Als die Saint-Augustin-Klinik, ein privates Krankenhaus in Bordeaux, Frankreich, beschloss, ein zweites MRT-System hinzuzufügen, um das hohe Patientenaufkommen zu bewältigen, wurde nach einem vielseitigen, einfach zu bedienenden 1,5T-System gesucht, das eine hohe Bildqualität für den gesamten Körper bietet. Sie entschieden sich für das Philips MRT 5300 System und nahmen es im Januar 2022 in Betrieb. Das Radiologiepersonal und die MTRs von Saint-Augustin schätzen das MRT-System für seine Fähigkeit, in kurzer Zeit hochwertige Bildgebung zu liefern, sowie für die bemerkenswert leichten Spulen, die sich einfach positionieren lassen. Radiologin Stéphane Gellée, MD, teilt ihre Erfahrungen.
Saint-Augustin entschied sich für das MR 5300-System, um mehr Patient*innen versorgen zu können. Laut Dr. Gellée erfüllt dieses System die klinischen Anforderungen hinsichtlich Vielseitigkeit, hoher Qualität und diagnostischer Zuverlässigkeit. Gleichzeitig trägt es dazu bei, Workflows und das ergonomische Design zu verbessern, was das Untersuchungserlebnis sowohl für Patient*innen als auch für Anwender*innen verbessert.
Auch die Entscheidungsträger*innen waren beeindruckt vom Magneten des Systems, der einen heliumfreien Betrieb ermöglicht. Der vollständig versiegelte BlueSeal Magnet benötigt nur 0,5 % [1] des Heliums eines klassischen Systems – ein Nachfüllen ist nicht erforderlich.
„Dieses System steht für einen großen ökologischen Fortschritt bei der Bildgebung“, sagt Dr. Gellée. „Wir sind in der Lage, eine ausgezeichnete Bildqualität zu erzielen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen. Das trägt doppelt zur Gesundheit der Menschen bei.“
„Da kein Helium entweichen kann, wird kein Lüftungsrohr benötigt, was die Installation einfacher und kostengünstiger macht.“ Nach Aussage von Dr. Gellée wird der auslaufsichere Magnet auch als „Versicherung“ gegen Quench angesehen.
Wir sind in der Lage, eine ausgezeichnete Bildqualität zu erzielen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen. Das trägt doppelt zur Gesundheit der Menschen bei.
Laut Dr. Gellée führt das Krankenhaus im Mittelwert vier Untersuchungen pro Stunde durch, was etwa 40 bis 45 Patient*innen pro Tag im MR 5300 entspricht. Die Untersuchungen werden von etwa 50 Radiolog*innen im Raum Bordeaux eingesehen. Dr. Gellée ist besonders mit der Bildqualität des MRT-Systems zufrieden. „Ich erreiche einen höheren Bildkontrast und eine größere anatomische Präzision, als ich es gewohnt war“, sagt sie. „Wenn ich wählen kann, bitte ich darum, dass Untersuchungen mit diesem System durchgeführt werden, weil ich eine bessere anatomische Bildqualität bekomme. Im Knie bekomme ich zum Beispiel sehr hochwertige Bilder des Meniskus. Für mich sieht es genauso schön aus wie bei 3T.“
Sie schätzt die konsistenten, reproduzierbaren Ergebnisse für alle Anatomien. „Ich habe mit diesem System noch keine schlechte Untersuchung gesehen. Ich kann die Fragestellungen immer beantworten“, sagt sie. Dr. Gellée weiß auch die großflächige Bildgebung mit großem Bildfenster (FOV) zu schätzen, die das System ermöglicht. „Ich kann eine Bildgebung des Darms in einer einzigen Erfassung durchführen, indem ich ein großes Bildfenster nutze. Dies wird durch die Kombination mehrerer Spulen möglich, die für eine größere Reichweite des Antennensystems sorgen. Die Bilder sind von hoher Qualität und wirken sehr klar.“
3D-Bildgebung des Knies.Die isotrope, hochauflösende 3D-Sequenz bei diesem MRT-Fall ermöglicht die Rekonstruktion, um andere Ausrichtungen mit hoher Qualität zu erhalten. Erfasst mit dem MR 5300 System.
Ebenfalls bemerkenswert ist die hochwertige Black-Blood-Bildgebung von Gefäßen und Gehirn sowie die schnelle Bildgebung bei Schlaganfällen. „In der Bildgebung bei Schlaganfällen erzielen wir exzellente Diffusionsbilder, T2* mit hervorragender Homogenität und hochauflösende TOF(Time-of-Flight)-Bilder. Trotz der hohen Auflösung wird das Protokoll sehr schnell umgesetzt, sodass wir die Notfallbildgebung problemlos in unseren täglichen Ablauf integrieren können“, sagt sie. „Wir können häufig Notfallpatient*innen aufnehmen, ohne die Termine anderer Patient*innen zu beeinträchtigen.“ Der MR 5300 unterstützt uns bei unserer täglichen Arbeit und im Notfallmanagement.“
Dr. Gellée lobt die zuverlässigen Untersuchungen bei normaler Atmung als „die Funktion, die den größten Unterschied für meine tägliche Arbeit bedeutet. Die 3D-Sequenzen bei normaler Atmung sind sehr gut reproduzierbar und die axiale Erfassung ist ebenfalls sehr gut. Bei Endometriose, einem meiner Fokusbereiche, werden beispielsweise ein hoher Kontrast und eine gute Auflösung erzielt, sodass ich kleinste Details erkennen kann. Wir ermöglichen auch bei normaler Atmung die Bildgebung von Leber und Bauchspeicheldrüse. In mehrphasigen Leberstudien liefert 4D bei normaler Atmung eine zeitliche Auflösung von 3 Sekunden, was einen dynamischen Scan mit mehr als einer arteriellen Phase möglich macht."
