Rosetta Terminology Mapping (RTM) hilft dabei, physiologische Daten, die mit verschiedenen Geräten erfasst wurden, zu normalisieren, was für die Forschung und die Patientenversorgung entscheidend ist. Ein weiteres ähnliches und wichtiges Tool zur Datenstandardisierung für Kliniken sind die IHE HL7-Integrationsprofile, die in diesem Beitrag beschrieben werden. IHE HL7-Integrationsprofile gehen Hand in Hand mit RTM, um Kliniken bei der Integration medizinischer Geräte und der Schaffung interoperabler Umgebungen zu unterstützen, damit Klinikteams sichere und effektive Versorgungsentscheidungen treffen können.
In unserem letzten Blogbeitrag haben wir Rosetta Terminology Mapping (RTM) beschrieben und erläutert, wie Kliniken es verwenden, um die physiologischen Daten ihrer medizinischen Geräte zu standardisieren. Mit RTM können Informationen von verschiedenen Geräten genau und effizient mit nachgeschalteten Systemen, wie z.B. der elektronischen Gesundheitsakte (eGA), freigegeben werden.
RTM hilft bei der Normalisierung physiologischer Daten, die von verschiedenen Geräten erfasst wurden, was für Forschung und Patientenversorgung entscheidend ist. Ein weiteres ähnliches und wichtiges Tool zur Datenstandardisierung für Kliniken sind die IHE HL7-Integrationsprofile, die in diesem Beitrag beschrieben werden. IHE HL7-Integrationsprofile gehen Hand in Hand mit RTM, um Kliniken bei der Integration medizinischer Geräte und der Schaffung interoperabler Umgebungen zu unterstützen, damit Klinikteams sichere und effektive Versorgungsentscheidungen treffen können.
Wie bereits erwähnt, steht IHE für die IHE-Initiative (Integrating the Healthcare Enterprise), ein internationales Konsortium von Gesundheits- und Branchenexpert*innen, das auf die Verbesserung der gemeinsamen Nutzung von Gesundheitsinformationen fokussiert ist. Vor mehr als einem Jahrzehnt erkannte IHE die Herausforderung, vor der Krankenhäuser standen, wenn es darum ging, Daten zwischen medizinischen Geräten und anderen Systemen auszutauschen. IHE begann mit der Erstellung von Integrationsprofilen auf der Grundlage von Industriestandards wie Health Level 7 (HL7), um sicherzustellen, dass diese „Transaktionen“ von Informationen zwischen Geräten korrekt waren.
Im Laufe der Jahre wurden diese Integrationsprofile von den Anbietern in die Geräteapplikation integriert, wodurch die Kopplung mit anderen Systemen in der gesamten Klinik wesentlich einfacher und weniger zeitaufwendig wird.
Die meisten Kliniken sind sich bewusst, wie bedeutend die Verbindung medizinischer Geräte mit nachgeschalteten Informationssystemen ist. Zu den Vorteilen solcher Bemühungen zur Integration von Medizinprodukten (MDI) gehören Zeitersparnisse für Klinikteams, da weniger Daten manuell in andere Systeme eingegeben werden müssen.
Die automatisierte Erfassung von Vitalparametern und anderen physiologischen Daten kann auch das Risiko von Eingabefehlern verringern, die die Patientensicherheit beeinträchtigen können. Ein weiteres Sicherheitsproblem, das durch die integrierte, automatisierte und kontinuierliche Erfassung von Gerätedaten gelöst werden kann, ist, Klinikteams früher auf Anzeichen einer Verschlechterung des Patientenzustands aufmerksam zu machen. Selbst in den am besten überwachten Bereichen des Krankenhauses, den Intensivstationen (ITS), kann es vorkommen, dass Patient*innen bis zu 70 Minuten ohne Kontrolle ihrer Vitalparameter bleiben1.
Die Umsetzung der MDI erfordert jedoch einen erheblichen Zeitaufwand von Informationstechnologie- und anderen Fachkräften, die mit mehreren konkurrierenden Prioritäten konfrontiert sind2. Da Klinikteams Patient*innen seit Jahrzehnten ohne angeschlossene medizinische Geräte überwachen, entscheiden sich manche Krankenhäuser dafür, Integrationsprojekte trotz der damit verbundenen Risiken und Ineffizienzen zu verzögern.
IHE HL7-Integrationsprofile können Kliniken dabei helfen, sowohl den Aufwand der MDI als auch das Risiko, dass Geräte getrennt werden, zu vermeiden. Diese Profile basieren auf dem HL7-Datennorm und machen das zeitraubende Rätselraten überflüssig, indem sie eine wesentlich vorgabebasierte Methode zur Formatierung der Datentransaktionen zwischen Geräten bieten. Mit anderen Worten: HL7 gibt an, was getan werden kann, IHE Integration Profiles geben an, wie es getan werden soll. Die Anwendung dieser Profile ist zwar nicht ganz so einfach wie die Vernetzung eines neuen Geräts mit einem Netzwerk und das anschließende Freigeben von Daten, dennoch bringen sie die Branche diesem Ziel näher.
Einige Anbieter, wie zum Beispiel Retia Medical, aktualisieren Geräte, um die bereits in ihre Applikation integrierten IHE HL7-Integrationsprofile einzubinden, damit die Geräte leichter mit dem nachgelagerten System kommunizieren können. Vor Kurzem nutzte Retia Medical die Gerätetreiberschnittstellen-Entwicklungsstrategie von Capsule Technologies, um seinen Argos Herzmonitor mit dem IHE HL7-Integrationsprofil zu aktualisieren. Dadurch wird der Monitor mit der MDIP von Capsule verbunden, die ihn wiederum mit der eGA oder einem anderen System koppelt. Es bleibt zu hoffen, dass mehr Gerätehersteller dem Beispiel von Retia folgen und sowohl IHE HL7-Integrationsprofile als auch RTM nutzen, um ihre Bemühungen zur Integration medizinischer Geräte zu vereinfachen, damit Kliniken eine sicherere, datengesteuerte Versorgung ohne zeitraubenden IT-Aufwand bieten können.