Als universitär angebundene Klinik in Brandenburg sah sich die Immanuel Klinik Rüdersdorf wachsenden Anforderungen an diagnostische Qualität, Schnelligkeit und klinische Integration ausgesetzt. Durch den Aufbau einer eigenen, internen Radiologieabteilung und die Partnerschaft mit einem strategischen Anbieter wie Philips für ein vollständig integriertes, End-to-End-Bildgebungsportfolio transformierte das Krankenhaus seine radiologischen Abläufe, verbesserte Workflows, ermöglichte standortübergreifende Zusammenarbeit und schuf eine skalierbare Grundlage für künftiges Wachstum.
Vom externen Versorgungsmodell zur strategischen Unabhängigkeit
Als Teil des Immanuel Albertinen-Netzwerks und als Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg hat die Immanuel Klinik Rüdersdorf einen doppelten Auftrag: hochwertige regionale Versorgung zu leisten und zugleich akademischen sowie Lehr‑ und Forschungsaufgaben nachzukommen. Die Klinik gehört zur Immanuel Albertinen Diakonie und ist akademisches Lehr- und Forschungskrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane. Mit rund 450 Betten und klinischen Schwerpunkten in Neurologie, Orthopädie und Unfallchirurgie ist die diagnostische Bildgebung zentral für den Therapieerfolg.
Über viele Jahre wurden die radiologischen Leistungen über eine externe Kooperation erbracht. Obwohl funktional, schränkte dieses Modell zunehmend Flexibilität und Durchlaufzeiten ein. Angesichts wachsender klinischer Anforderungen in Neurologie, Orthopädie und Unfallchirurgie stand das Krankenhaus vor einer entscheidenden Frage: Unterstützt das bestehende Modell wirklich Medizin auf Universitätsniveau? Die Antwort war eindeutig: Die Radiologie musste zu einer integrierten Inhouse-Abteilung werden.
Unser Ziel war klar: exzellente Diagnostik auf echtem Universitätsklinikum-Niveau zu bieten — mit voller Kontrolle über Qualität, Workflows und Entwicklung.
Konzeption eines vollständigen End-to-End-Radiologie-Workflows für eine umfassende Vision
Der Aufbau einer neuen Radiologieabteilung bedeutet mehr als die Anschaffung von Geräten. Die Einrichtung benötigte einen Partner, der Planung, Integration und langfristigen Betrieb des gesamten radiologischen Workflows unterstützen kann. In Kooperation mit Philips setzte das Krankenhaus ein 360°-Projekt um, das die vollständige Ausstattung der neuen Radiologieabteilung umfasste. Von Raumplanung über Bereitstellung diagnostischer Geräte und Systemdesign bis hin zur Integration und Inbetriebnahme begleitete Philips den gesamten Prozess zur Schaffung eines modernen, vollständig digitalen diagnostischen Workflows. Damit wurden Teleradiologie ermöglicht und die standortübergreifende Zusammenarbeit gestärkt — Hardware, Software und Services arbeiten nahtlos zusammen.
Philips war nicht nur Technologieanbieter. Sie haben uns von der Planung und Raumgestaltung bis zur Umsetzung und zum laufenden Betrieb unterstützt.
Heute arbeitet die Radiologie der Immanuel Klinik Rüdersdorf als integrierter digitaler Workflow: von der Patientenanmeldung über die Bilderfassung und Befundung bis zur klinischen Konsultation. Radiolog*innen arbeiten primär im PACS, unterstützt durch dynamische Worklist-Priorisierung, strukturiertes Reporting, fortschrittliche Visualisierung mit KI-Unterstützung und schnellen Zugriff auf Voraufnahmen. Entscheidend ist, dass die Lösung standortübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Radiologienetzwerks ermöglicht. Radiolog*innen können Studien von unterschiedlichen Standorten befunden, als säßen sie nebeneinander — zur Unterstützung der Nacht- und Wochenendversorgung sowie für hochwertige fachgebietsbezogene Zweitmeinungen. „Für den Radiologen macht es keinen Unterschied, ob eine Studie aus Rüdersdorf oder Hamburg kommt. Die Erfahrung ist nahtlos“, so Dr. med. Torsten Diekhoff, Chefarzt und Direktor der Radiologie.
