Philips auf der MEDICA 2016

HomeSafe und CareSage: Im Alter sicher zu Hause leben

14. November 2016

In Nordamerika hat HomeSafe bereits sieben Millionen Senioren überzeugt. Im Rahmen der MEDICA 2016 launcht Philips das Hausnotrufsystem nun in Deutschland. Aber das ist nur der erste Schritt, um den Ruhestand in den eigenen vier Wänden noch sicherer zu machen. CareSage von Philips ermöglicht es, auf Grundlage der Hausnotrufdaten das Risiko für eine Krankenhauseinweisung innerhalb der nächsten 30 Tage vorherzusagen. So können bei einer ungünstigen Prognose rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung eines stationären Krankenhausaufenthaltes veranlasst werden.

 

Stürze im Alter

Längst ist der demografische Wandel angekommen und der ältere Mensch die bestimmende Realität in der Gesundheitsversorgung. Fragt man Senioren nach ihren Wünschen, lautet die Antwort in der Regel „Möglichst lange zu Hause leben“. Eines der größten Risiken für den Verlust der Selbstständigkeit im Alter sind Stürze. Laut Statistik stürzt rund jeder dritte der über 65-Jährigen mindestens einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es sogar jeder zweite. Die Ursachen sind vielfältig. Sie reichen von altersbedingten funktionellen Einschränkungen wie dem Abbau der Muskelmasse, Gleichgewichtsstörungen und nachlassender Sehkraft über die Einnahme bestimmter Medikamente bis hin zu Stolperfallen in der Wohnung. Anders als bei Kindern, die beim Entdecken der Welt unzählige Male hinfallen und unbeschadet wieder aufstehen, kann schon ein unfreiwilliger Bodenkontakt für ältere Menschen zum Wendepunkt werden. Zehn bis zwanzig Prozent der Stürze erfordern eine medizinische Versorgung, fünf bis zehn Prozent der Patienten erleiden Brüche und circa ein bis zwei Prozent eine Hüftfraktur. 1Experten schätzen die Kosten der Operationen sturzbedingter Brüche, der anschließenden Rehabilitation und der sich häufig aus einem Sturz ergebenden Pflegebedürftigkeit auf bundesweit mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr.

 

HomeSafe: Die Nummer eins der US-amerikanischen Hausnotrufsysteme jetzt auch in Deutschland

„Ein älterer Mensch stürzt in seiner Wohnung, er ist allein und außerstande, sich selbst zu helfen – genau dieses Szenario kann HomeSafe vermeiden. Außerdem wirkt das Hausnotrufsystem der Neigung vieler Senioren entgegen, Sturzereignisse zu verschweigen oder zu bagatellisieren, weil sie niemandem zur Last fallen möchten“, erklärt Dr. Heribert Baldus, Principal Scientist bei Philips. Der Marktführer aus den USA besteht aus einer Basisstation und einem am Handgelenk oder um den Hals getragenen Funksender. Erkennen die im Funksender integrierten Sensoren einen Sturz, lösen sie automatisch einen Notruf aus. Binnen kürzester Zeit meldet sich ein Mitarbeiter der Leitstelle - 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Auf dem Computerbildschirm sieht er die für den Kunden hinterlegte Adresse und weitere personenbezogene Daten, zum Beispiel Informationen zu Vorerkrankungen und verordneten Medikamenten, aber auch Kontaktdaten des Hausarztes oder von Angehörigen. Über die Freisprechanlage kann der Hilfebedürftige von überall in der Wohnung seine Situation schildern. Je nach Bedarf werden Nachbarn, Angehörige oder der Notarzt verständigt. Die Leitstelle bleibt so lange mit dem Kunden in Kontakt, bis Hilfe eingetroffen ist.

 

CareSage: Heute schon berechnen, was morgen passiert

Der demografische Wandel führt zu einer Verschiebung des Krankheitsspektrums hin zu chronischen, alterstypischen Erkrankungen. Dadurch steigen sowohl die Häufigkeit als auch die Dauer von Krankenhausaufenthalten. Viele stationäre Behandlungen älterer Patienten lassen sich jedoch durch das frühzeitige Erkennen von Verschlechterungen des Gesundheitszustandes vermeiden. CareSage von Philips nutzt Predictive Analytics, um auf Grundlage der Hausnotrufdaten das Risiko für eine Krankenhauseinweisung innerhalb der nächsten 30 Tage vorherzusagen. Fortschrittliche Algorithmen analysieren nicht nur den Ist-Zustand, sondern leiten aus der Datenhistorie zusätzlich die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses in der Zukunft ab. So können bei einer ungünstigen Prognose früh genug Maßnahmen zur Vermeidung eines stationären Krankenhausaufenthaltes veranlasst werden. Für ältere Patienten bedeutet dieses Plus an Sicherheit einen Gewinn an Lebensqualität. Zugleich kann CareSage zu einer Reduzierung des Kostendrucks im Gesundheitssystem beitragen. Die Einführung in Deutschland ist für 2017 geplant.

 

Mehr zu Philips auf der MEDICA 2016: www.philips.de/medica

1 Lord, SR, et al. Cambridge University Press 2007; O'Loughlin, JL, et al. Am J Epidemiol 1993;137 (3) 342-354; Campbell, AJ, et al. Age and Ageing 1981; 10 (4) 264-270; Weyler, EJ, Gandjour, A, Gesundheitswesen 2007; 69 (11) 601-606.

 

 

Weitere Informationen für Journalisten:  

 

Kerstin Zimmermann
PR Managerin Health Systems
Tel.: +49 (0) 171/81 80 186
E-Mail: kerstin.zimmermann@philips.com

Über Royal Philips


Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 70.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte mit seinem Gesundheitstechnologie-Portfolio in 2015 einen Umsatz von 16,8 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de