Grenzenlos

Früh gewarnt – schnell reagiert:

ein System für höhere Patientensicherheit

Früh gewarnt – schnell reagiert:

ein System für höhere Patientensicherheit

Abstract:
Das Bedürfnis nach Patientensicherheit wurde in den Mittelpunkt gestellt
Die Arbeit der Pflegekräfte wurde unterstützt
Ärzte und Pflegekräfte erhalten valide Informationen für mehr Versorgungsqualität
Kostenintensive Rückverlegungen auf die ITS können vermieden werden
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Lassen Sie uns über Lösungen für eine zukunfts­sichere Gesund­heits­ver­sorgung sprechen.

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Früh gewarnt – schnell reagiert:

ein System für höhere Patientensicherheit

Die Pflegekräfte zu entlasten und gleichzeitig die Aufmerksamkeit für die Vitalwerte der Patienten auf der Normalstation zu erhöhen – das war das Ziel des Sana-Konzerns, als er im Rahmen eines Pilotprojekts in Berlin-Lichtenberg das IT-gestützte Frühwarnsystem IntelliVue Guardian von Philips einführte. Das involvierte Klinikpersonal ist heute spürbar entlastet, Patienten fühlen sich sicherer aufgehoben. „Das ist die Zukunft der Normalstation“, so das Fazit der Beteiligten.

Es sind Studiendaten, die aufhorchen lassen1: Fünf bis zehn Prozent der Patienten erleiden während ihres stationären Aufenthalts auf einer Normalstation einen schwerwiegenden Zwischenfall: einen Herzkreislauf-Kollaps etwa oder gar eine Sepsis. „Das Bemerkenswerte dabei ist“, so Dr. Frauke Fritze-Büttner, leitende Oberärztin in der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Sana-Klinikum Berlin-Lichtenberg, „dass ein Drittel dieser Patienten laut Studien bis zu 48 Stunden vorher auffällige Vitalparameter aufweisen.“ Mehr noch: In bis zu zwei Drittel der Fälle hätten Ärzte oder Pfleger die kritischen Ereignisse durch therapeutisches Einschreiten abwenden können – wenn sie die Veränderungen an den Vitaldaten rechtzeitig erkannt hätten.

Doch wie erkennen, wenn man die Werte nicht häufiger für jeden Patienten erfassen, mit anderen Daten verknüpfen und daraus schließlich ein Risiko ableiten kann? Der Sana-Konzern hat diesen Punkt erkannt: „Wir haben uns für den gesamten Konzern auf die Fahne geschrieben, die Pflege auf der Normalstation zu unterstützen“, so Martina Henke, zentrale Bereichsleitung Pflege. „Auch wenn Patienten hier nicht – wie auf Intensivstationen – durchgängig gemonitort werden, so soll doch eine hohe Versorgungsqualität und Patientensicherheit gewährleistet sein.“ Der private Klinikkonzern entschied sich deshalb, an seinem Standort in Lichtenberg das IT-gestützte Frühwarnsystem IntelliVue Guardian von Philips zu pilotieren.

Umfangreiche Mess- und Beobachtungsparameter

 

Zweimal täglich werden heute auf der 34-Betten-Station der Allgemein- und Viszeralchirurgie die Vitalwerte aller Patienten gemessen und digital erfasst. Die Pflegekräfte gehen dazu mit einem Philips-Spotcheck-Monitor – installiert auf einem Rollwagen – von Patient zu Patient und zeichnen relevante Parameter auf: systolischer Blutdruck, Puls, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, Temperatur. Außerdem fragen sie nach dem Schmerzempfinden in Ruhe und Bewegung sowie nach dem Stuhlgang und geben auch diese Werte, ergänzt um eine Beurteilung des Bewusstseins nach AVPU-Schema, in den Monitor ein. „Der Vorgang dauert pro Patient höchstens eine Minute länger verglichen mit früher, als wir die Patientenkurve noch auf Papier erstellt haben“, erklärt Ivonne Lemke, kommissarische Abteilungsleitung Pflege. „Dafür erfassen wir aber weit mehr Parameter als bislang – Parameter, die wichtig sind für eine Einschätzung des Patientenzustands.“ Patienten, die nach größeren Operationen, aufgrund von Bluttransfusionen oder in Isolation eine engmaschigere Beobachtung benötigen, werden zudem über kabellose Sensoren überwacht: Diese messen in vorher festgelegten Intervallen automatisch Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Körpertemperatur und Atemfrequenz – und liefern so ebenfalls Hinweise auf mögliche aufkommende Risikosituationen.

