Die IVUS-Bildgebung unterstützt Sie bei der Entscheidungsfindung, Führung und Verifizierung der richtigen interventionellen Behandlung für jede Patientin und jeden Patienten. Eine Fülle klinischer Studien steht hinter den IVUS-geführten Strategien für die perkutane Koronarintervention (PCI). Die ESC gibt eine Klasse-I-Empfehlung mit Evidenzniveau A für die Durchführung einer perkutanen Koronarintervention bei anatomisch komplexen Läsionen, insbesondere am linken Hauptstamm, bei echten Bifurkationen und langen Läsionen.1 Verschaffen Sie sich im Folgenden einen Überblick über die verschiedenen Studien, um mehr über die Evidenz zu erfahren, aufgrund derer die ESC die höchste Empfehlungsstufe in den Leitlinien ausgesprochen hat.
Die ESC stuft die intravaskuläre Bildgebung als Klasse-IA-Empfehlung ein.
Dank der einfachen Plug-and-Play-Funktion des Philips Eagle Eye Platinum können die Ärzte die IVUS-Richtlinien besonders einfach umsetzen.
Für diese systematische Übersichtsarbeit und aktualisierte Meta-Analyse durchsuchten die Prüfer*innen die Publikationsdatenbanken von Anfang an bis zum 30. August 2023 nach Studien, in denen Patient*innen, die sich einer perkutanen Koronarintervention mit medikamentenbeschichteten Stents unterzogen, nach dem Zufallsprinzip zu IVUS oder optischer Kohärenztomographie (OCT) oder beiden Verfahren oder zur reinen Angiographie zugewiesen wurden. Diese Studien dienten den Prüfer*innen als Grundlage für ihre Eingriffe.
Eine Meta-Analyse von 22 randomisierten kontrollierten Studien mit fast 16.000 Patient*innen unterstreicht die Vorteile der bildgeführten PCI. Die Bildgebung verbessert die Behandlungsergebnisse und kann so Leben retten.2
Intravaskuläre bildgeführte perkutane Koronarintervention (PCI) mit IVUS oder optischer Kohärenztomographie (OCT) im Vergleich zur Angiographie-gestützten PCI bei Patienten mit komplexen Koronararterienläsionen
Die intravaskuläre bildgeführte PCI war mit einer geringeren Inzidenz bei einer Kombination aus Herztod, zielgefäßbedingtem Myokardinfarkt oder klinisch indizierter Revaskularisierung eines Zielgefäßes im Vergleich zur Angiographie-gestützten PCI assoziiert.3
IVUS-geführte medikamentenbeschichtete Stent-Implantation war während einer dreijährigen Verlaufsbeobachtung mit signifikant niedrigeren Raten von Zielgefäßversagen und Stentthrombose bei allen eingeschlossenen Patienten assoziiert, insbesondere bei denen, die das IVUS-definierte optimale Ergebnis erzielten.
Die ULTIMATE-Studie hat gezeigt, dass eine IVUS-geführte perkutane Koronarintervention (PCI) im Vergleich zu rein Angiographie-gestützter PCI bei allen Teilnehmenden zur einer signifikanten Reduktion des Zielgefäßversagens (Target Vessel Failure, TVF) beigetragen hat, was vor allem auf einen Rückgang der klinisch indizierten Revaskularisierung eines Zielgefäßes (Target Vessel Revascularization, TVR) zurückzuführen ist. Dieser Nutzen hielt über drei Jahre an. Es wurden lediglich 1,6 % TVF (Target Vessel Failure, Versagen des Zielgefäßes) nach 12 Monaten und 4,2 % TVF nach 3 Jahren nachgewiesen, wenn die bestmöglichen Kriterien für eine IVUS-gestützte PCI erfüllt waren.
Primärer Endpunkt für Patientenvergleich
In der Studie ADAPT-DES konnte aufgezeigt werden, dass die IVUS-Führung mit Folgendem verbunden war:
Die Leitlinie untermauert den Einsatz von IVUS während der Stentimplantation und dient zur Bestimmung des Mechanismus von Restenosierung und Thrombosen.8
Alle 2B-Empfehlungen aus der Leitlinie von 2011 wurden in den Leitlinien von 2021 auf 2A hochgestuft.