Grenzenlos

Interoperabilität ist der

Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Interoperabilität ist der
Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Lassen Sie uns über Lösungen für eine zukunfts­sichere Gesund­heits­ver­sorgung sprechen.

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„Ich (…) möchte ein System haben, das Patient*innen in ihrer Ganzheit betrachtet, alle Daten in die Entscheidungsfindung einbezieht und mich warnt, wenn bestimmte Parameter nicht in der Norm sind“

Michael Heider Business Marketing & Sales Leader Precision Diagnosis,  Philips GmbH Market DACH

Dr. Michael von Wagner
CMIO und Ärztlicher Leiter der Stabsstelle „Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung“ sowie Oberarzt der Gastroenterologie,

Universitätsklinikum Frankfurt

Dr. Michael von Wagner
Dr. Michael von Wagner
Chief Medical Informatics Officer und Ärztlicher Leiter der Stabsstelle „Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung“ sowie Oberarzt der Gastroenterologie, Universitätsklinikum Frankfurt
Jens Schulze
Jens Schulze
Chief Information Officer und Leiter des Dezernat für Informations- und Kommunikationstechnologie, Universitätsklinikum Frankfurt
Dr. Mania Brusca
Dr. Mania Brusca
Head of Population Health Management bei Philips

Interoperabilität ist der Schlüssel zur
Zukunftsfähigkeit

Ein Ziel der Digitalisierungsstrategie des Uni-Klinikums Frankfurt besteht darin, die intersektorale Kommunikation zu verbessern – weg von hochspezialisierten Insellösungen hin zu einer interoperablen Plattform. Diese soll das Andocken aller an der Versorgung beteiligten Akteure ermöglichen, um den digitalen Datenaustausch zu realisieren. Ein Patientenportal als erste Anwendung der Plattform zeigt hier exemplarisch die vielfältigen Vorteile, sowohl für die Patienten als auch für das medizinische Personal. Die Experten beleuchten in diesem Interview auch die Anforderungen an ein solches System und welche IT-strukturellen Herausforderungen sich daraus ergeben.
Dr. Michael von Wagner (Chief Medical Informatics Officer und Ärztlicher Leiter der Stabsstelle „Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung“ sowie Oberarzt der Gastroenterologie, Universitätsklinikum Frankfurt) und Jens Schulze (Chief Information Officer und Leiter des Dezernat für Informations- und Kommunikationstechnologie, Universitätsklinikum Frankfurt) im Interview mit Dr. Mania Brusca (Head of Population Health Management bei Philips)

Dr. Mania Brusca: Am Universitätsklinikum Frankfurt (UKF) haben Sie schon vor Jahren eine Digitalisierungsstrategie formuliert. Was waren die Beweggründe dafür und was genau ist Inhalt dieser Strategie?

 

Dr. Michael von Wagner: Wir sehen in der Digitalisierung keinen Hype, sondern einen nutzbringenden Unterstützer. Einer der Schwerpunkte unserer Strategie ist, die Interoperabilität zum einen zwischen unseren Systemen und zum anderen zwischen den verschiedenen Partnern, mit denen wir zusammenarbeiten, herzustellen. Aber wir haben noch einige Wege zu gehen, damit diese generierten Daten interoperabel an den verschiedenen Stellen zur Verfügung stehen und damit wir unsere Patient*innen, Zuweiser*innen und Partner digital einbinden können. Ohne diese Grundlage können wir keine weiteren Entwicklungen in Richtung Algorithmen, Unterstützungssysteme und Künstliche Intelligenz verfolgen.

Dr. Mania Brusca: Herr Schulze, für eine Digitalisierung bildet natürlich die IT die Basis. Was ist Ihre Zukunftsvision?

 

Jens Schulze: Parallel zu unserer Digitalisierungsstrategie haben wir auch eine IT-Strategie. Das sind zwei Paar Schuhe, die aber in Einklang gehen müssen. Die IT-Strategie fokussiert sich auf die Basis. Und da ist es uns wichtig, dass wir neue Systemstrukturen aufbauen, die intersektorale Kommunikation ohne Insellösungen im Haus fördern. Daten müssen an einer Stelle zentral zur Verfügung gestellt werden, sodass sie von mehreren Akteuren parallel abgerufen und genutzt werden können.

Dr. Mania Brusca: Am UKF wird zusammen mit Philips eine interoperable IT-Systemlandschaft aufgebaut, um dort verschiedenste Anwendungsfälle, wie beispielsweise ein Patientenportal, anzudocken. Was genau setzen wir bei Ihnen um?
 

Dr. Michael von Wagner: Primär ging es uns darum, unseren Patient*innen eine Möglichkeit zu bieten, auch digital mit uns zu kommunizieren. So können sie uns nicht nur jederzeit kontaktieren, sondern auch Informationen einholen und herunterladen. Und das ohne einen unmittelbaren Kontakt zu einem Mitarbeitenden, was durch die immer weiter verdichtete Arbeitsbelastung oft nicht realisiert werden kann. Dabei ist uns klar geworden, dass wir dies entweder erneut über eine Einzellösung gestalten oder gemeinsam einen Brückenkopf entwickeln können. In der Diskussion mit Philips haben wir uns dazu entschlossen, gemeinsam eine interoperable Plattform zu aufzusetzen.

Dr. Mania Brusca: Das heißt, Sie sind herstellerneutral unterwegs?

