Dr. Aditya Hath Shukla, Facharzt für Intensivmedizin auf der Notfall- und Intensivstation am Regency Hospital in Uttar Pradesh (Indien), berichtet über seine positiven Erfahrungen mit dem Philips Nasal Alar SpO2 Sensor.
Die kontinuierliche Pulsoxymetrie ist wahrscheinlich die sinnvollste Methode zum Monitoring der Blutsauerstoffsättigung. Sie ist nichtinvasiv, liefert leicht verständliche digitale Messwerte und erfordert nur minimale Schulung. Daher hat sie sich bei der Versorgung von intensivpflegebedürftigen Patient*innen als Standard etabliert. Die einzige Einschränkung dieser Technik besteht darin, dass ein arterieller Puls mit ausreichendem Volumen vorhanden sein muss. Bei Patient*innen mit verminderter Perfusion aufgrund von peripheren Gefäßerkrankungen, Traumata an allen vier Extremitäten, Hypothermie oder schwerem Schock ist es in der klinischen Praxis häufig schwierig, genaue Oxymetrie-Messwerte zu erhalten.
Ein septischer Schock ist ein schwerwiegender, oft lebensbedrohlicher Zustand, der durch einen signifikanten Blutdruckabfall gekennzeichnet ist. Dieser führt zu einer unzureichenden Durchblutung der Organe. Monitoring und Behandlung des septischen Schocks erfordern eine genaue und kontinuierliche Kontrolle der Vitalparameter der Patient*innen, einschließlich der Sauerstoffsättigung (SpO2). Die Gabe von hochdosierten Vasopressoren kann bei diesen Patient*innen die periphere Durchblutung beeinträchtigen. Dies erschwert es, einen ausreichend starken arteriellen Puls zu erhalten, um zuverlässige und qualitativ hochwertige Signale für Finger-Pulsoxymeter sicherzustellen. Die von Finger-Sensoren ermittelten Werte sind in solchen Fällen möglicherweise nicht genau. Darüber hinaus kann dies zur Folge haben, dass Patient*innen invasiver überwacht werden müssen, um die richtige Behandlung zu gewährleisten. Für das SpO2-Monitoring bei intensivpflegebedürftigen Patient*innen wurden mehrere alternative Messorte am Kopf vorgeschlagen, beispielsweise das Ohrläppchen und die Stirn. Jüngste technologische Fortschritte haben zur Entwicklung des Philips Nasal Alar SpO2 Sensors geführt. Dieser Pulsoxymetrie-Sensor wurde speziell für die Erfassung der SpO2-Werte in den Blutgefäßen der Nasenflügel konzipiert – ein alternativer Messort zum Monitoring der arteriellen Sauerstoffsättigung bei Patient*innen mit Schock.
In unserer Praxis nutzen wir den Philips Nasal Alar SpO2 Sensor als Alternative für das SpO2-Monitoring bei intensivpflegebedürftigen Patient*innen, seit uns der Sensor zur Verfügung steht. Hier sind die Beobachtungen und Vorteile zusammengefasst, die ich bei der Anwendung des Sensors bei hämodynamisch instabilen Patient*innen festgestellt habe:
Diese Vorteile sind möglicherweise darauf zurückzuführen, dass der Alar SpO2 Sensor am gut durchbluteten, verdickten Teil des Nasenlochs angelegt wird und somit ein stabiles, gleichmäßiges Signal liefert. Besonders wichtig ist das bei Patient*innen mit septischem Schock, die infolge von Vasokonstriktion oder Hypotonie – Zustände, die die Genauigkeit von Finger-Sensoren beeinträchtigen können – oftmals unter einer schlechten peripheren Perfusion leiden.
Patientenkomfort und Compliance sind für ein effektives Monitoring unerlässlich, insbesondere im Bereich der Intensivmedizin. Die Nasal Alar Sensoren von Philips sind klein, weniger invasiv und auch für Patient*innen unter nichtinvasiver Beatmung angenehmer zu tragen. Wie lange die Sensoren von Patient*innen toleriert werden können, ohne dass die Gefahr einer Dekubitusbildung besteht, muss in einer langfristigen Betrachtung geklärt werden. In der Zwischenzeit haben wir die Sensoren alle zwei Stunden neu positioniert.
Bei Patient*innen mit septischem Schock oder Delir ist die Reduzierung von Bewegungsartefakten ein wichtiger Faktor. Ein Vorteil der Nasal Alar SpO2 Sensoren im Vergleich zu Reflexionssensoren (Stirn-Sensoren) besteht darin, dass die Alar Sensoren aufgrund ihrer Platzierung weniger anfällig für Bewegungsartefakte sind, die bei Reflexionssensoren zu Signalverlusten führen oder die Signalqualität beeinträchtigen können.
Philips Nasal Alar SpO2 Sensoren sind weniger empfindlich gegenüber Bewegungsartefakten, da sie an einem vergleichsweise stabilen Punkt des Körpers angebracht werden. Diese Stabilität ist besonders vorteilhaft für Patient*innen mit septischem Schock, die möglicherweise unruhig sind oder häufig umgelagert werden müssen, und sorgt dafür, dass die SpO2-Messwerte auch unter diesen Umständen genau und zuverlässig bleiben.
Nach meinen ersten Erfahrungen führte die Verwendung der Nasal Alar SpO2 Sensoren bei der Behandlung von Patient*innen mit septischem Schock zu zuverlässigeren, kontinuierlichen Messwerten der Sauerstoffsättigung. Diese Sensoren ermöglichen es, die arterielle Sauerstoffsättigung bzw. den SpO2-Wert an einem anderen Messort nichtinvasiv zu bestimmen. Sie können für die zeitnahe und effektive Behandlung von Patient*innen mit septischem Schock von großem Nutzen sein. Die langfristige Rolle des Philips Nasal Alar SpO2 Sensors bedarf noch der Klärung. Die Aussichten sind jedoch vielversprechend, sodass ein regelmäßiger und routinemäßiger Einsatz in der Zukunft zu erwarten ist.