Allgemein

Covid-19 und der Automobil-Aftermarket: "Menschen denken anders über ihre Autos."

Von Philips

05/01/2020

2-5 Min. Lesezeit

Covid-19 und der Automobil-Aftermarket

2020 war ein Jahr wie keines zuvor, da die globale Pandemie unsere Lebensweise verändert hat. Lockdowns beeinträchtigen den Alltag, der Einzelhandel hat seine Tätigkeiten zunehmend ins Internet verlegt Arbeiten im Homeoffice wurde zur Normalität. Wie viele andere Branchen musste sich auch der Automobilsektor schnell anpassen.

Auf einen Blick

  • Wie hat sich Covid-19 im Jahr 2020 auf den Aftermarket in der Automobilbranche ausgewirkt?
  • Sind alle Regionen auf die gleiche Weise betroffen?
  • Was war die größte Herausforderung für den Sektor?
  • Haben Sie Veränderungen der Markttrends bemerkt?
  • Worauf können wir uns 2021 und in den Jahren danach freuen?

Wie hat sich Covid-19 im Jahr 2020 auf den Aftermarket in der Automobilbranche ausgewirkt?

Das letzte Jahr war eine Herausforderung für alle, aber im Gegensatz zur Weltwirtschaftskrise 2009 beeinflusste die Pandemie sowohl die Gesundheit der Menschen als auch ihre Lebensgrundlagen. Verhaltensmuster haben sich aufgrund von Lockdowns und Ausgangssperren verändert, da die Menschen weniger mit dem Auto fahren und anders über ihre Autos denken. Es wurden weniger Neuwagen gekauft, was sich auf den Aftermarket ausgewirkt hat, jedoch in geringerem Maße. Aufgrund der finanziellen Unsicherheit behalten viele ihre Autos länger. Der Aftermarket ist insgesamt um rund 15 % geschrumpft, obwohl dies von Land zu Land stark variiert.

Sind alle Regionen auf die gleiche Weise betroffen?

In China war der Wandel als erstes spürbar, gefolgt von Korea, Japan und dem Rest Asiens. Darauf folgt Europa, Lateinamerika und die USA, wobei alle Regionen bis zum Ende des zweiten Quartals einen Rückgang verzeichneten. Die Geschwindigkeit und der Umfang der Veränderung waren von der Art des Lockdowns abhängig, den die jeweiligen Länder verhängten. In einigen Ländern mussten Händler schließen, in anderen waren es Werkstätten und manchmal beides. Außerdem fielen die Reaktionen der Verbraucher in städtischen Gebieten oft unterschiedlich aus. Deshalb ist es recht kompliziert.

Was war die größte Herausforderung für den Sektor?

Die Organisation der Produktion sowie Lieferungen von Komponenten gestaltete sich schwierig. Als OEM-Lieferant verfügen wir über eigene Fabriken, von denen einige geschlossen wurden, deshalb mussten wir bezüglich der Herstellung flexibel sein. Die Produktion zu reduzieren oder zu erhöhen ist schwierig, da durch die Pandemie Märkte geschlossen und wieder geöffnet werden. Die Logistik ist ein weiteres Problem – beispielsweise läuft die Luftfracht nicht reibungslos. Natürlich waren die durch den Marktrückgang bedingten Umsätze besorgniserregend, aber die größte Herausforderung und unsere oberste Priorität war und bleibt es, die Sicherheit aller unserer Mitarbeiter zu gewährleisten.

Haben Sie Veränderungen der Markttrends bemerkt?

Die Covid-19-Krise führte dazu, dass Verbraucher Wohlbefinden und Sicherheit priorisieren. Wir sind gut aufgestellt, um darauf zu reagieren, weil unsere Beleuchtung eine große Rolle bei der Verkehrssicherheit spielt und wir eine große Auswahl an Zubehörteilen haben, die auf das Wohlbefinden ausgerichtet sind, wie zum Beispiel Autoluftreiniger. Menschen nutzen ihre Autos auch auf andere Art und Weise. Es gibt weniger Fahrgemeinschaften und öffentliche Verkehrsmittel werden in letzter Zeit weniger genutzt, was bedeutet, dass sich mehr Autos auf den Straßen befinden. Andererseits wurde der tägliche Weg ins Büro durch das Arbeiten von zu Hause für viele hinfällig.

Worauf können wir uns 2021 und in den Jahren danach freuen?

Der Aftermarket erholt sich. Wie schnell variiert allerdings von Region zu Region. Die Situation in Europa ist beispielsweise unklar. Welche Auswirkungen werden Impfkampagnen haben, und wenn die Beschränkungen aufgehoben werden, werden sich die Menschen dann sicher genug fühlen, um wieder zu reisen? Wir glauben, dass das Jahr 2021 in wirtschaftlicher Sicht besser sein wird, Verbraucher werden aber dennoch vorsichtig bleiben. Wir erwarten keine großen Schwankungen in Bezug auf die Nachfrage wie im vergangenen Jahr. Darüber hinaus wird der Wandel eher linearer sein, da bereits bestehende Trends, wie das Bestellen im Internet, bleiben.

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