Je höher der Score, desto größer das Risiko einer Verschlechterung

 

Dahinter steht die IT-Lösung IntelliVue Guardian: Die über Monitor oder Sensoren generierten Kennzahlen werden in die Philips Software gespeist, wo sie mittels Algorithmen zu Trenddaten aufbereitet werden und schließlich in einem Frühwarnscore münden. „Diese Early Warning Scores (EWS) geben Aufschluss über den Zustand des Patienten“, so Ivonne Lemke. „Je höher der Score, desto größer das Risiko einer Verschlechterung.“ So kann das Risiko einer Sepsis mittels der definierten Parameter des Quick-SOFA-Protokolls frühzeitig identifiziert werden, erklärt Oberärztin Frauke Fritze-Büttner: „Ist die Atemfrequenz eines Patienten höher als 22 pro Minute, liegt sein systolischer Blutdruck unter 100 mmHg und zeigt er außerdem Anzeichen einer akuten Verwirrtheit, kann eine Sepsis vermutet werden.“ Doch im hektischen Pflegealltag würden solche Anzeichen manchmal nur mit zeitlicher Verzögerung erkannt; zu hoch sei oft das Arbeitsaufkommen, zu knapp das Personal.

Von Weiß bis Rot: verschiedene Eskalationsstufen

 

Die im Guardian-System angezeigten Parameter und daraus ermittelten Scores übernehmen daher eine für die Patientensicherheit elementare Funktion: Dargestellt in einer Übersicht im Stationszimmer, an vier weiteren PC-Arbeitsplätzen und mobilen Visiten-Laptops informieren sie das medizinische Personal auf einen Blick über den jeweiligen Zustand jedes Patienten und geben den Pflegekräften Handlungshinweise: Ein Score in der Höhe von 1 bis 6 mahnt zunächst, den Patienten näher zu beobachten, die Schichtleitung zu informieren und die EWS-Messung in sechs statt in – wie üblich – zwölf Stunden zu wiederholen. Ein Score von 7 bis 15 gilt bereits als verstärkte Warnung: Zusätzlich zur Schichtleitung ist ein Stationsarzt zu benachrichtigen, ebenso ist eine stündliche EWS-Messung angezeigt. Die höchste Dringlichkeitsstufe gilt schließlich bei einem Score von 16 bis 25. Er verlangt nach einem Notfallteam. Zur besseren Übersicht sind die Score-Kategorien in vier Farben (Weiß, Gelb, Orange, Rot) hinterlegt, auch ein Trendverlauf des Patientenzustands wird farblich abgebildet. Zusätzlich zur Anzeige auf den lokalen Dashboards können die Ärzte und Pfleger die Scores auf Smartphones abrufen oder werden im Bedarfsfall per App mobil benachrichtigt.

