Teilnahme von knapp 3.000 jüngeren Gesundheitsfachleuten

Im diesjährigen Future Health Index wird untersucht, wie die nächste Generation an Fach- und Führungskräften in Gesundheitsberufen* unterstützt und gestärkt werden kann. Sie beleuchtet insbesondere deren Wahrnehmung der heutigen Realität und die Rolle, die Technologie für eine bessere Versorgung spielt. Dies ist die erste globale Umfrage dieser Art, die sich an die nächste Generation im Gesundheitswesen richtet.

Theme 1 label

Diskrepanz zwischen Ausbildung und Berufsalltag

In Deutschland sind die jungen Fachkräfte im Gesund­heits­wesen medizinisch gut ausgebildet, um im beruflichen Alltag zu bestehen. Jedoch haben viele zu Beginn ihrer Karriere Wissenslücken im Bereich des nicht-klinischen Know-hows und falsche Erwartungen an ihren Berufsalltag.

Anteil derer, die der Meinung sind, dass ihre medizinische Ausbildung sie überhaupt nicht vorbereitet hat.

Skills

Betriebs­wirt­schaft­liche Aufgaben

Deutsche Krankenhäuser und Praxen müssen Lösungen finden, um die Kluft zwischen Bildung und Realität zu schließen.

Knowledge

58 %

Stimmen nicht zu oder stimmen weder zu noch widersprechen, dass die Arbeitsrealität ihren Hoffnungen und Erwartungen entspricht

Theme 2 label

Technologie zur Transformation der Versorgung

Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen in allen anderen Ländern sind die befragten Fachkräfte in Deutschland, nicht so überzeugt, dass digitale Gesund­heits­techno­logien zu einer Verbesserung der Be­hand­lungs­ergeb­nisse und -erfahrungen beitragen werden. Viele befürchten außerdem eine Erhöhung ihres bereits bestehenden Verwaltungsaufwands.

Smart analog and digital

Digitale Gesundheits­technologien sind ein wichtiges Instrument, um bessere Behandlungsqualität zu erzielen.

Smart analog and digital

Haben das Gefühl, dass sich ein erhöhter administrativer Aufwand negativ auf ihre berufliche Zufriedenheit auswirkt.

Jüngere Fachkräfte in Deutschland berichten, dass die mangelnde Interoperabilität zwischen Systemen und Plattformen eines der größten Hindernisse für die Einführung von Technologie in ihren Krankenhäusern und Praxen ist.

66 %

Auch wenn dieser Wert niedriger ist als in den meisten anderen befragten Ländern, stimmen etwa zwei Drittel zu, dass ihre Einrichtung bereit ist, neue Technologien einzusetzen.

Theme 3 label

Ideale Arbeitsumgebungen im Gesundheitswesen

Work-Life-Balance ist der maßgebliche Fakt zur Arbeitszufriedenheit.

Im Vergleich haben Jüngere in Deutschland die höchste Anzahl an Patientenkontakten pro Woche. Wenn hier nicht gegengesteuert wird, könnte die Arbeitsbelastung zu einem Burn-out bei der jüngsten Generation medizinscher Fachkräfte in Deutschland führen. Viele haben bereits in Erwägung gezogen, den Gesundheitsberuf infolgedessen zu verlassen.

Durchschnittliche Patientenanzahl, die von jüngeren Fachkräften behandelt wird, pro Woche, nach Land:

Basis (ungewichtet): Jüngere Gesundheitsfachkräfte insgesamt (n=2.867); Australien (n=150), Brasilien (n=203), China (n=201), Frankreich (n=202), Deutschland (n=200), Indien (n=202), Japan (n=202), Niederlande (n=201), Polen (n=201), Rumänien (n=202), Russland (n=200), Saudi-Arabien (n=201), Singapur (n=100), Südafrika (n=201), Vereinigte Staaten von Amerika (n=201)

Am Arbeitsplatz schätzen jüngere Fachkräfte aus Deutschland die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und die Unternehmenskultur mehr als die neuesten technologischen Fortschritte oder den Ruf ihres Arbeitsplatzes.

Deutschland

15-Länder-Durchschnitt

Work-Life-Balance

Unternehmenskultur

Neueste Ausstattung / Technologien

Reputation

Basis (ungewichtet): Jüngere Fachkräfte im Gesundheitswesen insgesamt (15-Länder-Durchschnitt n=2.867; Deutschland n=200; China n=201; Niederlande n=201; Vereinigte Staaten von Amerika n=201)

Schlussfolgerungen und Empfehlungen


Viele jüngere Fachkräfte im deutschen Gesundheitswesen sind auf die nicht-klinischen Anforderungen des modernen Gesundheitswesens, insbesondere auf betriebswirtschaftliche Aufgaben und Effizienzsteigerungen, nicht ausreichend vorbereitet. Deutsche Krankenhäuser und Praxen müssen kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ermöglichen, um dieser nächsten Generation zu helfen, diese Aufgaben effektiv zu bewältigen.

Education and training

Stärkere Konzentration auf betriebswirtschaftliche Grundlagen in der Ausbildung, um die Belastung der Beschäftigten im Alltag zu verringern

Technology

Einsatz von digitalen Technologien zur Verbesserung der Work-Life-Balance und der klinischen Leistung

Culture

Untersuchung der Entscheidungshierarchie und des Ent­scheidungs­findungs­prozesses, um sicherzustellen, dass die Meinungen Jüngerer gehört, anerkannt und umgesetzt werden

Der Future Health Index wird von Philips in Auftrag gegeben.


Die Studie 2020 umfasst eine Umfrage unter 2.867 medizinischen Fachkräften unter 40 Jahren in 15 Ländern: Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, die Niederlande, Polen, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, Südafrika und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Fußnoten

 

* 200 Gesundheitsfachleute unter 40 Jahren in Deutschland

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