Gesundheitsdienstleistende stehen unter enormem und wachsendem finanziellem Druck. Geräte, deren Ausfall die Gesundheitsversorgung gefährdet, können ihre Abläufe erheblich beeinträchtigen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, medizinische Geräte optimal zu nutzen, indem die Ausfallzeit reduziert und der Wert über die gesamte Anwendungsdauer maximiert wird. Lesen Sie weiter, um einen Einblick in die Zukunft der Instandhaltung zu gewinnen.
Da weniger Zeit zur Kalibrierung und Reparatur wichtiger Geräte zur Verfügung steht, muss die Diagnose von Geräteausfällen proaktiv und vorausschauend erfolgen – nicht mehr reaktiv. Mit KI und datengesteuerten Technologien hat ein Umdenken von reaktiver zu proaktiver Instandhaltung begonnen – und wird langfristig zu vorausschauender Instandhaltung führen.
„Heute werden etwa 35 % aller MR-Instandhaltungsfälle vorausschauend gelöst, bei bildgeführter Therapie sind es 20 % und bei CT 17 %“, sagt Garry Jepp, Leiter Services Operations bei Philips. „Wir entwickeln diese Möglichkeiten schnell weiter, um das Kundenerlebnis kontinuierlich zu verbessern. Was vorhersehbar ist, kann verhindert werden.“
Die Philips Maintenance Services Remote-Lösung bietet reaktiven und proaktiven Support und kann innerhalb von 24 Stunden eingerichtet und betriebsbereit sein. Dadurch können Probleme bereits im Vorfeld verhindert und 30 % der Kundenfälle remote gelöst werden, was zu einer Gesamt-Erstlösungsquote von 80 % beiträgt[1].
Um dies zu ermöglichen, überwachen Philips Remote Services kontinuierlich den Systemzustand, und intelligente Algorithmen lösen ein Infosignal aus, wenn ein potenzielles zukünftiges Systemproblem erkannt wird. Das zugewiesene Remote-Service-Team beginnt dann umgehend damit, das Problem zu identifizieren und proaktiv zu beheben, sofern möglich, und gibt Empfehlungen zu zukünftigen Maßnahmen und vorgeschlagenen Austausch von Teilen.
Die Landschaft für Ersatzteile verändert sich rasant, da automatisierte Logistik und digitale Technologie den Prozess deutlich schneller und personell weniger aufwändig machen. „In Nordamerika und Westeuropa können unsere Teams das Ersatzteil – ganz gleich, wie groß oder klein – innerhalb von vier Stunden einsatzbereit am Bestimmungsort bereitstellen, und wir können 98,3 % der Welt innerhalb eines Tages beliefern“, so John Schlanger, Leiter Service Parts Supply Chain, Philips Services and Solutions Delivery.
„Wir haben den ‚Amazon-Effekt‘ in das Gesundheitswesen gebracht – mit fortschrittlicher Bestandsverwaltung und vollautomatisierten Prozessen (Zero Touch) und schließen den Kreislauf in Bezug auf Ersatzteilnachhaltigkeit.“ Die Optimierung der Logistik ist erst der Beginn einer spannenden Zeit für Ersatzteile, die von bedeutenden Innovationen geprägt ist – von Plattformstandardisierung über digitalen Druck bis hin zu digitalem Zwilling.
Da das Datenvolumen in Krankenhäusern weiter wächst – mit Informationen aus immer mehr digitalen Plattformen, medizinischen Geräten, drahtlosen Sensoren und Milliarden von Mobiltelefonen – ist es strategisch vorteilhaft, zu verstehen, wie man Geräte vernetzt und ihre Leistung sicherstellt.
Durch den verstärkten Einsatz von Algorithmen in Geräte ergeben sich Möglichkeiten, neue Betriebsmodelle wie nutzungs- oder abonnementbasierte Services zu entwerfen und zu entwickeln, bei denen Serviceaktivitäten von der Anzahl der Patient*innen abhängen können, die ein Krankenhaus behandelt.
Gemeinsames Risiko und die Entwicklung von Instandhaltungsverträgen
Die Weiterentwicklung der Instandhaltung bedeutet natürlich auch die Weiterentwicklung des Service- bzw. Instandhaltungsvertrags. Vorbei sind die Zeiten, in denen man einen Vertrag unterschrieb und an einen Servicevertrag gebunden war, der sich nicht mit den eigenen Anforderungen weiterentwickeln konnte. Im Rahmen seines Partnerschaftsmodells verpflichtet sich Philips Maintenance Services zu geteiltem Risiko und zunehmender Flexibilität.
Bei der Wartung der Zukunft geht es nicht darum, Ausfallzeiten zu reduzieren, sondern darum, Medizinsystemen zu ermöglichen, ihre hochentwickelten Geräte- und Technologieinvestitionen umfassend und fortlaufend zu nutzen.
Ein Blick in die Zukunft der Instandhaltung