Der Workflow Orchestrator sorgt dafür, dass die Untersuchung automatisch der Radiologin bzw. dem Radiologen angezeigt wird, die oder der in dem jeweiligen Fall intern oder remote als Experte fungiert. Das geschieht vollständig automatisch, spart Zeit und sichert die Qualität.
Die integrierte Umgebung vereinfacht die tägliche Arbeit. Einheitliche Workflows über Modalitäten hinweg reduzieren manuelle Schritte, minimieren Fehler und beschleunigen Untersuchungen — zum direkten Nutzen von Mitarbeitenden und Patient*innen. „Alles, was wir für die Befundung brauchen, ist in einem System verfügbar. Das spart Zeit und ermöglicht es uns, uns vollständig auf die Diagnose zu konzentrieren“, resümiert Dr. med. Torsten Diekhoff, worin ihn Monika Littlewood, leitende Radiologietechnologin, bestätigt: „Wenn wir den Auftrag im Radiologie-Informationssystem WIM (Workflow Information Management) öffnen, haben wir alles auf einen Blick: Laborwerte, Patientendaten, Diagnosen und Fragestellungen in einer Ansicht.“
Nahtlose Zusammenarbeit über Standorte und Disziplinen hinweg
Obwohl die Immanuel Klinik Rüdersdorf mit rund 25.000 radiologischen Untersuchungen pro Jahr vergleichsweise klein ist, nimmt sie eine strategische Position ein. Als Teil eines regionalen Krankenhausnetzwerks und eines universitären Systems verbindet die Klinik Patientenversorgung, Lehre und Innovation. Die neue Radiologieabteilung bietet die technologische und organisatorische Grundlage, um diese Position zu nutzen: sie unterstützt standortübergreifende Befundung, akademische Zusammenarbeit und die Ausbildung zukünftiger Radiolog*innen. Gleichzeitig schafft sie ein skalierbares Modell für effiziente Radiologieabläufe in mittelgroßen Krankenhäusern.
Die Systeme sind intuitiv und gut integriert. Das macht die tägliche Arbeit für unser Team schneller und verlässlicher. In WIM haben wir Laborwerte, Patientendaten, Diagnosen und Fragestellungen in einer Ansicht, ohne Systeme wechseln zu müssen, um Informationen zu suchen — das verbessert insgesamt die Patientenerfahrung und die Durchlaufzeit.
IT-Vereinfachung durch One-Vendor-Strategie und vertrauensvolle Partnerschaft
Für das Klinikmanagement und die IT-Teams ist Verlässlichkeit im täglichen Betrieb entscheidend. Aus IT-Sicht reduzierte die Umstellung auf eine Radiologieumgebung von einem Anbieter die Komplexität deutlich, indem Schnittstellen minimiert und der Support vereinfacht wurden. Zentrale Verwaltung unterstützt zudem Cybersicherheit, Systemupdates und künftige Skalierbarkeit.
Für uns in der IT hat es einen großen Unterschied gemacht, einen verantwortlichen Partner zu haben. Guter Service endet nicht bei der Installation. Entscheidend ist Verlässlichkeit im klinischen Alltag — und genau das erleben wir.
Mit der nun voll funktionsfähigen End-to-End-Radiologie ist die Immanuel Klinik Rüdersdorf auf dem besten Weg, ein Referenzstandort zu werden, der zeigt, wie integrierte Bildgebung, klinische Workflows und Partnerschaft die Radiologieleistung über die gesamte Versorgungskette hinweg steigern können. „Mit der neuen Radiologie können wir schnelle, hochqualitative Diagnostik liefern und zugleich flexibel und zukunftsorientiert bleiben.“ schließt Dr. med. Torsten Diekhoff, Chefarzt und Direktor der Radiologie, Immanuel Klinik Rüdersdorf.