produkte trugen maßgeblich zum Erfolg von Philips in Deutschland und weltweit bei.

    1939 – 1945

    Der Zweite Weltkrieg

    philips erster rasierer

    Im Jahr 1939 wurde die Allgemeine Deutsche Philips Verwaltungs GmbH (Alldephi) gegründet, um die Rechte der niederländischen Muttergesellschaft wahrzunehmen. Doch der Zweite Weltkrieg beendete den wirtschaftlichen Aufstieg des Unternehmens zunächst.


    Der Geschäftsführer von Philips in Deutschland, Theodor Graf von Westarp, musste bei Kriegsbeginn auf Grund seiner Meinung zur politischen Situation in Deutschland seine Verantwortung abgeben. Als so genanntes „Feindvermögen“ wurde das Unternehmen 1943 unter „Feindverwaltung“ gestellt, die Hauptverwaltung durch einen Bombenangriff vollständig zerstört. In Aachen endete mit der Evakuierung der Stadt die dortige Produktion zunächst.

    1946 – 1960

    Erfolg in der Nachkriegszeit

    philips werbung 50er jahre 1950

    Nach dem Krieg übernahm Graf von Westarp, der schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges von den Alliierten in seine frühere Funktion wieder eingesetzt wurde, die Leitung von Philips in Deutschland. 1946 wurde die Hauptverwaltung von Berlin nach Hamburg verlegt und in Aachen ein Glühlampenwerk gegründet.


    In der Folge entwickelte sich das Unternehmen zu einem vielseitigen Elektronik- und Technologieanbieter. Im Jahr 1947 entstand in Aachen eine Glasfabrik und in der 1948 gegründeten Apparatefabrik in Berlin startete Philips die Produktion von Rundfunkgeräten, Trockenrasierern sowie Phono- und Tonbandgeräten. In der Apparatefabrik in Krefeld nahm Philips 1951 die Produktion von Fernsehern auf. In den folgenden Jahren vergrößerte Philips seine Präsenz sowohl in Hamburg als auch in Aachen. In Hamburg begann Philips mit der Entwicklung und Fertigung von Halbleitern, in Aachen nahm der Konzern 1954 die Produktion von Bildröhren auf.

     

    1955 wurde das deutsche Philips Forschungszentrum in Aachen gegründet. Schon 1957 weitete Philips seine Forschungsaktivitäten aus und gründete das Forschungslabor in Hamburg.

    1960 – 1985

    Technische Meisterleistungen

    philips kassettenrekorder 80er jahre 1980

    Im Jahr 1963 erfand Philips die Compact Cassette und den Cassetten-Recorder. Beide Produkte hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Bekanntheitsgrad und die wirtschaftliche Entwicklung von Philips in Deutschland. 1967 wurde das von Walter Bruch entwickelte Farbfernsehen in Deutschland eingeführt. Im gleichen Jahr startete Philips in Aachen bereits mit der Serienproduktion von Farbbildröhren. Mit der Entwicklung der UKW-Ferritantenne leistete die Forschung in Aachen zudem einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung des Hörfunks.


    Im Jahr 1982 entstand die Philips Kommunikations Industrie AG (PKI), in der die Bereiche Büro- und Telekommunikation zusammengefasst wurden. 1983 revolutionierte eine kleine silberne Scheibe die Unterhaltungselektronik: die Compact Disc – wie die Compact-Cassette eine Erfindung von Philips. Im Jahr 1984 erzeugte das Forschungslabor in Hamburg die weltweit ersten Bildern des menschlichen Kopfes mit der Methode der Kernspin-Tomographie, ein diagnostisches Verfahren ganz ohne Röntgenstrahlen.

    1986 – 2000

    Bedeutende Innovationen

    philips herstellung röntgenteile produktion röntgenstrasse

    Nach der Wiedervereinigung investierte Philips in die neuen Bundesländer und übernahm 1991 sowohl die RFT Fernmeldewerk GmbH in Bautzen als auch die Narva Speziallampen GmbH in Plauen, eine weltweit operierende Firma im Bereich Automotive Lighting.

     

    Eine weitere bedeutende Innovation, die Philips Forscher in Hamburg im Jahr 1999 erfanden und herstellten: Digitale Röntgengeräte mit Flachdetektor. Die vorher verwendete Detektortrommel wurde dabei durch einen flachen Detektor ersetzt. Der Vorteil ist seine Robustheit, da die Trommel sehr empfindlich war und bei der Herstellung und dem Transport schnell Schaden nahm. Besonders beachtlich bei den digitalen Detektoren ist die Erzeugung besserer klinischer Bilder mit weniger Röntgenstrahlung.

    Im Jahr 2000 eröffnete Philips in Hamburg eine Hightech-Röntgenröhrenfabrik, die bis heute die modernste Fertigung für Röntgenröhren weltweit ist. Philips Forscher aus Aachen entwickelten die kleinste Mobilfunk-Antenne der Welt.

     

    2001 – 2005

    Neue Partnerschaften

    philips intellivue

    Die jüngste Geschichte von Philips ist von weiteren technischen Meisterleistungen, aber auch von neuen Partnerschaften geprägt.


    Zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft gründete das Unternehmen im Jahr 2000 die „Philips EUV GmbH“. Extrem Ultra Violettes (EUV) Licht ermöglicht die Produktion leistungsstarker Chips mit immer kleineren Strukturen.

     

    2001 erwarb Philips die Medizintechnik-Sparte Healthcare Solution Group (HSG) von Agilent Technologies mit Sitz in Böblingen. Hier werden Patientenüberwachungssysteme entwickelt und produziert.

