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22. Juni 2018

Gesundheit von Mund und Körper im Fokus der Medizin des 21. Jahrhunderts

International renommierte Experten referierten auf dem halbjährlich stattfindenden Symposium von Philips Oral Healthcare in Amsterdam über die Zukunft der oralen und der allgemeinen Gesundheit.

Amsterdam, Niederlande – Philips Oral Healthcare hat ein zweitägiges wissenschaftliches Symposium abgehalten (18. bis 19. Juni): ‚Connecting the Mouth and Body in the 21st Century Healthcare’. Das Symposium bildete den Auftakt zur Teilnahme von Philips Oral Healthcare an der Dental-Messe EuroPerio 9 (Stand 10.15) und hatte die wachsende wissenschaftliche Evidenz für den Zusammenhang von oraler und allgemeiner Gesundheit zum Thema.

 

Zwei Tage lang diskutierten die Referenten bei Vorträgen und Workshops die neuesten Entwicklungen in der wissenschaftlichen Forschung. Schwerpunktthemen waren hier zum einen die neue Sicht auf den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeiner körperlicher Gesundheit. Zum anderen die sich wandelnde Rolle digitaler Technologien in der Mundpflege, vor allem in den Bereichen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schwangerschaft.

 

„Ich freue mich, dass wir im Rahmen des Symposiums Branchenführer zusammenbringen und so den Austausch und das Verständnis für den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und der allgemeinen körperlichen Gesundheit fördern konnten. Wir als Gesundheitsunternehmen tragen unseren Teil dazu bei, indem wir unsere Erfahrung in digitale Lösungen und Bildungsplattformen für Zahnmediziner einbringen. Das gemeinsame Ziel ist es, die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu verbessern“, resümierte Michael-John Kühne, Business Leader, Philips Oral Healthcare.

 

Unter den deutschen Teilnehmern des Philips Symposiums waren Prof. Dr. Mozhgan Bizhang, Oberärztin Fakultät für Gesundheit, Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abteilung für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin Universität Witten/Herdecke, Prof. Dr. Michael J. Noack, Lehrstuhlinhaber und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Uniklinik Köln und Prof. Dr. Johannes Einwag, Direktor des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart und Vorsitzender der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde.

 

„Eine gute Mundgesundheit hat großen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Epidemiologische und klinische Studien zeigen außerdem einen Zusammenhang von Parodontitis (Zahnbettentzündung) und einigen systemischen Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus oder Koronare-Herzerkrankungen. Eine regelmäßige und systematische Mundhygiene ist der Schlüssel zur rechtzeitigen Vorbeugung von Karies, Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis. Eine gute Schallzahnbürste zeigt dabei eine bessere Entfernung von Plaque als eine Handzahnbürste und das nicht nur an den glatten Zahnoberflächen sondern auch an schwer erreichbaren Zahnzwischenräumen. Der Grund dafür kann eine dynamische Flüssigkeitsströmung sein“, so Prof. Dr. Mozhgan Bizhang.

 

„Die Zahnzwischenraumreinigung ist ein essenzieller Bestandteil der Mundhygiene, da die meisten Krankheiten in der Mundhöhle entstehen. Für alle, denen Zahnseide zu umständlich ist, stellt der AirFloss die Lösung dar. Er reinigt die Zahnzwischenräume sanft und ist dabei genauso wirksam“, so Prof. Dr. Michael Noack.  

 

„An jedem Zahn hängt ein Mensch – selten wurde die Wahrheit hinter diesem Zitat von Wissenschaftlern aus aller Welt so deutlich kommuniziert wie beim Philips Symposium in Amsterdam. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, wie wichtig es ist, die immer offensichtlicher werdenden Zusammenhänge zwischen Allgemeingesundheit und Mundgesundheit nicht nur gegenüber den Patienten, sondern auch gegenüber den Allgemeinmedizinern zu vermitteln“, so Prof. Dr. Johannes Einwag.

Neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit

Hauptredner des Symposiums Professor Dr. R. Bruce Donoff, Dekan der Harvard School of Dental Medicine, berichtete in seinem Vortrag ‚Orale Gesundheit in die Medizin integrieren: Vergangenheit und Zukunft’ von seinen Erfahrungen mit der Integration innerhalb der Fachbereiche Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Behandlung von Mundhöhlenkarzinomen. In der Begrüßungsrede ging er auch darauf ein, wie die Zahnmedizin der Vergangenheit in der Gegenwart fortwirkt. Dr. Donoff beleuchtete darüber hinaus die Frage, wie sich der Kompetenzbereich der Zahnmedizin ändern muss, um die Weltbevölkerung besser versorgen zu können. Hier sind  Ausbildung und klinische Praxis ebenso einzubeziehen wie Gesetzgebung, Leistungen, Ergebnisse und Richtlinien.

