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KHZG: Jetzt ist die Zeit zu handeln

KHZG: Jetzt ist die Zeit zu handeln

Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz hat die Bundesregierung den Turbo für die Digitalisierung gezündet. Krankenhäuser sollten das Momentum nutzen – aber strategisch. Markus Jones erklärt, worauf es ankommt.

Lassen Sie uns über Lösungen für eine zukunfts­sichere Gesund­heits­ver­sorgung sprechen.

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„In vielen Bundesländern stehen die Krankenhäuser unter Zeitdruck. Trotzdem dürfen strategische Überlegungen nicht auf der Strecke bleiben, zumal die Richtlinie Wert auf eine nachhaltige Implementierung der Digitalisierungsmaßnahmen legt. Spielraum für Schnellschüsse und Experimente bleibt da kaum.“

Markus Jones

Markus Jones
Strategic Solution Leader

Philips GmbH Market DACH

KHZG: Jetzt ist die Zeit zu handeln

Das Ziel ist klar formuliert: „Deutschlands Krankenhäuser sollen stark bleiben! Wir investieren in ihre digitale Zukunft – weil wir gerade in der Pandemie erfahren haben, wie wichtig gut ausgerüstete und funktionierende Krankenhäuser sind“, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu dem im September 2020 verabschiedeten Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG). Die hohe Dynamik des Investitionsprogramms ist gut und richtig, setzt die Krankenhäuser jedoch unter Zugzwang. Für sie heißt es: möglichst schnell die eigene digitale Infrastruktur und die Prozesse prüfen, den IT-Markt sondieren und förderfähige Vorhaben beantragen, die im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Steigerung des Digitalisierungsniveaus beitragen. Eine Aufgabe, die alles andere als trivial ist.

Bedarfsanmeldung: Bundesländer machen Tempo


Im November letzten Jahres hat das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) die Richtlinie zur Förderung von Vorhaben zur Digitalisierung der Prozesse und Strukturen im Verlauf eines Krankenhausaufenthaltes von Patientinnen und Patienten nach § 21 Absatz 2 KHSFV veröffentlicht. Das BAS nimmt Anträge bis zum 31.12.2021 an. Die Frist für die Einreichung der Bedarfsanmeldungen liegt für die Krankenhäuser beim 30. September. Allerdings hat zusätzlich jedes Bundesland selbst festgelegt, ob weitere, frühere Fristen zu ersten themenbezogenen Benennungen von Fördervorhaben zur Anwendung kommen sollen. So ist zum Beispiel die Deadline in Berlin und Hamburg am 31.01., in Rheinland-Pfalz am 22.02. und in Mecklenburg-Vorpommern am 28.02.2021 bereits verstrichen, während die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen ihre Bedarfe zwischen dem 17. und 31.05. melden können oder in Niedersachsen der 30.09. als Stichtag gilt.


In vielen Bundesländern stehen die Krankenhäuser unter enormem Zeitdruck. Trotzdem dürfen strategische Überlegungen nicht auf der Strecke bleiben, zumal die Richtlinie Wert auf eine nachhaltige Implementierung der Digitalisierungsmaßnahmen legt. Spielraum für Schnellschüsse und Experimente bleibt da kaum. Die Aufstellung einer nachhaltigen IT- und darüber hinaus Digitalisierungsstrategie ist der erste zentrale Schritt, ohne den eine weitere Planung wenig sinnvoll ist. Denjenigen, die es nicht schaffen, bewilligte Fördermittel bis zum 31.12.2024 auch im klinischen Alltag erfolgreich operativ vollständig umzusetzen, drohen sogar Rückforderungen. Umgekehrt ist der Verzicht auf die Förderung aber keine Alternative, denn auf Krankenhäuser, die nicht sämtliche in § 19 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 bis 6 der Krankenhausstrukturfonds-Verordnung genannten digitalen Dienste bereitstellen, kommen ab 2025 – ganz unabhängig von einer Förderung – Abschläge in Höhe von bis zu zwei Prozent ihrer DRG-Erlöse zu.

Interoperabilität ist ein Muss

 

Die Förderrichtlinie definiert die Kriterien für förderfähige Vorhaben. Die Muss-Kriterien verstehen sich als Mindestanforderungen, die Kann-Kriterien als optionales Plus. Für sechs Fördertatbestände – Patientenportale, Pflege- und Behandlungsdokumentation, klinische Entscheidungsunterstützungssysteme, Medikationsmanagement, Leistungsanforderung und telemedizinische Netzwerke – nennt die Richtlinie Interoperabilität als Voraussetzung. Solche Vorhaben seien nur dann förderfähig, wenn beim Datenaustausch die „international anerkannten technischen, syntaktischen und semantischen Standards (…) zur Herstellung einer durchgehenden einrichtungsinternen und einrichtungsexternen Interoperabilität digitaler Dienste verwendet werden“. Der Gesetzgeber macht die Interoperabilität zur Pflicht, um die Abhängigkeit der Krankenhäuser von einzelnen Herstellerfirmen bzw. Systemen zu senken. Allerdings erfüllen nicht alle derzeit am Markt verfügbaren Lösungen die Anforderungen an offene Schnittstellen. Wir erwarten deshalb eine verschärfte Wettbewerbssituation, die sich auf einen überschaubaren Markt konzentriert. Mit unseren Interoperability Solutions (ehemals Forcare) sind wir in diesem Bereich bestens aufgestellt.

