von Philips ∙ 4. März 2025 ∙ 3 Min. Lesedauer
Digital Imaging and Communications in Medicine® (DICOM) ist der internationale Standard für medizinische Bilder und entsprechende Patientendaten. Ursprünglich für die Radiologie entwickelt, wurde DICOM vor Kurzem auch in anderen medizinischen Bereichen wie der digitalen Pathologie eingeführt, um die Standardisierung und Interoperabilität zwischen Systemen zu fördern. Ohne DICOM-Standard hätte jede Anbieterin und jeder Anbieter digitaler Lösungen für die Pathologie sein eigenes Format entwickelt.
Der DICOM-Standard ermöglicht die nahtlose Integration von digitalen Pathologiescannern mit Viewern, KI-Anwendungen, PACS und herstellerneutralen Archiven (VNAs) verschiedener Anbieterinnen und Anbieter. Zwar ist es auch ohne DICOM möglich, proprietäre Aufnahmen zwischen Systemen auszutauschen, doch müssten alle Anbieter*innen ihr System an die Arbeit mit jedem einzelnen proprietären Dateiformat anpassen. Philips hat dies bisher unterstützt und wird es mit einem öffentlichen Software Development Kit (SDK) und einem kostenlosen iSyntax File Viewer auch weiterhin tun.1
Philips hat als der weltweit erste Anbieter ein IVD-gekennzeichnetes digitales Pathologiesystem auf den Markt gebracht (sowohl CE-IVD im Jahr 2013 als auch eine DeNovo-Zulassung der FDA im Jahr 2017). Das erforderte eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden, um einen neuen Regulierungsrahmen zu schaffen, der von der übrigen Branche genutzt werden kann. Da die digitale Pathologie im Vergleich zur Radiologie und anderen Verfahren eine relativ neue digitale Imaging-Methode ist, gab es noch keinen DICOM-Standard, und alle Anbietenden digitaler Pathologie haben ihr eigenes proprietäres Format entwickelt. Es gibt derzeit nicht ein Labor, das für die Primärdiagnose in der digitalen Pathologie ausschließlich DICOM-Bilder in einer End-to-End-Lösung verwendet.
Der DICOM-Standard soll die Interoperabilität zwischen Scannern, Viewern und anderen Pathologiesystemen gewährleisten. Die US-Regulierungsbehörde FDA verlangt, dass ein geschlossenes End-to-End-System, bestehend aus Scanner, Viewer und Monitor, als eine Einheit getestet wird. Aus diesem Grund ist es für Anbietende nach wie vor eine Herausforderung, ein offenes Ökosystem einzuführen, das Interoperabilität ermöglicht und gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Eine typische DICOM-Datei enthält Patient*innen- und Studien-/Fallinformationen. Da DICOM dem radiologischen Kontext folgt, sind diese Daten bereits bei der Bildaufnahme bekannt. Dies ist im digitalen Pathologie-Workflow nicht der Fall, da Scans ohne vorherige Patient*innen- oder Studien-/Fallinformationen durchgeführt werden können. Ein eigenständiger digitaler Pathologiescanner kann keine DICOM-Daten lesen. Daher ist eine spezielle Software erforderlich, um eine vollständige DICOM-Datei mit Studien und Daten aus einem Laborinformationssystem (LIS) zu lesen und zu erstellen. Die Working Group 26 diskutiert noch immer eine Lösung für dieses Problem. Nicht alle PACS/VNAs sind aufgrund der einzigartigen Eigenschaften und der Dateigröße in der Lage, WSIs zu unterstützen. Philips beabsichtigt, das PACS/VNA in seine digitale Pathologielösung zu integrieren.
Philips unterstützt aktiv die Standardisierung und ist Mitglied der Working Group 26, die die Aufgabe hat, DICOM-Standards für ganze Objektträgerbilder (WSIs) zu entwickeln und zu testen. Philips hat zu den Supplements 145 und 122 für WSI beigetragen. Darüber hinaus ist Philips Mitglied der Regulatory and Standard Task Force der Digital Pathology Association (DPA).
Philips unterstützt einen DICOM-Export, der das iSyntax-Format in eine verlustfreie, DICOM-konforme JPEG2000-Datei konvertiert.1 Philips DICOM-Dateien haben sich in den letzten sieben Jahren bei den DICOM Connectathons als erfolgreich erwiesen. Wir haben während des Connectathon 2023 erfolgreich einen verbesserten DICOM-Export getestet. Weitere Informationen finden Sie in der Philips IntelliSite Pathology Solution DICOM-Konformitätserklärung, die ausführliche Informationen zu DICOM-Dateien enthält.
Um ein offenes Ökosystem für die digitale Pathologie zu gewährleisten, ohne dabei die Qualität, Sicherheit und die Möglichkeiten der digitalen Pathologie zu beeinträchtigen, wird Philips den DICOM-Export im Zuge der Entwicklung des Standards weiter verbessern und anpassen. Zukünftig plant Philips sowohl das DICOM- als auch das iSyntax-Dateiformat für die Philips IntelliSite Pathology Solution2 zu unterstützen. Damit wird eine flexible Lösung gewährleistet, die aktuelle und zukünftige Anforderungen der Pathologie abdeckt, sodass die Interoperabilität für bestehende und neue Anwender kein Problem darstellt. Philips wird weiterhin aktives Mitglied der Arbeitsgruppe 26 bleiben, um den am besten geeigneten Standard für WSI‑Slides zu entwickeln, zu testen und anzuwenden.
In diesem White Paper erfahren Sie mehr über den aktuellen Stand der Integration und Interoperabilität der digitalen Pathologie.
FAQ-Broschüre: DICOM in der digitalen Pathologie
[1] Das Software Development Kit (SDK) und der File Viewer sind nicht für diagnostische, überwachende oder therapeutische Zwecke oder auf andere Weise für die reguläre medizinische Praxis bestimmt. [2] Die Philips Digital Pathology Solution besteht aus folgenden Komponenten: Pathologiescanner der zweiten Generation SG60/SG300, Image Management System Viewer, Image Management System-Anwendungsserver und Speichersoftware, hochwertiger 27-Zoll-Monitor, der zusammen mit der IVD-Lösung validiert wurde (nur in den USA).
Die Ergebnisse gelten spezifisch für die Einrichtung, in der sie ermittelt wurden, und entsprechen möglicherweise nicht den in anderen Einrichtungen möglichen Ergebnissen. Ergebnisse können in anderen Fällen anders ausfallen.
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