Der Ansatz für Operational Intelligence von Philips für die Betreuung vernetzter Krankenhausbetriebe basiert auf der Erkenntnis, dass der Betrieb zukunftsfähiger Krankenhäuser ein integriertes Zusammenspiel aus Menschen, Prozessen und Technologie erfordert. Dies gilt insbesondere für die Gestaltung der Weiterbildungsangebote im Gesundheitswesen von morgen.
Eine grundlegende Umstellung der Arbeitsabläufe in der Gesundheitsversorgung gelingt nur dann, wenn wir Fachkräften die notwendigen Kompetenzen vermitteln und spezifische Prozesse und Technologien entwickeln, um ihre tägliche Arbeit zu unterstützen.
„Während wir die digitale Transformation im Blick haben, dürfen wir die Menschen hinter dem Equipment nicht vergessen oder zurücklassen“, sagt Melissa Kenig von Philips Education Services. „Die besten technologischen Lösungen werden nicht die erhoffte Wirkung erzielen, wenn die Anwender*innen nicht darin geschult wurden, sie so einzusetzen, dass sie ihre Ziele erreichen. Studien zeigen, dass eine Investition in die richtige Mischung von Fähigkeiten die digitale Transformation beschleunigen kann und gleichzeitig eine zufriedene, motivierte Belegschaft schafft.“
Burnout, Frustration, Überlastung und eine neue Generation mit neuen Erwartungen. Zu den Schlüsselfaktoren für die Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen gehören:
Unzufriedenheit am Arbeitsplatz und Burnout: Berichten zufolge erwägen bis zu 70 % der Ärzt*innen und 50 % des Pflegepersonals, den Beruf zu verlassen [1]. Digitalisierung und das Gefühl, „im Datenmeer zu ertrinken“, gelten als einer der stärksten Treiber von Burnout.
Die neue Demografie von Fachkräften im Gesundheitswesen: Die bestehende Belegschaft altert, und der globale Wettbewerb um Fachkräfte mit den passenden Qualifikationen nimmt zu.
Millennials als neue Generation im Unternehmen: Studien heben hervor, dass Millennials andere Erwartungen mitbringen, darunter Work-Life-Balance, flexible Karrierewege und flachere Hierarchien zwischen Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen.
Bedarfsgesteuerte, interaktive Weiterbildung im Gesundheitswesen: Die Fachkräfte von morgen erwarten personalisierte Lern-Tools – von selbstgesteuerten Tutorials und Just-in-Time-Lernen bis hin zu fortschrittlichen Lernmethoden.
Lernen als Kurve: Mitarbeitende fordern Zugriff zu dynamischen Lernmöglichkeiten, die zu ihren individuellen Bedürfnissen und Zeitplänen passen.
Studien zeigen, dass Stakeholder, die in die richtige Mischung von Fähigkeiten investieren, die digitale Transformation beschleunigen können und gleichzeitig eine zufriedene, motivierte Belegschaft schaffen.
Gesundheitsdienstleister, vor allem die jüngeren Mitarbeitenden, erkennen, dass sie neue und aufkommende Kompetenzen erlernen müssen. Der Future Health Index 2020 hebt hervor, dass jüngere Fachkräfte sich der zukünftigen Lücken in ihrer Karriere bewusst sind und vier Schlüsselbereiche benennen, in denen ein Bedürfnis nach Input besteht [1].
Kompetenzen: 44 % geben an, dass ihre medizinische Ausbildung sie gar nicht auf Verwaltungsaufgaben vorbereitet hat.
Wissen: 78 % kannten „wertorientierte Versorgung“ nur dem Namen nach bzw. ein wenig oder aber gar nicht.
Daten: 35 % wissen nicht, wie sie digitale Patientendaten nutzen können, um die Patientenversorgung zu verbessern.
Erwartungen: 41 % stimmen der Aussage nicht zu oder stehen ihr neutral gegenüber, dass die Realität ihrer Karriere ihren Hoffnungen und Erwartungen entspricht.
Führende Organisationen ergreifen Maßnahmen, um eine persönlichere, motivierende und zukunftsweisende Weiterbildung in Partnerschaft mit Medizinprodukteherstellern wie Philips umzusetzen. Wir bei Philips Education Services glauben, dass in Zukunft ein Blended-Learning-Ansatz benötigt wird, damit Kompetenzen und Fähigkeiten in bestehenden und zukünftigen Bereichen entwickelt werden.
Unsere wichtigsten Fortbildungsempfehlungen für leitende Führungskräfte sind:
Ermöglichen Sie Mitarbeitenden, Lernen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren: Überlegen Sie, wie Sie Mitarbeitende dazu anregen können, Gelegenheiten zum Lernen zu nutzen, beispielsweise auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Ermöglichen Sie ihnen den Zugriff auf Online-Fachzeitschriften, Periodika, Webinare und andere abonnierte Inhalte.
Setzen Sie auf personalisiertes Edutainment: Da Lernen immer häufiger in kleinen, leicht konsumierbaren Modulen angeboten wird, ist es möglich, Video, Text und Gamification zu Edutainment zu kombinieren.
Setzen Sie auf selbstgesteuerte Lernoptionen: Jüngere Mitarbeitende sind in einer selbstgesteuerten Lernumgebung aufgewachsen und erwarten dies in ihrer Karriere.
Ernennen Sie Power-User: Jede Abteilung sollte eine*n Ansprechpartner*in für andere Mitarbeitende haben, wenn diese Fragen haben oder Hilfe benötigen.
Echtzeit-Lernen in den Workflow integrieren: Virtuelles Lernen kann in den Arbeitstag integriert werden.
So gestalten Sie das neue Ökosystem organisationalen Lernens in Ihrem Krankenhaus