Delir-Management

Nicht-pharmakologische Delir-Prävention

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Zahlen und Fakten über Delir auf der Intensivstation


Das Delir ist eine akute Hirnfunktionsstörung die mit Kernsymptomen wie Halluzinationen,Verwirrung und Orientierungslosigkeit einhergeht. Einige Patienten werden lethargisch und verlieren jegliches Interesse an Ihrer Umwelt.

 

  • Bis zu 80 Prozent der Patienten auf der Intensivstation sind von Delir betroffen.1
  • Delir erhöht die Sterblichkeit sowohl auf der Intensivstation als auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.1,2
  • Die Möglichkeiten der Pharmakologischen Behandlung sind begrenzt.3
  • Delir kann die Liegezeit von Patienten auf der Intensivstation verlängern.1
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Delir: Risikofaktoren  für die Patienten

Das empfehlen die Leitlinien

Wache Patienten, die aktiv an ihrer Behandlung teilnehmen

Immer mehr internationale Delir-Richtlinien (wie die PAD-Richtlinie in den USA, die deutsche DAS-Richtlinie und die NICE-Delir-Richtlinie in Großbritannien) postulieren, dass Patienten auf der Intensivstation wach, aufmerksam und frei von Schmerzen, Angst und Delir sein sollen, um aktiv an ihrem Heilungsprozess teilnehmen zu können.4,5,6 Dies bedeutet, dass die Sedierung von Patienten minimiert werden sollte und eine systematische Überwachung von Analgesie, Sedierung, Delir, Angst, Stress und Schlaf. Nicht-pharmakologische Maßnahmen gelten als besonders wirksam bei der Prävention von Delir und werden daher für alle schwerkranken Patienten empfohlen.5

Vermeidung von Delir durch einen nicht-pharmakologischen, multimodalen Ansatz.

Nicht-pharmakologische Interventionen können eingesetzt werden, um Stress, Angst und Delir zu reduzieren und den Patienten zu helfen, ihren Tag-Nacht-Rhythmus beizubehalten. Eine Uhr und ein Kalender im Blick, Kommunikation, Tageslicht und die Bereitstellung von Seh- und Hörgeräten unterstützen die Neuorientierung des Patienten.5 Kognitive Stimulation, Distraktion, frühzeitige Mobilisierung und die sofortige Entfernung von Drainagen werden ebenfalls empfohlen. In der Nacht ist die Reduzierung von Licht und Lärm eine wichtige Voraussetzung. Eine effektive multiprofessionelle Zusammenarbeit ist wichtig für die erfolgreiche Umsetzung einer Delir-Präventions- und Behandlungsstrategie.7,8,9

Philips VitalMinds Umgebungsanalyse

Licht und Geräusche sind wesentliche Faktoren, die die Gesundheit und Genesung der Patienten auf der Intensivstation beeinflussen können, einschließlich der Vermeidung eines Delirs.7,8,10 Der VitalMinds Ambience Analysis Service bietet über einen Zeitraum von einem Monat konsistente und definierte Messungen der Licht- und Lärmbedingungen in der Patientenumgebung auf der Intensivstation.

Philips VitalSky: Personalisierte Lichttherapie als Kernkomponente

Als eine der Schlüsselkomponenten dieses multimodalen Ansaatzes hat Philips die VitalSky-Lichtdecke entwickelt. VitalSky ist ein personalisiertes Lichttherapie-System, das den Patienten auf der Intensivstation einen natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus ermöglicht.

Häufige Fragen und Antworten

Welche Leitlinien für den Umgang mit Delir gibt es auf der Intensivstation?
Neue Leitlinien, wie die S3-Leitlinie für Analgesie, Sedierung und Delir-Management in Deutschland und die PAD-Leitlinie (Pain-Agitation-Delirium) in den USA, beinhalten zahlreiche Vorgaben, die das Personal auf Intensivstationen umsetzen kann und soll, um die Versorgung und Genesung von Intensivpatienten zu fördern – insbesondere auch zur Delir-Prävention. Eine der wichtigsten Erkenntnisse dabei: Ein angemessenes Delir-Management ist nur über einen multimodalen Ansatz zu erreichen.
Wie helfen nicht-pharmakologische Methoden bei der Delir-Prävention?

