Wie IHE HL7-Integrationsprofile die Vernetzung medizinischer Geräte vereinfachen

Artikel ∙ Von Philips Healthcare ∙ Jul 07, 2023 ∙ Lesezeit: 2 Minuten

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Respiratory care

Patient monitoring

Rosetta Terminology Mapping (RTM) hilft bei der Normalisierung physiologischer Daten, die mit verschiedenen Geräten erfasst wurden, was für die Forschung und die Patientenversorgung entscheidend ist. Ein weiteres ähnliches und wichtiges Tool zur Datenstandardisierung für Kliniken sind IHE HL7-Integrationsprofile, die in diesem Beitrag beschrieben werden. IHE HL7-Integrationsprofile gehen Hand in Hand mit RTM, um Kliniken bei der Integration medizinischer Geräte und der Schaffung interoperabler Umgebungen zu unterstützen, damit das Klinikteam sichere und effektive Behandlungsentscheidungen treffen kann.

Artikel auf einen Blick

  • Zu den Vorteilen der Integration medizinischer Geräte (Medical Device Integration, MDI) gehört die Zeitersparnis für das Klinikteam, da weniger Daten manuell in andere Systeme eingegeben werden müssen.
  • Die Umsetzung der MDI erfordert jedoch einen erheblichen Zeitaufwand von Informationstechnologie- und anderen Fachkräften, die mit mehreren konkurrierenden Prioritäten konfrontiert sind.
  • IHE HL7-Integrationsprofile können Kliniken dabei helfen, sowohl den Aufwand der MDI als auch das Risiko, dass Geräte nicht angeschlossen werden, zu vermeiden.

Tools zur Datenstandardisierung

In unserem letzten Blogbeitrag haben wir Rosetta Terminology Mapping (RTM) beschrieben und erläutert, wie Kliniken es verwenden, um die physiologischen Datenausgaben ihrer medizinischen Geräte zu standardisieren. Mit RTM können Informationen von verschiedenen Geräten genau und effizient mit nachgeschalteten Systemen, wie z.B. der elektronischen Patientenakte (Electronic Health Record, EHR), geteilt werden.

RTM hilft bei der Normalisierung physiologischer Daten, die von verschiedenen Geräten erfasst wurden, was für Forschung und Patientenversorgung entscheidend ist. Ein weiteres ähnliches und wichtiges Tool zur Datenstandardisierung für Kliniken sind die IHE HL7-Integrationsprofile, die in diesem Beitrag beschrieben werden. IHE HL7-Integrationsprofile gehen Hand in Hand mit RTM, um Kliniken bei der Integration medizinischer Geräte und der Schaffung interoperabler Umgebungen zu unterstützen, damit das Klinikteam sichere und effektive Behandlungsentscheidungen treffen kann.

Bild im Text

Wie bereits erwähnt, steht IHE für „Integrating the Healthcare Enterprise“, ein internationales Konsortium von Gesundheits- und Branchenexperten, das sich auf die Verbesserung des Informationsaustauschs im Gesundheitswesen konzentriert. Vor mehr als einem Jahrzehnt erkannte IHE die Herausforderung, vor der Kliniken bei der gemeinsamen Nutzung von Daten zwischen medizinischen Geräten und anderen Systemen standen. IHE begann mit der Erstellung von Integrationsprofilen auf der Grundlage von Branchenstandards wie Health Level 7 (HL7), um sicherzustellen, dass diese „Transaktionen“ von Informationen zwischen Geräten korrekt waren.

Im Laufe der Jahre wurden diese Integrationsprofile von den Anbietern in die Gerätesoftware integriert, wodurch die Vernetzung mit anderen Systemen in der gesamten Klinik wesentlich einfacher und weniger zeitaufwendig wird.

Der Gerätekonflikt

Die meisten Kliniken sind sich bewusst, wie bedeutend die Verbindung medizinischer Geräte mit nachgeschalteten Informationssystemen ist. Zu den Vorteilen der Integration medizinischer Geräte (Medical Device Integration, MDI) gehört die Zeitersparnis für das Klinikteam, da weniger Daten manuell in andere Systeme eingegeben werden müssen.