Bei der Kardio-MRT erhalten wir mit 4D Flow und Late Enhancement eine ausgezeichnete diagnostische Qualität, ohne unsere Patienten zum Atemanhalten bitten zu müssen.
Insbesondere bei älteren Patient*innen gestalten Protokolle bei normaler Atmung die Untersuchungen angenehmer und bieten gleichzeitig die Bildqualität, die für eine sichere Diagnose erforderlich ist. „Wir haben eine große ältere Bevölkerung in der Stadt, und da lange Atemanhaltephasen für viele ältere Patient*innen schwierig sind, ist eine Untersuchung bei normaler Atmung ein erheblicher Vorteil“, sagt Dr. Gellée. „In der Kardio-MRT erhalten wir beispielsweise dank 4D Flow und Late Enhancement eine ausgezeichnete diagnostische Qualität, ohne unsere Patient*innen darum bitten zu müssen, den Atem anzuhalten.“
Sie nutzt außerdem die normale Atmung mit 3D mDIXON, um In-Phase-, Wasser- und Fett-Bilder mit nur einem Scan zu erhalten. „Es ist vor und nach der Verabreichung von Gadolinium sehr reproduzierbar, weshalb es sich als sehr nützlich für die Leberbildgebung erwiesen hat“, fügt sie hinzu. Während der Sequenzen bei normaler Atmung wird die berührungslose VitalEye Patientenüberwachung genutzt, die ein Atemsignal liefert, ohne dass ein Atemgurt notwendig ist.
Dieser Fall umfasst die 3D-MRT bei normaler Atmung und die 4D-MRT bei dynamischer normaler Atmung bei einer metastasierten Leber. Eine hochwertige Fettsuppressionssequenz mit guter Auflösung wird innerhalb von einer Minute und 36 Sekunden mit der T2-gewichteten MultiVane XD erzielt.
Dieser MRT-Fall zeigt eine gute Auflösung und Bildqualität innerhalb einer angemessenen Scan-Dauer unter Verwendung des MR 5300 1,5-T-Systems mit der anterioren Torso/Herz-Spule, die ein großes Sichtfeld (FOV) ermöglicht.
Der MR 5300 mit Compressed SENSE ist bei vielen Untersuchungen um bis zu 50 % [2] schneller. Routineuntersuchungen können in weniger als 5 Minuten und Ganzkörperuntersuchungen in weniger als 20 Minuten durchgeführt werden. Die Saint-Augustin-Klinik hat sich diese Geschwindigkeit für die Erstellung hocheffizienter Protokolle zunutze gemacht. Das Standardprotokoll des Krankenhauses für Schlaganfälle nimmt etwa acht Minuten und Standard-HNO-, Prostata-PIRADS-Staging- und Endometriosediagnose nehmen jeweils etwa 10 Minuten in Anspruch.
„Wir sind bei 3D-Sequenzen schneller“, erklärt Dr. Gellée. „Mit Compressed SENSE können wir zwei oder drei 2D-Untersuchungen durch eine hochwertige 3D-Untersuchung ersetzen. Hochwertige zusätzliche Orientierungen lassen sich dann durch Nachbearbeitungen des 3D-Datensatzes erzielen, was die Scan-Dauer verringert.“
Dr. Gellée profitiert häufig von der Geschwindigkeit des Systems, indem sie zusätzliche Sequenzen zu einer Untersuchung hinzuzufügt. „Wenn Compressed SENSE die typische Untersuchungsdauer verkürzt, kann ich zusätzliche Sequenzen hinzufügen, um die Diagnosesicherheit zu erhöhen. Zum Beispiel erfolgten Leberscans früher axial, aber jetzt können wir schnellere koronale Scans durchführen. Und weil ich weiß, dass die Qualität beim ersten Mal gut sein wird, weiß ich auch, dass ich die Sequenz nicht wiederholen muss. So habe ich Zeit, um bequem eine weitere Sequenz hinzuzufügen“, sagt sie.