     

    Ebenfalls in 2001 entstand die Kooperation mit dem niederländischen Kaffeeröster Jacobs Douwe Egberts entwickelte Philips im Jahr 2001 Senseo, die erste Portionskaffeemaschine mit Kaffeepads. Senseo wurde 2002 in Deutschland auf den Markt gebracht und schreibt seitdem Erfolgsgeschichte.

     

    Philips Forschern gelang 2002 der Durchbruch in der Brustkrebs-Früherkennung durch ein neuartiges Verfahren der MR-Elastographie.

    Im Forschungslabor in Aachen entstand ein System zur kontinuierlichen Überwachung von Herz-Kreislauf-Risikopatienten, das in die Kleidung integriert werden kann.

    2004 erreichte Philips mit der NFC-Technologie für sichere kontaktlose Datenübertragung einen wichtigen Meilenstein bei der Weiterentwicklung des Mobiltelefons zum Multifunktionsgerät.

     

    Im selben Jahr kam der erste Fernseher von Philips mit Ambilight auf den Markt. Regelmäßig wurde dieses einzigartige Merkmal Schritt für Schritt weiterentwickelt und das bis heute.

     

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    2006 – 2008

    Weitere Übernahmen

    philips live 3d tee schlucksonde

    Die Trennung von seiner Halbleiteraktivität, die der Philips Konzern Anfang Oktober 2006 vollzog, führte dazu, dass auch die Halbleiteraktivitäten in Böblingen, Hamburg, Dresden und Nürnberg in eine rechtlich eigenständige Gesellschaft überführt wurden.

     

    Im Herbst 2006 ergänzte Philips sein deutsches Unternehmens-Portfolio zudem durch zwei Übernahmen: das Software-Unternehmen Kuhlmann Informationssysteme sowie der Laserdioden-Spezialist ULM Photonics gehören seit September beziehungsweise Oktober zu Philips.

    Im Jahr 2007 brachte Philips als erster Anbieter eine Ultraschall-Schlucksonde auf den Markt, die so genannte Live-3D-TEE (Transoesophageale Echokardiographie). Sie stellt das schlagende Herz dreidimensional und vor allem in Echtzeit dar.

     

    Im Jahr 2008 kaufte Philips das amerikanische Unternehmen Respironics auf – es entstand die Zweigniederlassung Philips Respironics in Herrsching am Ammersee.

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    2014 – 2016

    Strategischer Wandel und weitere Kooperationen

    philips messestand hsk2016

    Im Juni 2014 gaben Royal Philips und salesforce.com ihre strategische Partnerschaft zur Entwicklung einer offenen, Cloud-basierten Gesundheitsplattform bekannt. Die Kooperation hat das Ziel, den Wandel in der Gesundheitsbranche zu beschleunigen.
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    Im Jahr 2016 startete Philips ein Pilotprojekt mit dem Diakonissenkrankenhaus Flensburg unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Horst Ostertag. Im Krankenhaus tätige Hebammen verwenden die erste app-basierte Ultraschall-Technologie Lumify.
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    Des Weiteren engagiert sich Philips in regionalen Versorgungsprojekten wie „ATMoSPHÄRE“ (Autonomie trotz Multimorbidität in Sachsen durch Patientenempowerment, Holistische Versorgung für Ältere mit Vernetzung aller Regionalen Einrichtungen und Dienstleister). Dieses Verbundprojekt wird über das BMBF gefördert. Ziel ist die Erforschung, Entwicklung und Erprobung einer IT-Plattform im Rahmen eines sektorübergreifenden Versorgungssystems, das neben medizinischen auch soziale Dienstleistungen erbringen soll.  

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    Im Rahmen des Hauptstadtkongresses 2016 unterschrieben Royal Philips in Anwesenheit seines CEO Frans van Houten, und Prof. Dr. med. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock, eine Absichtserklärung für das Kooperationsprojekt „Vernetzte Versorgung von Herzpatienten in Mecklenburg-Vorpommern“. Ziel der Zusammenarbeit ist eine vernetzte sowie koordinierte und damit effizientere Versorgung von Herzpatienten durch innovative Technologien. Ein digitales Ökosystem ermöglicht die Steuerung, Interaktion und Kommunikation innerhalb eines Netzwerkes von Gesundheitsdienstleistern in Mecklenburg-Vorpommern und den Patienten.

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    2016 - heute

    Neue Strukturen

    philips gesundheitsuhr DL8790

    Das Jahr 2016 brachte grundlegende Veränderungen im Unternehmen mit sich: Der Konzern wurde im Februar in zwei erfolgreiche Unternehmen Royal Philips und Philips Lighting aufgeteilt. Im Mai ging Philips Lighting an die Börse.

     

    Ziel der Auftrennung und Neuaufstellung ist es, die jeweiligen – sich durch Digitalisierung und andere Trends rasant verändernden – Märkte fokussierter anzugehen und flexibler auf die anstehenden Veränderungen zu reagieren. Die Ausrichtung von Royal Philips basiert auf weltweiten Megatrends, wie älter werdenden Gesellschaften, der Zunahme von chronischen Erkrankungen und dem wachsenden Bedürfnis von Konsumenten, gesund zu leben und aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

     

    Das Thema Digitalisierung steht dabei im Fokus: Beispielsweise ermöglichen personalisierte Philips Gesundheitsprogramme anhand von Produkten wie der Philips Gesundheitsuhr und einer Cloud-basierten Möglichkeit der Datenspeicherung via der „HealthSuite Digital Platform“ ein individuelles Coaching.

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    Auch in den nächsten 125 Jahren wird Philips mit seinen künftigen Innovationen den Menschen und seine Gesundheit in den Mittelpunkt stellen.


    Weitere Informationen:

    Philips GmbH
    Unternehmenskommunikation

    Tel.: 040 2899 2211
    Unternehmenskommunikation@philips.com

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