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Teilnahme von knapp 3.000 jüngeren Gesundheitsfachleuten
Im diesjährigen Future Health Index wird untersucht, wie die nächste Generation an Fach- und Führungskräften in Gesundheitsberufen* unterstützt und gestärkt werden kann. Sie beleuchtet insbesondere deren Wahrnehmung der heutigen Realität und die Rolle, die Technologie für eine bessere Versorgung spielt. Dies ist die erste globale Umfrage dieser Art, die sich an die nächste Generation im Gesundheitswesen richtet.
Theme 1 label

Diskrepanz zwischen Ausbildung und Berufsalltag

In Deutschland sind die jungen Fachkräfte im Gesund­heits­wesen medizinisch gut ausgebildet, um im beruflichen Alltag zu bestehen. Jedoch haben viele zu Beginn ihrer Karriere Wissenslücken im Bereich des nicht-klinischen Know-hows und falsche Erwartungen an ihren Berufsalltag.

Anteil derer, die der Meinung sind, dass ihre medizinische Ausbildung sie überhaupt nicht vorbereitet hat.
Skills
Betriebs­wirt­schaft­liche Aufgaben
Deutsche Krankenhäuser und Praxen müssen Lösungen finden, um die Kluft zwischen Bildung und Realität zu schließen.
Knowledge

58 %

Stimmen nicht zu oder stimmen weder zu noch widersprechen, dass die Arbeitsrealität ihren Hoffnungen und Erwartungen entspricht

Some younger healthcare professionals say they are overwhelmed by digital patient data.  Many say the reality of their career does not live up to their hopes and expectations.

Data

Data graph green

35%

Don’t know how to use digital patient data to inform patient care
Data graph yellow

35%

Are overwhelmed by the amount of digital patient data

Expectations

Expectations

41%

Disagree or neither agree nor disagree that the reality of their career lives up to their hopes and expectations
Theme 2 label

Technologie zur Transformation der Versorgung

Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen in allen anderen Ländern sind die befragten Fachkräfte in Deutschland, nicht so überzeugt, dass digitale Gesund­heits­techno­logien zu einer Verbesserung der Be­hand­lungs­ergeb­nisse und -erfahrungen beitragen werden. Viele befürchten außerdem eine Erhöhung ihres bereits bestehenden Verwaltungsaufwands.

Smart analog and digital
Digitale Gesundheits­technologien sind ein wichtiges Instrument, um bessere Behandlungsqualität zu erzielen.
Smart analog and digital
Haben das Gefühl, dass sich ein erhöhter administrativer Aufwand negativ auf ihre berufliche Zufriedenheit auswirkt.

Jüngere Fachkräfte in Deutschland berichten, dass die mangelnde Interoperabilität zwischen Systemen und Plattformen eines der größten Hindernisse für die Einführung von Technologie in ihren Krankenhäusern und Praxen ist.

Cog

58%

Improved interoperability between platforms

Graph

57%

Improved accuracy of data

Lock

54%

Improved data security

66 %

Auch wenn dieser Wert niedriger ist als in den meisten anderen befragten Ländern, stimmen etwa zwei Drittel zu, dass ihre Einrichtung bereit ist, neue Technologien einzusetzen.
Theme 3 label

Ideale Arbeitsumgebungen im Gesundheitswesen

Work-Life-Balance ist der maßgebliche Fakt zur Arbeitszufriedenheit.

Im Vergleich haben Jüngere in Deutschland die höchste Anzahl an Patientenkontakten pro Woche. Wenn hier nicht gegengesteuert wird, könnte die Arbeitsbelastung zu einem Burn-out bei der jüngsten Generation medizinscher Fachkräfte in Deutschland führen. Viele haben bereits in Erwägung gezogen, den Gesundheitsberuf infolgedessen zu verlassen.

Durchschnittliche Patientenanzahl, die von jüngeren Fachkräften behandelt wird, pro Woche, nach Land:
Basis (ungewichtet): Jüngere Gesundheitsfachkräfte insgesamt (n=2.867); Australien (n=150), Brasilien (n=203), China (n=201), Frankreich (n=202), Deutschland (n=200), Indien (n=202), Japan (n=202), Niederlande (n=201), Polen (n=201), Rumänien (n=202), Russland (n=200), Saudi-Arabien (n=201), Singapur (n=100), Südafrika (n=201), Vereinigte Staaten von Amerika (n=201)
Workplace culture

89%

Workplace culture
Latest equipment and technologies

88%

Latest equipment / technologies
Reputation

79%

Reputation
Work/life balance

75%

Work/life balance

Am Arbeitsplatz schätzen jüngere Fachkräfte aus Deutschland die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und die Unternehmenskultur mehr als die neuesten technologischen Fortschritte oder den Ruf ihres Arbeitsplatzes.

Deutschland
15-Länder-Durchschnitt
Work-Life-Balance
Unternehmenskultur
Neueste Ausstattung / Technologien
Reputation
Basis (ungewichtet): Jüngere Fachkräfte im Gesundheitswesen insgesamt (15-Länder-Durchschnitt n=2.867; Deutschland n=200; China n=201; Niederlande n=201; Vereinigte Staaten von Amerika n=201)

Schlussfolgerungen und Empfehlungen


Viele jüngere Fachkräfte im deutschen Gesundheitswesen sind auf die nicht-klinischen Anforderungen des modernen Gesundheitswesens, insbesondere auf betriebswirtschaftliche Aufgaben und Effizienzsteigerungen, nicht ausreichend vorbereitet. Deutsche Krankenhäuser und Praxen müssen kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ermöglichen, um dieser nächsten Generation zu helfen, diese Aufgaben effektiv zu bewältigen.

Education and training
Stärkere Konzentration auf betriebswirtschaftliche Grundlagen in der Ausbildung, um die Belastung der Beschäftigten im Alltag zu verringern
Technology
Einsatz von digitalen Technologien zur Verbesserung der Work-Life-Balance und der klinischen Leistung
Culture
Untersuchung der Entscheidungshierarchie und des Ent­scheidungs­findungs­prozesses, um sicherzustellen, dass die Meinungen Jüngerer gehört, anerkannt und umgesetzt werden

Der Future Health Index wird von Philips in Auftrag gegeben.


Die Studie 2020 umfasst eine Umfrage unter 2.867 medizinischen Fachkräften unter 40 Jahren in 15 Ländern: Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, die Niederlande, Polen, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, Südafrika und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Fußnoten

 

* 200 Gesundheitsfachleute unter 40 Jahren in Deutschland