„Von dieser Geschwindigkeit profitieren auch die Patient*innen. Wenn beispielsweise ein*e Patient*in ein Fibrom hat, beziehe ich gerne einen Scan nach Verabreichung von Gadolinium mit ein, da das Verstärkungsmuster bei der Diagnosestellung hilft. Ohne diese Sequenz brauchen wir manchmal einen weiteren Termin für zusätzliche Scans, aber ich führe alles wirklich lieber in nur einer Sitzung durch. Das Hinzufügen dieser Post-Sequenz bedeutet mir mehr als eine Verkürzung der Untersuchungsdauer.“
Bei diesem MRT-Fall wird die Bildgebung von Anomalien der Speicheldrüsen anhand verschiedener Sequenzen dargestellt. Compressed SENSE ermöglicht ein schnelleres Scanning bei gleichbleibend hoher Qualität. Mit mDIXON XD können durch Scanning einer Sequenz verschiedene Kontrasttypen erzielt werden.
Die MTRs der Saint-Augustin-Klinik schätzen den neuartigen Ansatz für effiziente Untersuchungen, der eine geführte Vorbereitung der Patient*innen in weniger als einer Minute umfasst. Die umfangreiche Palette an Workflow-Funktionen trägt zu einer angenehmeren Arbeitsumgebung bei und verändert die Erfahrung für Personal und Patient*innen, sagt Dr. Gellée. „Die Patientenvorbereitung geht schneller. Die MTRs können mit der Untersuchung beginnen, wenn sie sich noch in der Nähe der Patient*innen befinden, und müssen die Erfassung nicht unterbrechen, wenn Patient*innen eine Frage haben. Wenn wir pro Tag ein oder zwei weitere Patient*innen untersuchen können, summiert sich das zu vielen weiteren Patient*innen auf, denen wir helfen können."
„Unsere MTRs sind auch sehr zufrieden mit den Spulen“, sagt Dr. Gellée. „Ihnen gefällt es, dass sie leicht sind und sich einfach verbinden lassen. Ein Lichtsignal bestätigt, dass die Spule richtig verbunden ist, und wir können dies jederzeit auch an der Bedienkonsole überprüfen. Die Spulen können außerdem kombiniert werden, um die Reichweite des Antennensystems zu erhöhen.“
Die berührungslose Patientensensorik ist immer einsatzbereit – es ist keine Positionierung eines Atemgurts erforderlich – und das System bietet eine automatische Zentrierung und den Beginn von Untersuchungen im Untersuchungsraum. Automatisierte Untersuchungsplanung, Scanning, Nachbearbeitung und automatisierte Patientenbetreuung unterstützen die MTRs im Kontrollraum. Diese Smart Workflow-Funktionen reduzieren die Anzahl der für eine MR-Untersuchung erforderlichen Schritte, sodass die Patient*innen – und nicht die Technologie – im Fokus der Anwender*innen stehen.
In diesem Video teilt das Team der Clinique Saint-Augustin in Bordeaux seine Erfahrungen mit dem MR 5300.
In der Saint-Augustin-Klinik werden gute Erfahrungen für Patient*innen großgeschrieben. Das Team erhält positives Feedback von Patient*innen, die die komfortable Matratze des MRT-Systems aus Formgedächtnisschaumstoff sowie die Ambient-Funktionen zu schätzen wissen. „Wir sprechen nach jeder Untersuchung mit den Patient*innen“, sagt Dr. Gellée. „Sie schätzen die Zen-Atmosphäre und mögen es, dass sie sich einen Film zum Ansehen aussuchen können.“ Dadurch wird das Erlebnis für sie sehr viel angenehmer. Die Beleuchtung ist schön und beruhigt ihre Ängste. Manchmal, bei unserem anderen MRT, ist sie einschüchternder.“
Eine weitere Möglichkeit, wie die MTRs ihre Patient*innen beruhigen, ist die Aufrechterhaltung einer offenen Kommunikation während der Untersuchung. „Unsere Patient*innen schätzen es sehr, dass sie während der Untersuchung mit den MTRs sprechen können." Sie können Fragen zu ihrem Empfinden stellen und diese werden von den MTRs beantwortet, ohne die Untersuchung unterbrechen zu müssen."
Dr. Gellée betont, dass die Kombination aus Effizienz-Leistungsmerkmalen, hoher diagnostischer Qualität und der Möglichkeit, Forschung zu betreiben und mit Philips zusammenzuarbeiten, den MR 5300 zur perfekten Lösung für die Saint-Augustin-Klinik macht. „Der MR 5300 ist ein Durchbruch in der medizinischen Bildgebung für eine große Bandbreite von Anwendungsoptionen“, sagt sie. „Wir freuen uns über das hohe Maß an diagnostischer Sicherheit, das uns das System bietet, unabhängig von der untersuchten Anatomie oder den verwendeten Sequenzen.“
Dr. Stéphane Gellée ist Radiologin an der Saint-Augustin Clinic in Bordeaux, Frankreich. Sie ist auf Bildgebung der Leber und anderer Verdauungsorgane sowie des weiblichen Beckens spezialisiert.
Erhöhte Bildgebungskapazität, Reproduzierbarkeit und Patient*innenzufriedenheit an der Saint-Augustin-Klinik