 

Dr. Michael von Wagner: Ja, das ist genau der Punkt. In vielen Bereichen bieten KIS-Systeme heute eine sehr breite und sehr umfangreiche Plattform, in der ich unmittelbar arbeiten und einen Großteil der medizinischen Dokumentation gut abbilden kann. Schwierig wird es bei Spezialanwendungen. Ich bin Internist und möchte ein System haben, das Patient*innen in ihrer Ganzheit betrachtet, alle Daten in die Entscheidungsfindung einbezieht und mich warnt, wenn bestimmte Parameter nicht in der Norm sind. Solche Interaktionen sind aber erst möglich, wenn ich die Subsysteme auf standardisierten Schnittstellen miteinander kommunizieren lasse.

Dr. Mania Brusca: Glauben Sie, dass der Aufbau einer Interoperabilitätsplattform die Zukunft der Krankenhaus-IT ist?

 

Jens Schulze: Das ist nicht nur die Zukunft, das ist für die Krankenhaus-IT auch eine Daseinsberechtigung, denn alternativ könnte man dies auch einfach nur von einem Dienstleister als Service beziehen. Um solche Plattformen und Strukturen aufzubauen, braucht es allerdings Prozess-Know-how aus dem Hause. Und das ist genau der Ankerpunkt, worauf sich die Krankenhaus-IT zukünftig fokussieren muss, um dem Unternehmen einen Mehrwert bieten zu können.

Dr. Mania Brusca: Herr Dr. von Wagner, könnten Sie einmal konkret verdeutlichen, was der Anwendungsfall für das Patientenportal ist?

 

Dr. Michael von Wagner: Als Universitätsklinik sind unsere Patient*innen sehr unterschiedlich, meistens aufgrund ihrer Vorerkrankungen, aufgrund des Stadiums oder der Besonderheit der einzelnen Erkrankungen. Deshalb haben wir unseren Fokus nicht darauf gesetzt, möglichst einheitliche Prozesse abzubilden, sondern wir haben uns auf komplex erkrankte Patient*innen konzentriert, die hier auf dem Campus interdisziplinär von verschiedenen Expert*innen versorgt werden. Sie haben zahlreiche Kontaktpunkte, viel Datenaustausch und benötigen sehr individuelle Informationen. Solche Patient*innen profitieren von einem Portal.

Dr. Mania Brusca: Was sind die konkreten Vorteile für die Patient*innen, wenn sie das Patientenportal nutzen?

 

Dr. Michael von Wagner: In dem Moment, wo Patient*innen das Patientenportal nutzen, müssen sie für die eine oder andere Frage nicht mehr anrufen. Sie können all ihre Termine im Portal nachsehen, aktuelle Informationen zu ihrem Krankheitsbild online abrufen und selbst Unterlagen digital hochladen, die wir dann in unser KIS-System übernehmen. Sie brauchen am Tag der Untersuchung nichts mehr mitzubringen, können sich strukturiert auf den Termin vorbereiten und stehen dadurch weniger unter Druck.

Dr. Mania Brusca: Und welche Vorteile hat das Patientenportal für die behandelnden Fachkräfte?

 

Dr. Michael von Wagner: Genau die gleichen. Wenn die Kolleg*innen die Werte und Befunde nicht mehr ausdrucken, abzeichnen, in einen Briefumschlag stecken, diesen manuell beschriften und in die Poststelle bringen müssen, ist schon ein großer Vorteil genannt. Die Patient*innen werden außerdem ganz anders eingebunden. Ich kann asynchron mit ihnen kommunizieren, wenn ich Zeit dazu finde, und muss nicht zum Telefon greifen. Einige Informationen, wie Untersuchungsbögen bei Neuanmeldungen, lädt das System sogar automatisch hoch, ohne dass ich mich als Arzt manuell selbst darum kümmern muss.

Dr. Mania Brusca: Viele Krankenhäuser haben Respekt vor so einem großen Projekt. Was können sie anderen Kliniken für die Implementierung mit auf den Weg geben?

 

Jens Schulze: Die Technik ist heutzutage nicht mehr das Problem, es gibt unendlich viele technische Möglichkeiten. Wichtiger sind der Faktor Mensch und die Prozesse. Die Hauptaufgabe ist das Inhaltliche, also den fachlichen Input zu bekommen und die Kolleg*innen und Patient*innen einzubeziehen. Dafür muss viel Arbeit in Projektgruppen geleistet werden.

 

Dr. Michael von Wagner: Ein solches Projekt stellt einen Change dar und es müssen Projektpartner aus den verschiedenen Fachabteilungen dabei sein, die Prozesse anpassen und den Nutzen herleiten. Aber das kann nur geschehen, wenn es eine intensive Zusammenarbeit zwischen der IT und diesen Fachbereichen gibt.

Dr. Mania Brusca: Gibt es auf Ihrer Seite schon Gedanken für die Umsetzung weiterer Anwendungsfälle wir die Zusammenarbeit mit Zuweisern oder Überweisungen beispielsweise in die Reha?

 

Dr. Michael von Wagner: Auf jeden Fall. Interaktionen zwischen Partnern, die eigene KIS- oder PVS-Systeme haben, werden ein wesentlicher Bestandteil sein. Eine offene Plattform erleichtert uns nicht nur die Arbeit, sondern erhöht erheblich die Dokumentationsqualität und verhindert Übertragungsfehler.

Dr. Mania Brusca: Herzlichen Dank, dass Sie unsere Gäste waren und Ihre Erfahrungen geteilt haben!

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