Mutter und Kind
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Probleme bei der Ernährung von Kleinkindern

Heikles Essverhalten ist ein weit verbreitetes Problem bei Kleinkindern. Sie werden jedoch erfreut sein zu hören, dass ein heikles Essverhalten eine normale Phase in der Entwicklung Ihres Kleinkindes ist und sich wieder legt.

Einige Kleinkinder sind heikler als andere. Kinder mit sehr heiklem Essverhalten können durchaus ein oder mehrere Geschwister haben. Auch wenn alle Kinder von den Eltern gleich behandelt wurden, kann eines beim Essen deutlich heikler sein als seine Geschwister. Die Eltern der unproblematischen Esser wissen vielleicht gar nicht, dass so eine Phase existiert.

Wenn Ihr Kind neue Lebensmittel nur sehr zögerlich probiert, kann es eine anstrengende Zeit werden. Versuchen Sie daran zu denken, dass Ihr Kind nicht daran schuld ist, dass es neuen Lebensmitteln gegenüber so misstrauisch und vorsichtig ist. Ihre Reaktion kann die Lage verschlimmern, beispielsweise durch Folgendes:

  • Sie erwarten von Ihrem Kind, dass es mehr essen soll als es benötigt.
  • Sie sind zu den Mahlzeiten sehr angespannt.
  • Sie bieten die Mahlzeiten zur falschen Zeit an.
  • Sie erwarten von Ihrem Kleinkind eine für sein Alter untypisch hohe Gewichtszunahme.

Aber es gibt gute Nachrichten: Die Essgewohnheiten von Vorschulkindern verbessern sich sehr, sobald sie im Kindergarten oder in der Schule mit anderen Kindern essen.

Tipps für Eltern, die befürchten, dass ihr Kleinkind nicht ausreichend isst:

Wachstumskurven

Bitten Sie Ihren Arzt, Ihr Kind mit geeichten Geräten genau zu messen und zu wiegen. Tragen Sie die Daten in eine Wachstumskurve ein. Wahrscheinlich stellen Sie dabei fest, dass Ihr Kind normal wächst und isst, obwohl es augenscheinlich nur winzige Portionen schafft.

Mahlzeitentagebuch

Schreiben Sie alle Lebensmittel und Getränke auf, die Ihr Kleinkind zu sich nimmt, und lassen Sie diese Liste von einem Ernährungswissenschaftler auswerten. Sie werden sehen, ob die Ernährung ausreichend ist oder ob Ihr Kind zusätzliche Vitamin- oder Mineralstoffpräparate benötigt.

Auffüllen mit Getränken

Überprüfen Sie die Flüssigkeitsmenge, die Ihr Kind zu sich nimmt. Einige Kinder trinken lieber, als dass sie essen, und trinken deswegen sehr viel. Sechs bis acht Getränke von 90 bis 120 ml sind ausreichend. Wenn Sie Getränke noch aus Fläschchen anbieten, nimmt Ihr Kind vielleicht zu viel Flüssigkeit auf und hat dann keinen Hunger mehr.

Snacks

Einige Kinder verweigern die Mahlzeiten zugunsten von Snacks, die oft zu fett, zu süß und zu salzig sind. Wenn Ihr Kind sich an Snacks satt essen kann, ist eine gesunde Hauptmahlzeit nicht verlockend. Reduzieren Sie die Snacks auf zwei pro Tag, und wählen Sie gesunde Snacks aus, z. B. Obst oder kleine belegte Brote.

Mahlzeitenplanung

Beschränken Sie die Dauer einer Mahlzeit auf 20 bis 30 Minuten, und bieten Sie immer ein Gericht an, von dem Sie wissen, dass Ihr Kind es bestimmt isst.

Lösungen für sehr heikles Essverhalten

Es ist sehr wichtig, dass alle Beteiligten, also auch Verwandte und Erzieher, an einem gemeinsamen Strang ziehen und sich an den vorgeschlagenen Plan halten, um das Essverhalten eines Kindes zu ändern. Drängen oder zwingen Sie Ihr Kind niemals, bestimmte Lebensmittel zu essen. Wenn Ihr Kind bei einer Mahlzeit etwas ablehnt, räumen Sie es kommentarlos weg, aber bieten Sie dafür nichts anderes an, sondern halten Sie sich an die geplante nächste Zwischenmahlzeit oder Mahlzeit.

Einfache Strategien für Eltern

  • Bieten Sie kleine Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten in altersgerechten Abständen an.
  • Bieten Sie für den Anfang Lebensmittel an, von denen Sie wissen, dass Ihr Kind sie mag.
  • Bestimmen Sie für die Mahlzeiten ein Zeitlimit, z. B. 30 Minuten.
  • Loben Sie Ihr Kind ausgiebig, auch wenn es nur eine winzige Menge gegessen hat.
  • Räumen Sie die Essensreste am Ende der Mahlzeit kommentarlos weg.
  • Sprechen Sie im Beisein Ihres Kindes nicht mit Dritten über sein Essverhalten und Lebensmittel.
  • Drängen oder zwingen Sie Ihr Kind nicht zum essen.
  • Bleiben Sie ruhig.

Andauernde Essgewohnheiten

Einige sehr wenige Kinder kommen aus dieser Phase nicht mehr heraus und beschränken sich ihre gesamte Kindheit lang auf bestimmte Lebensmittel. Wenn Ihr Kind jedoch von den bevorzugten Lebensmitteln ausreichend isst und für eventuelle Mangelerscheinungen Vitamin- und Mineralstoffpräparate einnimmt, wird es trotz der eingeschränkten Ernährung normal wachsen.

Alle Angaben in diesen Artikeln sind nur als allgemeine Informationen zu verstehen und ersetzen keinesfalls eine ärztliche Beratung. Wenn Sie oder Ihre Familienmitglieder an ernsten oder lang anhaltenden Symptomen oder Krankheiten leiden oder Sie medizinische Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Philips AVENT kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die aus der Verwendung der auf dieser Website enthaltenen Informationen entstehen.

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