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November 2021

Die Anatomie und Physiologie der Brust

Gestilltes Kleinkind oder Baby
Die weibliche Brust ist ein komplexes System, bei dem viele Komponenten zusammenspielen, um die Milchproduktion und das Wohlergehen des Babys zu ermöglichen.

Die Brust – ein Wunder der Natur – ist faszinierend und komplex zugleich und entwickelt sich bereits im Embryonalstadium im Mutterleib. Sie beginnt als verdicktes Gewebe, entwickelt sich zu Knospen und bildet später Brustdrüsen, Milchgänge, den Mamillen-Areola-Komplex sowie die Pigmentierung.

Während der Pubertät produziert der weibliche Körper das für das Wachstum und die Entwicklung der Brust notwendige Östrogen und Progesteron, wobei das Östrogen die Entwicklung der Milchgänge und das Progesteron jene der Brustdrüsen stimuliert.

Eine Außenansicht


Die Brust ist von Natur aus von Haut bedeckt, wobei sich die Haut um die Brustwarze – der Warzenhof – deutlich von „normaler“ Haut unterscheidet. Auf dieser stärker pigmentierten Haut befinden sich die Montgomery-Drüsen: Talg-, Schweiß- und Hilfsdrüsen, die sich während der Schwangerschaft verändern und als kleine Erhebungen sichtbar sein können. Sie sondern eine antibakterielle, ölige Substanz zum Schutz der Brustwarze sowie einen leichten Duft ab, damit das Baby die Brustwarze leichter findet.

Der Warzenhof verfügt über glatte Muskelzellen, mit denen sich die Brustwarze aufrichten kann. Das geschieht, wenn die Brustwarze durch leichte Berührung stimuliert und die Stimulation über die hoch empfindlichen Nervenenden registriert wird. Die Brustwarzen besitzen 10 bis 15 Öffnungen – die Enden der Milchgänge, über die das Baby gestillt wird.

In der Brust


Diese Milchgänge führen im Inneren der Brust zu kleinen Läppchen, den milchproduzierenden Drüsen. Dieses Drüsengewebe macht rund 10 bis 15% einer weiblichen Brust aus. Daneben besteht die Brust aus Fettgewebe und den Cooper-Bändern aus Bindegewebe, auch Ligamenta suspensoria mammaria genannt, die das Gewicht der Brust tragen und ihr Form geben.

Während der Schwangerschaft verringert sich das Bindegewebe und das Drüsengewebe nimmt zu. In den ersten Monaten der Schwangerschaft wachsen die Milchgänge und verzweigen sich. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft steigt der Progesteronspiegel der Mutter, die Drüsenläppchen wachsen weiter und in den Milchdrüsen bildet sich Kolostrum in kleinen Alveolen.

Während das Baby weiterwächst, setzt sich auch die Kolostrumproduktion fort. Die sekretorischen Zellen, die für die Produktion und Absonderung von Milchproteinen verantwortlich sind, entwickeln sich ebenfalls. Im letzten Trimester steigt der Oxytocinspiegel der Mutter und sorgt für eine Veränderung der Milchgänge, wodurch die Milch zum Mamillen-Areola-Komplex fließt.

Blut- und Lymphfluss


All diese Drüsen und Gewebe sind auf eine gute Blutversorgung angewiesen. Rund 60% des Blutflusses zur Brust stammen von der Arteria thoracica interna und der Vena thoracica interna, die auf beiden Seiten des Brustbeins verlaufen. Weitere 30% fließen über die Arteria axillaris und Vena axillaris in die Brust, die jeweils der Achselhöhle entspringen. Laterale Abzweigungen der Arteriae intercostales – jene Arterien, die die Rippen versorgen – versorgen die Brust ebenfalls mit Blut.

Die Brust und ihr Mamillen-Areola-Komplex sind außerdem mit einem komplexen Lymphsystem verbunden. Der subareoläre Plexus (auf Englisch Sappey’s plexus) ist ein oberflächliches Netzwerk, das die Lymphe aus der Haut der Brust, der Brustwarze und dem Warzenhof fortleitet.

Diese Lymphe fließt in ein tieferes Lymphsystem, das für das Brustgewebe zuständig ist. Zirka 97% der Lymphflüssigkeit wird über das Lymphsystem der Achseln fortgeleitet; die anderen 3% fließen durch die internen Lymphknoten der Brust.

Nach der Geburt


Bei der Entbindung sind die Brüste zum Stillen bereit. Östrogen-, Progesteron- und HPL-Spiegel (Humanes Plazentalaktogen) der Mutter sinken plötzlich und ihr Prolaktinspiegel steigt. Für die Milchdrüsen ist dies das Signal, dass sie Milch für das Neugeborene produzieren sollen. Die Alveolen und Milchgänge werden mit Kolostrum – und später mit Milch – gefüllt.

Jetzt muss nur noch der Säugling die Brustwarze der Mutter stimulieren. Das Glückshormon Oxytocin stimuliert den Milchfluss, die Zellen um die Milchgänge ziehen sich zusammen und das Baby kann freudig die Muttermilch trinken und sich entwickeln.

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Literatur

McGuire K.P. (2016) Breast Anatomy and Physiology. In: Aydiner A., İğci A., Soran A. (eds) Breast Disease. Springer, Cham.

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