Patientenportale hoch im Kurs

 

Bei vielen Krankenhäusern stehen Patientenportale ganz oben auf der Agenda. Für diesen Fördertatbestand sind die Anforderungen besonders umfangreich, aber auch detailliert beschrieben. Hier ist das Aufnahmemanagement nur ein Bereich, in dem die Digitalisierung Nutzen bringen kann. Das KHZG intendiert dabei die Einführung eines digitalen Behandlungsmanagements während des gesamten stationären Aufenthalts, das die Patientensicherheit und die Therapieadhärenz erhöht. So verlangt die Richtlinie beispielsweise eine digitale mobile Visite, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, schneller auf relevante Informationen, insbesondere im Krankenhausinformationssystem (KIS), zuzugreifen. Darum sollten sich Krankenhäuser bei der Wahl eines Patientenportals auch mit dem Aspekt der Vermeidung von Abhängigkeiten von einzelnen Herstellerfirmen intensiv auseinandersetzen, das heißt mit der Frage, ob sie es in das KIS integrieren oder auf die vom KHZG empfohlene Interoperabilität setzen wollen. Auf diesem Wege lassen sich hohe Folgekosten für nachgelagertes Schnittstellenmanagement vermeiden.

Prozessorientierung ist das A und O

 

Für alle Vorhaben gilt die dringende Empfehlung, bei der Entscheidung für ein Industrieunternehmen auf seine Kompetenz in Sachen Prozesse zu achten. Schließlich fördert das KHZG „Vorhaben zur Digitalisierung der Prozesse und Strukturen“. Diese Priorisierung kommt nicht von ungefähr, findet doch die eigentliche Wertschöpfung in der Digitalisierung durch die Optimierung und Standardisierung der klinischen Abläufe statt. Entsprechend erkennt die Richtlinie ebenfalls Kosten für Beratungsleistungen bei der Planung, Ausschreibung und Beschaffung sowie erforderliche personelle Maßnahmen einschließlich der Kosten für Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.


Philips hat durch die Abteilung Healthcare Transformation Services einen starken Fokus auf Prozesse und Change Management. Die Beratung erfolgt herstellerneutral. Im ersten Schritt führen wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Krankenhauses eine Prozessanalyse durch. Was läuft gut, wo könnten die Prozesse verbessert werden? Anschließend prüfen wir, ob die als wichtig erachteten Prozesse sich durch Instrumente der Digitalisierung sowohl medizinisch verbessern als auch ökonomisch effizienter gestalten lassen. Daraus ergibt sich die Priorisierung der Digitalisierungsprojekte in der Regel von allein und die Krankenhäuser können – auf Wunsch mit unserer Unterstützung – ihre Bedarfe anmelden. In der Umsetzungsphase leisten wir in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe, weil wir wissen, dass Transformationsprojekte nur dann erfolgreich sind, wenn wir die Beteiligten befähigen, den Wandel selbst aktiv zu gestalten. Seit Anfang 2020 arbeiten wir schon nach diesem Prinzip und bekommen sehr gutes Feedback von den Kundinnen und Kunden.

Heute an Kostenfallen von morgen denken

 

Und noch etwas sollte bei der Entscheidung für ein Industrieunternehmen unbedingt bedacht werden: Digitalisierungsprojekte verursachen neben den einmaligen Investitionskosten auch laufende Kosten. Zwar berücksichtigt das KHZG die initialen Betriebskosten, aber spätestens nach Ende des Förderzeitraums am 31.12.2024 müssen die Krankenhäuser diese Ausgaben allein stemmen. Um Kostenfallen zu vermeiden, sind im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auch Folgekosten u. a. für Schnittstellenmanagement, Service, Updates und Releasewechsel sorgfältig zu hinterfragen und in eine Gesamtbewertung, welches Produkt für das einzelne Haus das richtige ist, einzubringen.

Halten wir fest: Krankenhäuser sind gut beraten, das KHZG als Chance für ein digitales Update zu begreifen. Ob sie die angestrebten Verbesserungen der Versorgungsqualität, der Mitarbeiterzufriedenheit sowie der Souveränität und Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten erzielen, entscheidet sich bereits maßgeblich bei der strategischen Planung und der Wahl der richtigen Industrieunternehmen, die auch bereit sind, verbindlich eine Umsetzung der geplanten Vorhaben zu garantieren.

Das Krankenhaus­zukunftsgesetz (KHZG)

Krankenhaus­zukunftsgesetz
Erfahren Sie mehr zu den förderungs­fähigen Vorhaben des KHZG und wie Philips Sie bei der Identifizierung von relevanten Handlungsfeldern unterstützen kann.

Interoperabilität

interoperability
Philips kann Ihnen dabei helfen, die Interoperabilität Ihrer IT-Systeme zu verbessern, um eine abteilungs- und sektorenübergreifende Versorgung zu unterstützen.

Patienten­bezogene Prozesse optimieren

IntelliSpace Critical Care and Anesthesia
Die modulare Philips VitalHealth Plattform unterstützt die Standardisierung und Automatisierung von administrativen und klinischen Abläufen im gesamten Versorgungsprozess.
„Das KHZG fördert `Vorhaben zur Digitalisierung der Prozesse und Strukturen`. Diese Priorisierung kommt nicht von ungefähr, findet doch die eigentliche Wert­schöpfung in der Digitalisierung durch die Optimierung und Standardisierung der klinischen Abläufe statt.“

Markus Jones,

Strategic Solution Leader, Philips GmbH Market DACH

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