Hamburg – Philips arbeitet im Bereich der Intensivmedizin mit führenden Medizintechnikunternehmen zusammen. [1] Der Schulterschluss mit Dräger, Getinge, Hamilton Medical und B. Braun soll das intensivmedizinische Umfeld mit seinen Versorgungsprozessen für Fachkräfte sowie Patientinnen und Patienten effizienter und angenehmer gestalten. Im Mittelpunkt steht der Service Oriented Device Connectivity Standard (SDC), der eine Kommunikation der bettseitigen Geräte – unabhängig von Typ und Hersteller – ermöglicht.
In der Intensivmedizin erlaubt der SDC-Standard die Kommunikation von medizinischen Geräten am Patientenbett und sorgt so für die notwendige Interoperabilität, etwa zur Verbesserung des Alarmmanagements. „Zwischen uns Medizintechnikherstellern entstehen Netzwerke, in denen wir gemeinschaftlich die intensivmedizinische Versorgung weiterentwickeln können. Das bringt uns näher an das Zielbild eines offenen Ökosystems heran, in dem die Vielzahl an bettseitigen Geräten miteinander kommuniziert“, erklärt Holger Voderberg, Leiter des Geschäftsbereichs Hospital and Ambulantory Monitoring, Philips DACH.
Insbesondere der Bereich des Alarmmanagements profitiert von der offenen Kommunikation. Derzeit geht man davon aus, dass 350 Alarme pro Patient und Tag [2] anfallen. Schätzungsweise 85 bis 99 Prozent davon sind falsch oder nicht behandlungsrelevant. [3] Das trägt zu einer Alarmmüdigkeit und einer verminderten Reaktionsfähigkeit bei. Auch für Patientinnen und Patienten bedeutet die Geräuschbelastung durch die Geräte Stress, der für die Genesung nicht förderlich ist.
Plattform für Patientenmonitoring orchestriert Alarme Mit der Einigung auf den herstellerübergreifenden Standard SDC lassen sich die Alarme der verschiedenen bettseitigen Geräte auf einer smarten Plattform konsolidieren. Basis ist die bestehende Plattform für das Philips Patientenmonitoring. Die Alarme laufen zentral zusammen, fließen in definierte Alarmmanagement-Workflows ein und erreichen die entsprechende Fachkraft über ein mobiles Endgerät dort, wo sie gerade tätig ist. Die daraus entstehende Zeitersparnis erweitert die Kapazitäten für die Patientenbehandlung und verbessert die Reaktionszeiten bei kritischen Alarmen. Für Patientinnen und Patienten wird die Behandlungsumgebung leiser, da bestimmte Alarme von der Bettseite direkt auf die Plattform geleitet werden. So wird der Krankenhausaufenthalt weniger belastend.
Perspektivisch steckt in der Zusammenführung patientenbezogener Daten aus unterschiedlichsten Quellsystemen noch mehr Potenzial. Über die bestehende Plattform können automatisiert aus der Fülle der Patientendaten diejenigen Informationen herausgefiltert und dargestellt werden, die für die klinische Entscheidung relevant sind. „In einem so sensiblen Umfeld wie der Intensivstation ist der ganzheitliche Blick auf den Gesundheitszustand der schwerkranken Patientinnen und Patienten von immenser Bedeutung. Durch eine möglichst schnelle und vollständige Zusammenführung der bettseitigen Informationen können wir die Aussagekraft der Daten deutlich erhöhen“, ergänzt Voderberg.
Verbesserung der Patientensicherheit durch Kooperation und Kommunikation Die gemeinsame Weiterentwicklung der Konnektivität medizinischer Geräte verschiedener Medizintechnikunternehmen ist ein wichtiger Meilenstein, damit offene und vernetzte Ökosysteme und Plattformen entstehen können. Das eröffnet die Chance, die Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung des medizinischen Personals noch besser zu unterstützen und die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern.
Auf dem 25. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom 3. bis 5. Dezember 2025 in Hamburg stellt Philips diese und weitere Lösungen für die intensivmedizinische Versorgung im Foyer 3 Stand Nr. F3-08 vor.
[1] Philips partners with major device companies to simplify hospital workflows and enhance care [3] The Joint Commission. Joint Commission sentinel event alert. Biomedical Safety & Standards. 2008;38(11):88. doi: https://doi.org/10.1097/01.bmsas.0000320104.74641.ff
Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA) ist ein führender Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Das Unternehmen nutzt fortschrittliche Technologien und fundierte klinische Erkenntnisse, um Menschen personalisierte Gesundheitslösungen anzubieten. Diese Innovationen orientieren sich an den Bedürfnissen von Gesundheitsdienstleistern und ihren Patientinnen und Patienten im Krankenhaus und zu Hause. Philips mit Hauptsitz in den Niederlanden ist führend in den Bereichen diagnostische Bildgebung, Ultraschall, bildgeführte Therapie, Monitoring und Gesundheits-IT sowie im Bereich Personal Health. Das Unternehmen beschäftigt etwa 67.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte 2024 einen Umsatz von 18 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de/healthcare

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