 

Dr. Niklaus P. Lang, Professor Emeritus der Universität Bern, Schweiz, gewährte einen Einblick in die ‚Guided Biofilm Therapy (GBT) im Rahmen eines qualitätsorientierten parodontalen Behandlungsansatzes in der Schweiz‘. Dr. Alvaro Marco del Castillo präsentierte neue Einsichten zur Rolle parodontaler Erkrankungen und Entzündungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen anhand klinischer Fallstudien und neuester Entwicklungen.

 

Dr. Bruno G. Loos, Professor am Academic Center for Dentistry Amsterdam, demonstrierte mit seinem Vortrag ‚Die Zahnarztpraxis kann das Management kardiovaskulärer Erkrankungen unterstützen’ die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der Ärzteschaft mit den Zahnkliniken. „Die Therapie der Parodontitis verbessert nicht nur die parodontale Situation, sondern bewirkt auch eine signifikante Verbesserung der klinischen Parameter des Herz-Kreislauf-Systems“, so Dr. Loos.

 

Professor Dr. Purnima Kumar DDS, eine führende Forscherin im Bereich des humanen Mikrobioms, brachte mit ihren Erkenntnissen aus ‘Glykämische Kontrolle und orale Gesundheit: keine Einbahnstraße’ ein neues Thema in die Diskussion ein. Ihre in ihrer eigenen Parodontose- und Implantologieklinik in Rotterdam, Niederlande, tätige Dentalhygienikerin Elmira Boloori referierte mit ‚Orale Gesundheit in der Schwangerschaft’ über den Zusammenhang zwischen Parodontitis und ungünstigen Schwangerschaftsverläufen.

 

Professor Dr. Iain Chapple leitete die Diskussionen des Tages und führte am Beispiel der chronischen Nierenkrankheit als systemische Komorbidität in das Thema Parodontitis und Mortalität ein. In seinem Vortrag ‚Parodontitis & Mortalität – kausal oder zufällig?’ untersuchte er die Frage, ob Parodontitis in einem ursächlichen Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen steht oder die Koinzidenz rein zufällig ist.

Digitale Technologien und die künftige Rolle von Daten

Die Symposium-Teilnehmer diskutierten mit Dr. Robert Kalla neueste Trends und digitale Systeme, die Patienten und Zahnmedizinern weltweit zur Verfügung stehen. Zudem untersuchten sie gemeinsam mit dem Zahnarzt, der über umfangreiche Erfahrung im Bereich digitaler Systeme und Datenmanagement verfügt, den Nutzen dieser Systeme für die Patienten.

 

„Digitale Technologien gelten weltweit als nützliches Werkzeug in der Zahngesundheit“, meint Dr. Nicolas Giraudeau, Hauptautor des Buches ‚e-Health Care in Dentistry and Oral Medicine’, der sein Wissen zur Telemedizin in der Zahn- und Mundheilkunde für Patienten mit eingeschränktem Zugang zu Gesundheitseinrichtungen beisteuerte.

Erkenntnisse des Philips Symposiums beim EuroPerio9

Philips Oral Healthcare nimmt am EuroPerio9 teil und veranstaltet während des gesamten Kongresses – am 20., 21. und 23. Juni – Workshops, die die Erkenntnisse des Symposiums aufgreifen. Am Stand von Philips haben die Besucher die Möglichkeit, die Innovationen von Philips Oral Healthcare praktisch auszuprobieren, darunter auch die neueste Schallzahnbürste Philips Sonicare DiamondClean Smart.

 

Am 21. Juni um 14:00 Uhr signierte darüber hinaus Dr. Michèle Reners, Präsidentin des EuroPerio 9, Ausgaben ihres neuen Buchs ‚Periodontology Made Easy’ am Stand von Philips (Stand 10.5).

 

Weitere Informationen über Philips Oral Healthcare finden Sie auf unserer Website für Zahnmediziner.

Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in den Niederlanden ist es, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und sie mit entsprechenden Produkten und Lösungen in allen Phasen des Gesundheitskontinuums zu begleiten: während des gesunden Lebens, aber auch in der Prävention, Diagnostik, Therapie sowie der häuslichen Pflege. Die Entwicklungsgrundlagen dieser integrierten Lösungen sind fortschrittliche Technologien sowie ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von medizinischem Fachpersonal und Konsumenten. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 74.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte mit seinem Gesundheitstechnologie-Portfolio in 2017 einen Umsatz von 17,8 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de 

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Medienmaterial

Symposium "Connecting the Mouth and Body in the 21st Century Healthcare"
Brent Kokoskin (3. v. l.), Senior Director, Head of Professional Marketing Oral Healthcare bei Philips mit Gästen
Michael-John Kühne, Philips Oral Healthcare Business Lead
Prof. Dr. Mozhgan Bizhang
Prof. Dr. Michael J. Noack
Prof. Dr. Johannes Einwag

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