Philips Azurion klinische Benutzerstudie evaluiert neuen Arbeitsablauf-Ansatz
Medizinsysteme weltweit stehen vor steigenden Kosten und Qualitätsherausforderungen [2], einschließlich interventioneller Therapie. Diese Studie wertet das Feedback von 61 klinischen Benutzern in Europa und den USA zum Philips Azurion (2015/2016) aus und beurteilt dessen flexiblen Arbeitsablauf. Eine Herzeingriff-Studie [3] fand über 800 menschliche Fehler in 40 Fällen, von Protokollabweichungen bis hin zu unorganisierten Arbeitsumgebungen. Seitdem Philips die ersten Interventionsarbeitsplätze entwickelte, hat sich das Unternehmen Effizienz- und Qualitätssteigerung bei interventionellen Verfahren auf die Fahne geschrieben.
In einer Studie mit klinischen Benutzern wurde der neue Workflow-Ansatz des Azurion-Systems hinsichtlich seiner Flexibilität und Benutzerzufriedenheit untersucht. Die Studie wurde in einer simulierten Laborumgebung durchgeführt und von Use-Lab GmbH, einem unabhängigen und objektiven Beratungsunternehmen für Benutzerfreundlichkeits-Engineering und Benutzeroberflächendesign, entworfen und betreut. Use-Lab analysierte außerdem die Studienergebnisse und dokumentierte die Schlussfolgerungen.
Die Studienergebnisse zeigten, dass Azurion das Potenzial hat, die Behandlungszeit zu verkürzen, Vorbereitungsfehler zu minimieren und die Zeit im Labor effizienter zu nutzen.
Eines der Hauptleistungsmerkmale des Azurion-Systems ist der Einsatz von ProcedureCards, die die Systemeinrichtung standardisieren und die Abläufe effizienter gestalten. Diese Karten bieten Ein-Klick-Voreinstellungen für Untersuchungseinstellungen, einschließlich Röntgenprotokollen und Bildschirmlayouts.
Das System wählt automatisch die passende Procedure Card basierend auf dem geplanten OPS-Code aus, wodurch das Potenzial für Fehler reduziert und die Einheitlichkeit gewährleistet wird.
Die Flexibilität des Azurion-Konzepts ermöglicht individuelle Arbeitsplätze und einen nahtlosen Zugriff auf mehrere Bildgebungsmodalitäten und Anwendungsoptionen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, dass Gesundheitsdienstleister zwischen dem Untersuchungsraum und dem Kontrollraum wechseln müssen, wodurch Missverständnisse reduziert und die Effizienz des Workflow verbessert wird. Das System ermöglicht außerdem sofortiges paralleles Arbeiten, sodass Teammitglieder gleichzeitig an verschiedenen Aktivitäten arbeiten können. Durch die Verwendung von ProcedureCards und die Bereitstellung einer intuitiven Benutzerinteraktion fördert Azurion die Standardisierung und verbessert die Versorgungsqualität.
Um Feedback von einer breiten Teilnehmer*innenpopulation zu erfassen, wurden 61 Teilnehmer*innen aus Europa und den USA in die Studie einbezogen. Die Teilnehmer*innen waren gleichmäßig auf medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie und Ärzt*innen verteilt. In der Studie wurden verschiedene Funktionen vertreten. Dazu gehörten: Interventionelle Radiologen, interventionelle Kardiologen, pädiatrische interventionelle Radiologen, medizinische Abteilungsleiter, Hybrid-OP-Manager, Katheterlaborleiter, Katheterlabor-Technologen und Gefäßtechnologen.
Das System erhielt positives Feedback von den Benutzern. Bezüglich der Arbeitsablauf-Einheitlichkeit waren 100 % der Anwender der Meinung, dass die Möglichkeit, mehr Anwendungsoptionen direkt am Tisch zu zugreifen und zu steuern, den Bedarf verringern würde, zwischen Untersuchungsraum und Kontrollraum hin- und herzugehen. 100 % der Anwender glaubten außerdem, dass die Möglichkeit, Checklisten und Protokolle auf Azurion anzuzeigen, dazu beitragen würde, Vorbereitungsfehler zu minimieren.
Und in Bezug auf die intuitive Systeminteraktion waren 96 % der Anwender mit der Benutzerfreundlichkeit des Systems zufrieden. Tatsächlich validiert der System Usability Scale (SUS)-Score von 87 die Benutzerfreundlichkeit und Lernbarkeit des Systems.
Wir sind mit der einfachen Bedienbarkeit des Systems sehr zufrieden. Tatsächlich validiert der System Usability Scale (SUS)-Score von 87 zusätzlich die Benutzerfreundlichkeit und Erlernbarkeit des Systems.
Auf die Frage nach der Arbeitsablauf-Effizienz glaubten 93 %, dass das System ihnen hilft, ihre Zeit im Labor effizienter zu nutzen. 91% glaubten außerdem, dass Azurion ihnen helfen würde, die Behandlungszeit zu verkürzen.
Abschließend ergab die klinische Nutzerstudie, dass das Philips Azurion Image Guided Therapy System einen neuen Workflow-Ansatz bietet, der die Herausforderungen adressiert, denen Medizinsysteme bei interventionellen Eingriffen gegenüberstehen. Mit seiner benutzerfreundlichen Benutzeroberfläche, ProcedureCards und flexiblen Arbeitsplätzen verbessert Azurion die Workflow-Konsistenz, Effizienz und Benutzerzufriedenheit. Durch die Integration dieser Funktionen können Gesundheitsdienstleister die Qualität der Gesundheitsversorgung verbessern, die Behandlungszeit reduzieren und Fehler minimieren.