Die automatische Erfassung von Vitalzeichen und anderen physiologischen Daten kann auch das Risiko von Dateneingabefehlern verringern, was die Patientensicherheit beeinträchtigen kann. Ein weiteres Sicherheitsproblem, das durch die integrierte, automatisierte und kontinuierliche Erfassung der Gerätedaten gelöst werden kann, ist die frühzeitige Warnung des Klinikpersonals bei Anzeichen einer Verschlechterung des Gesundheitszustands eines Patienten*in. Selbst in den am engsten überwachten Bereichen der Klinik, den Intensivstationen (ITS), kann es vorkommen, dass Patienten*innen bis zu 70 Minuten lang nicht auf ihre Vitalwerte überprüft werden.1


Die Umsetzung der MDI erfordert jedoch einen erheblichen Zeitaufwand von Informationstechnologie- und anderen Fachkräften, die mit mehreren konkurrierenden Prioritäten konfrontiert sind.2 Da die Klinikteams ihre Patienten schon seit Jahrzehnten ohne vernetzte medizinische Geräte überwachen, verzögern einige Kliniken Integrationsprojekte trotz der damit verbundenen Risiken und Ineffizienzen.

Das bieten IHE HL7-Integrationsprofile

IHE HL7-Integrationsprofile können Kliniken dabei helfen, sowohl den Aufwand für die MDI als auch das Risiko, dass Geräte nicht angeschlossen werden, zu vermeiden. Diese Profile basieren auf dem HL7-Datenstandard und machen das zeitraubende Rätselraten überflüssig, indem sie eine viel genauere Methode zur Formatierung der Datentransaktionen zwischen Geräten bieten. Mit anderen Worten: HL7 gibt an, was getan werden kann, die IHE-Integrationsprofile geben an, wie es getan werden soll. Die Anwendung dieser Profile ist zwar nicht ganz so einfach wie die Vernetzung eines neuen Geräts mit einem Netzwerk und die anschließende gemeinsame Nutzung von Daten, dennoch bringen sie die Branche diesem Ziel näher.

Einige Anbieter, wie z.B. Retia Medical, aktualisieren Geräte, um die bereits in ihre Software integrierten IHE HL7-Integrationsprofile einzubinden, damit die Geräte leichter mit dem nachgeschalteten System kommunizieren können. Vor Kurzem nutzte Restia Medical die Gerätetreiberschnittstellen-Entwicklungsstrategie von Capsule Technologies, um seinen Argos Herzmonitor mit dem IHE HL7-Integrationsprofil zu aktualisieren. Dadurch wird der Monitor mit der Informationsplattform für medizinische Geräte von Capsule verbunden, die ihn wiederum mit der eGA oder einem anderen System verbindet. Es bleibt zu hoffen, dass mehr Gerätehersteller dem Beispiel von Retia folgen und sowohl IHE HL7-Integrationsprofile als auch RTM nutzen, um ihre Bemühungen zur Integration medizinischer Geräte zu vereinfachen, damit Kliniken eine sicherere, datengesteuerte Versorgung ohne zeitraubenden IT-Aufwand bieten können.

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Fußnoten
 

[1] Maslove DM, Dubin JA, Shrivats A, Lee J. “Errors, Omissions, and Outliers in Hourly Vital Signs Measurements in Intensive Care.” Crit Care Med. (2016). https://journals.lww.com/ccmjournal/Abstract/2016/11000/Errors,_Omissions,_and_Outliers_in_Hourly_Vital.27.aspx. Zugriff am 4. Februar 2021.
[2] Zaleski, John R., Ph.D, “Medical Device Interoperability and Data Integration to Clinical Information Systems: Medical Device Data Alignment.” Biomed Instrum Technol (2012). https://meridian.allenpress.com/bit/article/46/s2/65/142359/Medical-Device-Interoperability-and-Data. Zugriff am 26. Januar 2021.

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