Radiologieabteilungen sind aufgrund fragmentierter Softwaresysteme mit zunehmender Komplexität und Ineffizienz konfrontiert. Ein einheitlicher Radiologie-Arbeitsablauf ermöglicht die Integration dieser Systeme in eine zentrale Plattform, verbessert den Zugriff auf Bildgebungsdaten und fördert die Zusammenarbeit zwischen Behandlungsteams. Dieser optimierte Ansatz erhöht die diagnostische Genauigkeit, verbessert die Effizienz der Klinikteams und führt letztlich zu besseren Behandlungsergebnissen.
Die Arbeitsabläufe in der Radiologie entwickeln sich rasant weiter, angetrieben durch den Bedarf der Gesundheitsbranche nicht nur an mehr Effizienz, sondern auch an diagnostischer Genauigkeit und Zusammenarbeit. Das wachsende Volumen und die zunehmende Komplexität der Bildgebungsprozesse kann die Effizienz und Genauigkeit in Radiologieabteilungen beeinträchtigen. Viele Radiolog*innen und Klinikteams müssen immer noch mehrere, voneinander getrennte Applikationssysteme bedienen und darin navigieren, um Informationen zu finden. Dies behindert nicht nur den Arbeitsablauf, sondern kann auch Fehler erhöhen, Verzögerungen in der medizinischen Versorgung verursachen und die Frustration am Arbeitsplatz steigern. Ein einheitlicher Arbeitsablauf in der Radiologie kann zur Lösung dieser komplexen Herausforderung beitragen. Integrierte Radiologie-Workflows werden effizient durchgeführt und Prozesse werden vereinheitlicht, um die Zusammenarbeit von Behandlungsteams zu verbessern und sowohl das Behandlungsergebnis als auch die Effizienz der Kliniker zu steigern. Dank einer konsolidierten Plattform, die verschiedene Systeme und Tools integriert, haben Radiolog*innen und Klinikpersonal nahtlosen Zugriff auf Bildgebungsdaten und Befundungen, was nachweislich Kommunikation, Zusammenarbeit, Entscheidungsfindung und Patientenversorgung verbessert.
Ein Radiologie-Workflow beinhaltet die Schritte, die bei einer Bildgebung durchgeführt werden, von der Patientenplanung bis zur Verteilung der Befundung. Die wichtigsten Phasen dieses Workflows umfassen:
Traditionell verwendete die Radiologie mehrere spezialisierte Systeme für Bildgebung, Befundung und Speicherung. Obwohl diese Systeme jeweils effektiv arbeiten, schaffen sie häufig Informationssilos, die zu Ineffizienzen führen. Die Integration dieser Systeme in einen einheitlichen Arbeitsablauf stellt sicher, dass alle Bildgebungsdaten, Befunde und Patientenakten zentral zugänglich sind, wodurch die Zeit für den Wechsel zwischen Anwendungen deutlich verringert wird.
Studien belegen, dass einheitliche Workflows zentrale Herausforderungen durch Automatisierung und Integration meistern, die Effizienz steigern und die Verwaltungslast für Radiolog*innen und Klinikteams reduzieren. Laut dem Future Health Index 2024 (FHI) planen 41 % der Führungskräfte im Gesundheitsmarkt bereits, in den nächsten drei Jahren Automatisierung zur Priorisierung einzuführen.