Modifiziert nach Bedürfnissen der Station

 

Hinter dem Frühwarn-Protokoll steht der National Early Warning Score (NEWS) aus England, ein Punktesystem zur Beurteilung von Patienten, das am Londoner Royal College of Physicians entwickelt wurde. Für das Pilotprojekt im Lichtenberger Sana-Krankenhaus wurde der NEWS detailliert an die Bedürfnisse der chirurgischen Station angepasst. „In enger Zusammenarbeit mit Philips konnten wir das System ganz auf unsere Anforderungen abstimmen und konfigurieren“, sagt Frauke Fritze-Büttner. So wurde etwa die Schmerzskala feiner ausdifferenziert, sodass Patienten auch konkretere Angaben zur Stärke ihrer Beschwerden machen und diese in die Score-Berechnung einfließen können. Ähnliches gilt für die Fieberkurve: Sie wurde so konfiguriert, dass schon bei 37,5 Grad Körpertemperatur ein Score-Frühwarn-Punkt vergeben wird. „Gerade bei chirurgischen Patienten sind diese Angaben zu Schmerz oder leicht erhöhter Temperatur oft sehr aussagekräftig“, erläutert Ivonne Lemke.

Auch die Zeitintervalle zwischen den Messungen über die kabellosen Sensoren wurden eigens festgelegt, ebenso die Angabe, ab wann welcher Klinikmitarbeiter über die App EWS-Benachrichtigungen auf das Smartphone erhalten soll. „Das ist einer der Vorteile dieses Systems: Es lässt sich hochgradig anpassen und stellt kaum Anforderungen“, sagt IT-Leiter Roger Graetz. Die Lösung basiere auf Standards wie Microsoft-Betriebssystemen und der, so Graetz, „stets stabil laufenden“ MS-SQL-Datenbank und habe problemlos in die Infrastruktur des Hauses integriert werden können. „Spezielle Wünsche seitens unseres Hauses, wie etwa bei der Einrichtung der Benachrichtigungen, hat Philips einwandfrei umgesetzt“, so Graetz.

„Das System überzeugt bei der Anwendung.“

Leitende Oberärztin Dr. Frauke Fritze-Büttner,

Allgemein- und Viszeralchirurgie am Sana-Klinikum Berlin-Lichtenberg

Das bestätigt auch Dr. Christian von Klitzing: „Bei einer Einführung eines solchen Systems müssen im Vorfeld viele Details konfiguriert werden“, sagt der Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. „Wir wurden jedoch von Philips ausgesprochen eng begleitet: von der Gewichtung der Parameter und Scores bis hin zur Einrichtung des WLANs für die Smartphones – die Projektbeauftragten von Philips waren bei jeder Frage stets kompetent zur Stelle.“ Das sei nicht immer selbstverständlich. „Der Erfolg eines innovativen Projekts steht und fällt damit, dass es gut strukturiert eingeführt wird“, sagt von Klitzing und ist sicher: „Nicht zuletzt, weil es von Philips so gut begleitet wurde, konnte das Projekt so erfolgreich umgesetzt werden.“

Pflege: sachliche Argumentation statt Bauchgefühl

 

Für die Pflegekräfte ist das System heute eine „enorme Erleichterung“, wie Ivonne Lemke betont. „Es gibt uns eine hohe Sicherheit, weil wir mehr Parameter als vorher messen und angezeigt bekommen.“ Gerade die Aufzeichnung über die kabellosen Sensoren führe zu einem niedrigeren Arbeitsaufwand, da die Daten automatisch an das Guardian-System übermittelt und hier ausgelesen würden. Auch das Dokumentationsaufkommen falle durch die automatische Übermittlung der Vitaldaten geringer aus. „Besonders hilfreich ist das System aber vor allem in der Kommunikation mit den Ärzten“, so Lemke. Mit sachlichen Fakten belegen zu können, warum ein Mediziner gerufen werden muss, dabei auf Scores verweisen zu können, auf deren Gültigkeit und Aussagekraft man sich vorher gemeinsam verständigt hatte – das gebe Sicherheit. „Auf dieser Basis argumentiert es sich gegenüber Ärzten leichter als nur zu sagen, man hätte bei diesem oder jenem Patienten ein komisches Bauchgefühl.“

Das sei – neben der anvisierten Patientensicherheit – auch einer der Gründe gewesen, warum er die Einführung des Systems so befürwortet habe, ergänzt Klinik-Geschäftsführer Dr. Christian von Klitzing: „Meistens ist es ja so, dass technische Innovationen in einer Klinik im Bereich der Eingriffe eingeführt werden, im OP also oder der interventionellen Radiologie.“ Hier habe man aber einmal ganz bewusst die Pflege in den Fokus genommen: „Wir wollten die Pflege entlasten, ihr durch die elektronische Erfassung per Monitor und Sensor bessere Arbeitsbedingungen zu bieten. Das System leistet das in bester Weise.“ Weitere Einsatzmöglichkeiten auf anderen Stationen, etwa der Geriatrie oder Kardiologie, sind bereits im Gespräch.