Nicht-pharmakologische Methoden können bei der Delir-Prävention helfen, indem sie unter anderem auf die Verbesserung folgender Schlüsselfaktoren abzielen:

 

  • Sensorische Beeinträchtigung der Patienten
  • Schlafmangel der Patienten
  • Schulung des Personals
  • Stress und Angst der Patienten
  • kognitive Beeinträchtigung der Patienten
  • Immobilität der Patienten
  • Desorientierung der Patienten
Was ist ein multimodaler Ansatz und weshalb wird er benötigt?
Um Delir effektiv vermeiden bzw. behandeln zu können, muss in einer Krankenhausabteilung eine Kombination aus Maßnahmen auf strukturierte Art und Weise implementiert werden – das nennt man multimodal.

Für sich genommen wird keine dieser Maßnahmen zu einer substantiellen Reduktion von Delir führen. Werden Patienten beispielsweise stark sediert, sind diese bewusstlos und somit nicht in der Lage, an ihrem eigenen Genesungsprozess mitzuwirken.
Aus welchen Komponenten besteht der multimodale Ansatz?

Zu den Komponenten gehören zum Beispiel:

 

  • Delir-Screening und –Beurteilung (z.B. CAM-ICU, ICDSC)
  • Sedierungsstrategie
  • Beeinflussung delir-relevanter Faktoren wie Schmerz, Stress, Angst und Schlaf
  • frühzeitige Mobilisierung (sowohl physisch als auch kognitiv)
  • Unterstützung eines natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Unterstützung der Orientierungsfähigkeit und der kognitiven Fähigkeiten
  • Reduktion von Lärm und anderen Störfaktoren in der Patientenumgebung
  • Einbeziehung der Angehörigen.
Welche Rolle spielt die Lichttherapie im VitalMinds Ansatz?
Licht ist der wichtigste Taktgeber für den Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus von Intensivpatienten ist sehr häufig schwer beeinträchtigt – wodurch sich das Delir-Risiko signifikant erhöht. Durch eine wissenschaftlich fundierte (beweisbasierte) Lichttherapie kann der Tag-Nacht-Zyklus der Patienten unterstützt werden. Dies wirkt sich positiv auf die Schlafqualität aus und verringert die Inzidenz und Schwere von Delir.
Genügen (bodentiefe) Fenster für die Aufrechterhaltung des gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus?
Durch die Umgebungsbedingungen sowie die Transmission des Glases wird je nach Wetterlage ungenügend Beleuchtungsstärke erzielt, welche zudem quadratisch zur Entfernung des Fensters abnimmt. Dies bedeutet, dass in der Regel kein zirkadian wirksames Licht auf die Netzhaut des Patienten auftrifft. Dennoch ist ein Fenster zur Orientierung des Patienten absolut empfehlenswert.
Könnten einfache LED Leuchten über dem Patientenbett den Effekt genauso erzielen?
Um eine präventive und therapeutische Wirkung zu erzielen, werden hohe Lichtstärken zur Aktivierung des dritten Rezeptors auf der Netzhaut benötigt. Dies bedeutet, dass parallel ein hoher Blendeneffekt auftreten kann, was zu einer negativen Reaktion des Patienten führt. Um dies zu vermeiden, wird die Leuchtdichte kontrolliert reduziert. Diese Bedingungen erfüllt zur Zeit nur der VitalSky auf Basis von speziell entwickelten Algorithmen.

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Philips VitalSky: Personalisierte Lichttherapie als Kernkomponente

Als eine der Schlüsselkomponenten dieses multimodalen Ansaatzes hat Philips die VitalSky-Lichtdecke entwickelt. VitalSky ist ein personalisiertes Lichttherapie-System, das den Patienten auf der Intensivstation einen natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus ermöglicht.

1 Ouimet et al., Intensive Care Med (2007) 33(1):66-73
2 Ely et al., JAMA (2004) 291(14):1753-62
3 Vardi et al., R I Med J (2013) 97(6):24-8
4 Barr et al., Crit Care Med. (2013) 41(1):263-306
5 DAS Taskforce 2015, Ger Med Sci 2015;13:Doc19
6 NICE, https://www.nice.org.uk/guidance/qs63

7 Kamdar et al., Crit Care Med. (2013) 41(3):800-9
8 Patel et al., Anaesthesia. (2014) 69(6):540-9
9 Ely, Crit Care Med. (2017) 45(2):321-330
10 Lütz et al., Clin Health Promot (2016) 6(1):5-12