Einheitliche Arbeitsabläufe in der Radiologie bieten bahnbrechende Vorteile für alle Bereiche des Gesundheitswesens und fördern die betriebliche Effizienz, die Zusammenarbeit und die Patientenversorgung. Zu den Verbesserungen gehören:
Radiolog*innen
Im Zentrum der diagnostischen Bildgebung hängt die diagnostische Genauigkeit und Produktivität eines Radiologen oder einer Radiologin von den verfügbaren Tools ab. Ein einheitlicher Workflow bietet Radiolog*innen:
Zuweisende Ärzt*innen
Zuweisende Ärzt*innen nutzen radiologische Befunde, um fundierte Entscheidungen für ihre Patient*innen zu treffen. Zum Beispiel ermöglicht eine integrierte Plattform Ärzt*inenn, die Apoplex-Patient*innen behandeln, sofort den Befund der Radiolog*innen zum CT-Scan des Patienten oder der Patientin einzusehen und so die nächste Therapieentscheidung zu treffen. Mit einem einheitlichen Arbeitsablauf können zuweisende Ärzt*innen:
IT-Fachkräfte – Informationstechnologie
Zentralisiertes Management ermöglicht es außerdem den IT-Fachkräften in der Medizin, an der Optimierung der Technologieinfrastruktur zu arbeiten, anstatt Zeit mit der Problembehebung bei getrennten Systemen zu verbringen. IT-Abteilungen gewinnen Effizienz und Sicherheit durch einen einzigen Systemworkflow mit folgenden Funktionen:
Implementierung von All-in-One-Systemen
All-in-One-Systeme integrieren Bildgebung, Befundung und Kommunikationstools in einer einzigen Plattform und beseitigen so die Ineffizienzen, die durch das Jonglieren mehrerer Anwendungspakete entstehen. Diese Systeme bieten eine Ansicht aller Patientendaten, einschließlich der Anamnese, mit Zugriff innerhalb eines integrierten Radiologie-Arbeitsbereichs. Dieser nahtlose Zugriff auf native oder von anderen Anbietern bereitgestellte fortschrittliche klinische Anwendungen über verschiedene Domänen hinweg beschleunigt die Erkennung und fördert die Zusammenarbeit. Radiologinnen und Radiologen können solche Plattformen beispielsweise nutzen, um dringende Fälle zu eskalieren, manuelle Suchen effizient durchzuführen und zu gewährleisten, dass alle Bilder und Berichte an einem Ort zusammengeführt werden.
Künstliche Intelligenz (KI) gestaltet radiologische Arbeitsabläufe grundlegend neu, indem sie Routineaufgaben automatisiert, die diagnostische Genauigkeit verbessert und Fernkonsultationen unterstützt. KI-Anwendungen wie Philips AI Manager können pathologische Befunde erkennen, Befunde quantifizieren und kritische Fälle priorisieren. Durch die Automatisierung dieser wiederkehrenden Prozesse, wie der Segmentierung von Läsionen, der Organquantifizierung und der Verlaufskontrolle, können Radiolog*innen ihre alltäglichen Aufgaben effizient durchführen und mehr Zeit für komplexe Fälle einsetzen.
Mit ihrer Fähigkeit, große Volumen von Daten aus verschiedenen Bildgebungen und Modalitäten zu analysieren, liefert KI zudem wertvolle Erkenntnisse für eine präzisere und personalisierte Patientenversorgung sowie für die Prognose und Prävention von Erkrankungen. Durch den Einsatz von KI zum Zugriff auf Daten zur medizinischen Befundung und Expertenmeinungen können Gesundheitsorganisationen Klinikteams weltweit mit erweitertem Wissen unterstützen.
Die Integration einheitlicher KI-Plattformen, die Automatisierung und Interoperabilität vereinen, um Qualität, Effizienz und Kommunikation zu verbessern, ist der zukunftsweisende Ansatz für die Radiologie. Diese Plattformen ermöglichen es Unternehmen, hohe Volumina an Bildgebungsdaten effizient zu verarbeiten, indem sie mehrere KI-Anwendungen in einer einzigen Untersuchung ausführen.
Laut dem FHI-Bericht 2024 gaben fast 38 % der Führungskräfte im Healthcare-Bereich an, dass das Personal wertvolle Zeit mit der Zusammenführung von Patientendaten verliert, was das transformative Potenzial der Einbindung von KI in die Radiologie-Informatik zur Bewältigung dieser Herausforderung unterstreicht. Vereinheitlichte Arbeitsbereiche, die quantifizierbare und umsetzbare Informationen bereitstellen, ermöglichen eine schnellere diagnostische Befundung und umfassendere klinische Erkenntnisse und reduzieren den Zeitaufwand für arbeitsintensive Aufgaben.
Bei der Investition in diese fortschrittlichen, KI-gestützten Radiologie-Workflows geht es nicht nur um Effizienzsteigerung – es geht um die Neugestaltung der Patientenversorgung. Durch die Nutzung dieser Innovationen können Unternehmen schnellere und präzisere Diagnosen stellen und so den Behandlungsausgang für eine größere Patientenzahl verbessern.
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