Fragmentierte Systeme, zeitaufwändige manuelle Aufgaben und die Anforderung an bessere Integration sind zentrale Hürden. Da die Patientenzahlen weiter steigen, wächst auch der Bedarf an reibungslosen Arbeitsabläufen und innovativen Lösungen zur Steigerung der Effizienz. In diesem Interview geben Expert*innen Einblicke darin, wie diese Hindernisse überwunden, die Patientenversorgung verbessert und integrierte Technologien eingesetzt werden können, um Arbeitsabläufe effizient durchzuführen.
Eine der größten Herausforderungen in der Radiologie besteht heute darin, die Effizienz der Arbeitsabläufe zu verbessern, insbesondere angesichts des steigenden Bildgebungsvolumens. Radiolog*innen stehen oft vor der Herausforderung, mehrere Softwaresysteme gleichzeitig zu bedienen, was ihre Arbeit verlangsamen kann.
Ein Schwerpunkt liegt darauf, diese Arbeitsablauf-Silos aufzubrechen, indem eine nahtlose Arbeitsumgebung geschaffen wird, in der alle erforderlichen Tools auf derselben Plattform verfügbar sind – dank eines einheitlichen Arbeitsbereichs können Radiolog*innen mit einem einzigen Klick auf die Tools zugreifen, wodurch sich der Zeitaufwand für den Wechsel zwischen verschiedenen Systemen drastisch reduziert.
Wenn alles an einem Ort verfügbar ist, ergeben sich neue Möglichkeiten für eine nahtlosere Datenintegration, wodurch unser Arbeitsablauf effizienter wird.
Die Einführung von KI hat sich als Wendepunkt bei der Bewältigung dieser Herausforderungen erwiesen. So haben beispielsweise in der Herzbildgebung KI-gestützte Nachbearbeitungswerkzeuge ihren Arbeitsablauf erheblich beeinflusst. Was bei der manuellen Analyse über eine Stunde dauerte, ist nun mit nur einem Klick erledigt, wodurch sich ihre Produktivität exponentiell erhöht hat. Durch die Automatisierung zeitaufwändiger Aufgaben kann KI nicht nur den Prozess beschleunigen, sondern auch Präzision, Einheitlichkeit und Diagnosesicherheit verbessern. Diese Fortschritte ermöglichen es Radiolog*innen, mehr Patient*innen zu betreuen, mehr Befunde zu erstellen und letztlich eine bessere Versorgung in kürzerer Zeit zu bieten.
Die Effizienz beschränkt sich nicht nur auf die Bildbefundung, sondern trägt auch zu einem besseren Gesundheitsmanagement der Bevölkerung bei, indem Erkrankungen wie Osteoporose oder koronare Herzkrankheiten früher erkannt werden. Diese Funktion erlaubt frühzeitige Maßnahmen und hilft, unnötige Eingriffe zu vermeiden, wodurch sowohl Patient*innen als auch Medizinsysteme profitieren. Darüber hinaus können Workflow-Verbesserungen, wie KI-gestützte Benachrichtigungen, die dringende Fälle kennzeichnen, Radiolog*innen dabei unterstützen, ihre Arbeitsaufgaben zu priorisieren und das hohe tägliche Bildvolumen effizient zu bewältigen.
KI wird der Radiologie helfen, indem sie die Bildverarbeitung beschleunigt und
eine große Anzahl an Bildern verwaltet. Wenn KI irrelevante Bilder herausfiltert,
können wir uns auf die wichtigen Bilder konzentrieren und den Prozess effizienter und wertvoller gestalten.
effizienter und wertvoller, da weniger Bilder geprüft werden müssen.
Durch die Integration von Spracherkennung und multimedialer Berichterstellung wurde die Erstellung von Berichten effizient durchgeführt, sodass Radiolog*innen umfassendere Befunde erstellen können, die Bilder, Diagramme und Tabellen enthalten – alles innerhalb desselben Systems. Darüber hinaus ermöglichen Fortschritte beim Zugang zu Befunden den Patient*innen, ihre Befunde online einzusehen, wodurch persönliche Besuche entfallen und das Patientenerlebnis insgesamt verbessert wird.
Die Möglichkeit, multimediale Berichte mit Bildern, Diagrammen und Tabellen zu erstellen, hilft einweisenden Ärzt*innen, unsere Ergebnisse besser zu verstehen, was unsere Effizienz steigert.