Umfrage zeigt: auch Patienten fühlen sich sicherer

 

Und auch auf das Wohlbefinden der Patienten habe das System einen Einfluss. Das ergab eine Umfrage, die die Klinik wenige Monate nach Einführung des Systems durchführte. So gaben 96 Prozent der befragten Patienten an, sich durch die zweimal tägliche Messung „gut versorgt“ zu fühlen, das System vermittle ihnen ein „Gefühl der Sicherheit“, vor allem, weil sie durch die Messung den Eindruck hatten, dass ihr körperliches Befinden ernst genommen werde. Postoperative Patienten, die mittels kabelloser Sensoren unter Beobachtung standen, gaben gar zu 100 Prozent an, sich durch diese Methode nach ihrem Eingriff „sicher und gut überwacht“ zu fühlen. Weder während der Aufwachphase noch während der Nachtruhe hätten die Sensoren sie gestört.

„Darauf verzichten? Künftig kaum mehr vertretbar!“

 

„Das System überzeugt bei Anwendung“, resümiert auch die Oberärztin Fritze-Büttner. Sie und ihre Kollegen erhielten über die Scores jeden Morgen, noch vor der Visite, einen guten Überblick über die Patienten. Das System ermögliche so, oft schon durch kleine Maßnahmen den Zustand eines Patienten schnell stabilisieren zu können. Aus ihrer Sicht sei ein EWS-System im digitalen Zeitalter daher nicht mehr wegzudenken. Und sie geht noch weiter: „Ein derartiges Frühwarnsystem einer Station vorzuenthalten“, so die Medizinerin, „erscheint zumindest unter dem Aspekt der Patientensicherheit kaum mehr vertretbar.“

Das Fazit
  • Das Bedürfnis von Patientensicherheit wurde in den Mittelpunkt gestellt
  • Die Arbeit der Pflegekräfte wurde unterstützt
  • Ärzte und Pflegekräfte erhalten valide Informationen für mehr Versorgungsqualität
  • Kostenintensive Rückverlegungen auf die ITS können vermieden werden
Auf einen Blick
Sana-Klinikum,
Berlin-Lichtenberg

Die medizinische Einrichtung

Sana-Klinikum Berlin-Lichtenberg

Die Herausforderung

Im Durchschnitt erleiden 5 bis 10 Prozent der Krankenhaus­patienten einen schwer­wiegenden Zwischenfall. Zirka die Hälfte dieser unerwünschten Ereignisse werden als vermeidbar eingestuft.2 Vitalparameter können dabei helfen, bevorstehende Zwischenfälle rechtzeitig zu erkennen, werden aber auf der Normalstation nur selten erfasst und ausgewertet.

Die Lösung

Das IT-gestützte Frühwarnsystem IntelliVue Guardian warnt Pflegeteam und Ärzte aufgrund erhobener Vitaldaten frühzeitig automatisch vor einer drohenden Verschlechterung des Patientenzustands.

Das Ergebnis

Das involvierte Klinikpersonal ist spürbar entlastet, Patienten fühlen sich sicherer. Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen sinken die Kosten.

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FUSSNOTEN:

[1] Vgl. McQuillan et al.1998 sowie Nurmi et al. 2005

[2] Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen: Gutachten 2007. Kapitel 5, Qualität und Sicherheit: Angemessenheit und Verantwortlichkeit in der Gesundheitsversorgung, Abs. 107.